Technik

NordBau

Energiewende war Topthema der NordBau

Mit einem deutlichen Plus der Besucherzahlen endete die 56. NordBau in Neumünster. Zur norddeutschen Leistungsschau kamen 74.700 Fachleute und Besucher. „Dazu trug insbesondere auch der ‚lange Freitag’ bei, der in diesem Jahr Premiere hatte“, sagte zum Abschluss der Baufachmesse Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Hallenbetriebe Neumünster.

Immer mehr Besucher aus Nordeuropa und aus den an Schleswig-Holstein angrenzenden Bundesländern kommen nach Neumünster. Dazu gehören hochrangige Politiker wie der Bauminister aus Kaliningrad, Evgenij M. Morosow, der sich über moderne Baustoffe und leistungsstarke Baumaschinen informierte.

Grund war nach seiner Aussage der beginnende Aufschwung der Bauwirtschaft in der Region Kaliningrad.

Zum Topthema der NordBau avancierte die Energiewende in Deutschland. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen machte deutlich, dass es das große Ziel im Lande sei, den Ausbau der Stromnetze voranzubringen. Das betonte ebenfalls Matthias Boxberger, Vorstand Netz der e.on Hanse AG. Immerhin will Schleswig-Holstein bis 2020 zehn Prozent des deutschen Strombedarfs aus erneuerbaren Energien erbringen. Deshalb sei ein Netzausbau unabdingbar. Insgesamt werden mehrere hundert Kilometer neue Leitungen erforderlich.

Ebenso verwies der schleswig-holsteinische Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Verkehr, Jost de Jager, auf das in den kommenden Jahren wohl größte Verkehrsbauvorhaben in Deutschland, die 18 Kilometer lange Fehmarnbeltquerung.

2020 ist das Ziel, laut de Jager, die Querung zu eröffnen. Bis zu diesem Zeitpunkt muss dann auch die Verkehrsanbindung auf deutscher Seite fertig gestellt sein. Als ein weiteres wichtiges Verkehrsbauvorhaben gilt der Weiterbau der A20. Bis 2012 soll das Planrecht für alle Bauabschnitte stehen. Diese Bauvorhaben würden die norddeutsche Bauwirtschaft stärken. Vor allem der Mittelstand solle davon profitieren.

Die 57. Leistungsschau ist vom 6. bis 11. September 2012 geplant.

Gäste aus ganz Nordeuropa kamen zur Nordbau.
Gäste aus ganz Nordeuropa kamen zur Nordbau.