Unternehmensführung

MIRO unterstützt die Offensive Mittelstand

Logo Offensive Mittelstand

Nachdem die Aktivitäten des Bundesverbandes der Deutschen Kies- und Sandindustrie (BKS) in Duisburg sowie des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe (MIRO) in Köln unter dem Dach von MIRO konzentriert wurden, standen beim steinexpo-Auftritt des Verbandes Informationen über diese neue Stärke zur Interessenvertretung von Unternehmen der deutschen Gesteinsindustrie auf der Agenda. MIRO ist fachlich ideeller Träger der Messe und der Erfolg der steinexpo ist auch ein Verdienst dieser  Unterstützung von Anfang an.

Peter Nüdling, Präsident des Bundesverbands Mineralische Rohstoffe (MIRO) und Geschäftsführender Gesellschafter der F. C. Nüdling Basaltwerke, und MIRO-Hauptgeschäftsführer Prof. Ulrich Hahn informierten zur steinexpo über Veränderungen und aktuelle Vorhaben.

Der „neue“ MIRO vertritt auf Bundes- und Europaebene die Interessen der Kies-/Sand-, Quarz- und Natursteinindustrie. MIRO spricht für rund 1.300 Unternehmen mit rund 2.100 Werken in Deutschland, die etwa 29.000 Mitarbeiter beschäftigen. Der jährliche Umsatz der 1.420 Kies- und Sandwerke liegt bei rund 1,4 Mrd. Euro, der Umsatz der 680 Natursteinwerke addiert sich auf 1,2 Mrd. Euro. Das entspricht einer Jahresproduktion von etwa 240 Mio. Tonnen Kies und Sand und 208 Mio. Tonnen Naturstein.

Ein erster konkreter Schritt für die über MIRO organisierten Unternehmen war der Entschluss des Verbandes, die „Offensive Mittelstand – Gut für Deutschland“ zu unterstützen und damit das Netzwerk auszubauen. Die Offensive bringt Sozialpartner, Fachverbände, Ministerien, Unfallversicherungsträger, Krankenkassen und Unternehmen zusammen, um die Position des Mittelstands zu stärken. Auch die Gesteinsindustrie Deutschlands ist überwiegend mittelständisch geprägt. Um die Arbeits- und Organisationsgestaltung in mittelständischen Strukturen zu verbessern, stellt die Offensive Mittelstand erprobte Hilfsmittel bereit.

Diese will MIRO in Zukunft durch passgenaue Beratungs- und Bildungsangebote auch den Mitgliedsunternehmen anbieten und aktiv weiterentwickeln.  Der offizielle Beitritt zur Offensive Mittelstand wurde dann während der steinexpo am Messestand der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) am Freitagabend mit einer kleinen Feierstunde begangen.

MIRO-Geschäftsführer Walter Nelles und Helmut Ehnes (Präventionsleiter BG RCI) bei der Übergabe der Mitgliedsurkunde in Nieder-Ofleiden.
MIRO-Geschäftsführer Walter Nelles und Helmut Ehnes (Präventionsleiter BG RCI) bei der Übergabe der Mitgliedsurkunde in Nieder-Ofleiden.

Interview

MIRO-Geschäftsführer Walter Nelles zur Offensive Mittelstand

Wie kann MIRO in das Beratungskonzept einsteigen, Mitgliedsbetriebe in ihrem Streben nach „guter Praxis“ im Sinne der Offensive zu unterstützen?

Nelles: Der Beitritt des Verbandes zur Offensive Mittelstand soll nicht nur ein Lippenbekenntnis bleiben. Kurzfristig wollen wir die OM in unseren Unternehmen bekannt machen und gezielt Informationen zu einzelnen Themen bereitstellen. Insbesondere der entwickelte Mittelstands-Check gibt vielfältige Hinweise, was man im Unternehmen noch besser machen kann. Jeder, der diesen Check selbstkritisch durcharbeitet, sollte danach wissen, was zu tun ist. Falls unsere Unternehmen es wünschen, werden wir auch Schulungen anbieten, in denen Schwerpunktthemen intensiv und branchenspezifisch behandelt werden.

Welche der elf Punkte aus dem Check der Offensive müssten in den Betrieben aus Ihrer Sicht vorrangig angegangen werden?

Nelles: Aufgrund der unterschiedlichen Betriebsgrößen, Organisationsformen und -strukturen wird der Handlungsbedarf in den Unternehmen sehr differenziert ausfallen. Aber für alle Betriebe gilt: Nur mit guten Fachkräften kann Qualität geschaffen werden. Gute Fachkräfte kann man aber nur an sich binden, wenn diese sich mit dem Unternehmen identifizieren und wertgeschätzt werden. Dazu sind gute Führung, Personalentwicklung und Unternehmenskultur erforderlich. Sind diese Werte im Unternehmen positiv besetzt, strahlt das auch auf andere Bereiche aus.

Was ist aus Ihrer Sicht an den Werkzeugen und den bislang erarbeiteten Erkenntnissen der Offensive in der jetzigen wirtschaftlichen Situation besonders nützlich?

Nelles: Aus meiner Sicht bieten die Offensive Mittelstand und die bereits vorliegenden Werkzeuge eine wesentliche Erkenntnis, die gerade in der jetzigen wirtschaftlichen Situation besondere Beachtung finden muss: Um die Unternehmenssituation und den Handlungsspielraum zu verbessern, benötigt man nicht unbedingt große finanzielle Ressourcen oder externe Berater. Man(n) oder Frau kann immer etwas machen. Es muss nur gewollt werden. Ich verstehe den Mittelstands-Check als Initialzündung, die eine Kettenreaktion im positiven Sinne auslösen kann.

Jörg Nierzwicki, BG RCI

 
Weitere Informationen

Offensive Mittelstand-Logo