Industrienachrichten

48 Millionen Kubikmeter Transportbeton

Der Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie (BTB) hat bei der Veranstaltung Praxis Transportbeton 2012 seine Prognose aus dem Februar dieses Jahres bestätigt. Die Produktion der stationären und mobilen Transportbetonanlagen in Deutschland stieg im Jahr 2011 um über 14 Prozent auf 48 Millionen Kubikmeter. Der Umsatz lag bei 3,1 Mrd. Euro. Die alten Bundesländer konnten dabei mit einem Produktionszuwachs von 14,8 Prozent kräftiger zulegen als die neuen, die eine Steigerung um 12,2 Prozent verzeichneten. Die Zahl der aktiv betriebenen stationären und mobilen Anlagen sank im vergangenen Jahr leicht auf 1.941 Werke. Für 2012 rechnet der BTB damit, dass die Transportbetonmenge um 2,3 Prozentpunkte zurückgehen wird.

Gut 250 Teilnehmer verzeichnete Anfang September 2012 die Jahresveranstaltung des BTB in Stuttgart. Auf dem Programm standen die Themenbereiche Marketing sowie Betontechnologie und Umwelt. Vertieft wurden auch Fragen der Wirtschaftspolitik.

So moderierte Ingo Lothmann, Leiter des BTB-Arbeitsausschusses Betontechnologie, den Veranstaltungsschwerpunkt „Betontechnologie und Umwelt". Hier wurden Projekte aus der Gemeinschaftsforschung der Branche vorgestellt (Raymund Böing/HeidelbergCement AG). Zum Beispiel zur Wasserabsonderung von Frischbeton, zur Online-Messung der Frischbetonkonsistenz im Fahrmischer und ein Projekt zur weiteren energetischen Optimierung der Betonherstellung im Transportbetonwerk. Die Ergebnisse eines über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) geförderten Projektes zum Frostwiderstand von Gesteinskörnungen in Beton stellte Eckhard Bohlmann (HeidelbergCement AG) vor, und zur Prüfung des Frost- und Frosttausalzwiderstandes von Beton referierten Dr. Georg Hempel und Annekatrin Arndt (TBR Technologiezentrum GmbH).

Christiane Bohlmann, Leiterin des BTB-Arbeitsausschusses Marketing, moderierte den Marketing-Block am zweiten Tag, in dem Ulrich Nolting (Beton Marketing Süd) die Auswirkungen der Energiewende für die Betonindustrie beleuchtete. Für den Ausbau des Stromversorgungsnetzes sei Beton ebenso unverzichtbar wie beim Bau von neuen Kraftwerken. Rund 450.000 m³ Beton würden zum Beispiel benötigt, um 15.000 Häuser mit energetisch aktivierten Bohrpfählen auszustatten.

In einer von Günter Leitow (Leiter des BTB-Arbeitsausschusses Wirtschaftspolitik) moderierten Podiumsdiskussion erörterten BTB-Präsident Dr. Erwin Kern, Dr. Robert Kühner (Bundesministerium für Bauwesen, Verkehr und Städtebau) und Walter Wolf (Naumann GmbH & Co. KG aus Kirchheim) das Thema „Lenk- und Ruhezeiten". Die gültigen Regelungen zu den Lenk- und Ruhezeiten von Fahrpersonal gerade für leicht „verderbliche“ Baustoffe wie Transportbeton praxisgerechter und flexibler auszugestalten, beschäftigt die Branche sehr.

Ergänzt wurde der Kongress um ein Architektur-Forum und eine Exkursion zum Gelände von „Stuttgart 21". Die achte Auflage des Kongresses wird es in zwei Jahren geben – dann in Hamburg. Im kommenden Jahr trifft sich die Branche zunächst zum Transportbeton-Tag 2013 in Dresden.   

BTB-Präsident Dr. Erwin Kern bei der Fachtagung in Stuttgart
BTB-Präsident Dr. Erwin Kern bei der Fachtagung in Stuttgart.
 
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