Technik

VHV baut eines der modernsten Kieswerke der Schweiz

Die seit gut einem Jahr in Betrieb stehende Anlage JPF Gravieres SA Bulle stellt den neuesten Stand der Technik in der Gesteinsgewinnung, der Aufbereitung und der Verladeeinrichtungen dar. Dabei sind die neueste Abbau- und Aufbereitungstechnik vereint. Als Partner der VHV Anlagenbau GmbH plante, projektierte und montierte Firma ASE Technik aus Luzern die neuen Anlagen, die mit nur einem Monat Betriebsunterbrechung gestartet wurden.

Der ganze Produktionsablauf ist durch einen hohen Automatisierungsgrad gekennzeichnet, der eine rationelle Produktion von aktuell rund 250.000 Tonnen sämtlicher Kiesqualitäten pro Jahr gewährleistet. Dabei beträgt die Kapazität 300 t/h Primärmaterial, 150 t/h Rundkies und 120 Tonnen in der Stunde bei Splitt.

Um die verschiedenen Produktionsstätten, von der Aufgabestation mit Primär Brechanlage über Zwischenlager hin zur Rundkies- und Natursand-Aufbereitung und weiter über Waschanlage bis zur Lagerhalle für Brechsand und Splitt sowie die Lkw-Verladestation zu erreichen, wurde umfangreiches Know-how an Fördertechnik benötigt.

Förderband statt Baumaschine

Gemäß dem Anlagenkonzept wird das Material vom Aufgabesilo bis zur Verladestation auf die Lastwagen nicht mehr durch Baumaschinen bewegt.

Alle Aufbereitungsschritte laufen über die Gurtförderanlagen von VHV in verzinkter Ausführung – der Betrieb wird wirtschaftlicher. Zur Einweihung wurde vom Betreiber bestätigt, dass eine Energieeinsparung gegenüber der alten Aufbereitungsanlage von 20 Prozent je Tonne Fördergut erreicht wurde. Zusätzlich werden Lader und Lastwagen durch die langen Gurtförderer eingespart.

Produktionsablauf

Für die Zerkleinerung wurden zwei der vorhandenen Brecher in das neue System integriert. Durch die optimierte Beschickung sind nur noch diese zwei erforderlich. Anschließend gelangt das Material über die Gurtförderband-Anlage auf eine Zwischendeponie. Dieses großzügige Zwischenlager ermöglicht den voneinander unabhängigen Betrieb der Primär-Brechanlage und der Kiesaufbereitung. Dadurch ist auch eine Reservebildung des Rohmaterials für mehrere Tage möglich, was wesentlich zur Produktionsflexibilität beiträgt.

Das Material gelangt über die VHV-Gurtförderband-Anlage auf eine Zwischendeponie.
Das Material gelangt über die VHV-Gurtförderband-Anlage auf eine Zwischendeponie.

Über die Abzugsbänder von VHV mit einer Leistung von 150 Tonnen die Stunde wird die Werkbeschickung gezielt durchmischt und dosiert. Die Bandanlagen weisen eine Gesamtlänge von mehr als 200 Metern auf und führen auch durch einen 65 Meter langen Tunnel. Der weitere Ablauf führt über das Werkbeschickungsband zu den Wasch- und Siebmaschinen

Alle Überschusskomponenten aus der Rundkiesklassierung können mit dem Sekundärbrecher zu Brechsand und Splitt verarbeitet werden. Der Sekundärbrecher wird über die Drehzahl, die Leis­tung und das Aufgabematerial geregelt. Durch die verschiedenen Brechprogramme wird die Produktion dem Bedarf angepasst.

Vollautomatische Kiesverladung

Über die Dosieranlage können alle runden und gebrochenen Fraktionen einzeln oder als Gemische verladen werden. Die Materialauslieferung wird vollautomatisch erfasst. Der Lastwagenfahrer präsentiert bei der Einfahrt seinen Badge (Zutrittsausweis) und löst damit den Bestellvorgang aus, die Verladung erfolgt völlig autonom und gleichzeitig wird der Lieferschein ausgestellt.

Von der Gesamtproduktion werden rund 70 Prozent als Zuschlagstoffe für die Betonherstellung verwendet. Die Gesteinkörnungen dienen für den Eigenbedarf auf den Baustellen der JPF Construction SA oder werden von den Unternehmungen in der Region abgeholt.

Die Zuführung zu den Brechern.
Die Zuführung zu den Brechern.
 
Weitere Informationen

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VHV Anlagenbau GmbH

T +49 54 59 93 38 0

Info@vhv-anlagenbau.de

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