Technik

Spektakuläre Betonbilder - made by Fabrino

Die Einsatzmöglichkeiten für Fotobeton sind nahezu unbegrenzt: Ob für extravagante Fassaden, als helfender Wegweiser, außergewöhnliche Werbung, spektakuläres Kunstwerk – Fotobeton zieht in jedem Fall die Aufmerksamkeit auf sich. Obwohl diese Art der Gestaltung keine Neuentwicklung ist, schreckten viele potenzielle Anwender bisher davor zurück: Kein gleichmäßiges Auswaschbild, unterschiedliche Farbgebungen und Fleckenbildungen waren weit verbreitete Probleme und führten nicht selten zu Regressforderungen. Einem Unternehmen aus dem Allgäu ist in Sachen Fotobeton nun der Durchbruch gelung­en.

Die Fabrino Produktionsgesellschaft mit Sitz in Aitrach hat ein unkompliziertes und bisher fehlerfreies Verfahren entwickelt, um Bilder auf Beton zu bringen. Zum Einsatz kommt ein sogenannter Waschbetonentaktiverer – in Fachkreisen auch Oberflächenverzögerer genannt.

Fabrino-Geschäftsführer Dr. Klaus Hörmann erklärt das Verfahren: „Der von uns entwickelte Waschbetonentaktiverer wird mit einem speziellen Druckverfahren auf eine Kunststofffolie aufgedruckt.“ Diese Folie wird anschließend in die saubere Betonschalung gegeben und verklebt. Dann wird der Vorsatzbeton eingefüllt, nach etwa einem Tag aus der Schalung entnommen und mit einem Wasserstrahl abgewaschen.

Referenzprojekte

„Dadurch wird die durch unseren Kontaktverzögerer zerstörte Zementmatrix abgespült und das Bild wird durch unterschiedlich tiefe Auswaschungen auf der Betonoberfläche sichtbar“, so Mitentwickler Bernd Reisacher. Das Verfahren ist so weit optimiert, dass nicht nur Schwarz-Weiß-Bilder abgebildet werden können, sondern auch Halbtonbilder. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt: So sind allein bei der Farbgebung und der Oberflächenstruktur viele Variationen möglich. Jüngste Referenzobjekte sind das Marienkrankenhaus in Hamburg und das Feuerwehrhaus in Köln.

Die Idee für Fotobeton stammt ursprünglich aus Frankreich. Erste Betonbilder waren dort bereits Anfang der 90er Jahre zu sehen. Das nun von Fabrino entwickelte Verfahren ist sehr komplex, deshalb liefert das Unternehmen das Produkt nur nach einer Beratung und Anwendungsschulung aus. Denn um einen optimalen Erfolg zu erzielen, müssen sämtliche Parameter stimmen. „Durch falsche Anwendung können zum Beispiel unregelmäßige Auswaschungen erzielt werden oder die Kantenbildung ist ungenau“, beschreibt Mitentwickler Dr. Martin Rockermaier zwei mögliche Fehler. Die Fehlerquellen sind sehr vielfältig. So kann etwa eine falsche Betonmischung die Ursache sein.

Mit Photobeton lassen sich spektakuläre Effekte erzielen. Das Foto zeigt die Fassade des Marienkrankenhauses in Hamburg.
Mit Photobeton lassen sich spektakuläre Effekte erzielen. Das Foto zeigt die Fassade des Marienkrankenhauses in Hamburg.

Viele Teilbilder

Der Bildgröße sind außer durch die Druckanlage für die Folie keine Grenzen gesetzt, allerdings: „Die Fotos sollten nach  unserer Erfahrung nicht größer als 1 mal 2 Meter sein“, so Reisacher. So haben sich bisher die besten Ergebnisse erzielen lassen. Die Beschränkung wird mit Teilbildern umgangen, die aneinander gekachelt werden. Das heißt, ein großes Bild wird einfach aus vielen kleinen Teilen zusammengesetzt.

Zielgruppe Betonfertigteilwerke

Als Zielgruppe für Imago, wie die Fotobetonfolie bei Fabrino heißt, hat das Unternehmen Betonfertigteilwerke, Betonwerksteinhersteller sowie Architekten im Visier. Die Kosten sind geringer als allgemein angenommen und der Preis pro Bild sinkt deutlich, wenn der Kunde mehrmals das gleiche Motiv in Auftrag gibt.

Auch Regierungschefs und Filmstars mit dem Wunsch nach einem außergewöhnlichen Abbild können potenzielle Kunden für Fotobeton sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Fotobeton die abgebildeten Personen überlebt, ist sehr hoch. „Wenn die Betonoberfläche imprägniert wird, ist das Foto auch noch in 100 Jahren zu sehen“, sagt Reisacher. Die Haltbarkeit hängt aber von vielen Faktoren ab, unter anderem vom verwendeten Beton und den Umwelteinflüssen. A propos Umwelt: Der Waschbetonentaktiverer ist laut Firmenangaben für die Umwelt unbedenklich. Selbst die Folien sind nach dem Reinigen wieder für einen Druck verwendbar.

Ob für extravagante Fassaden, als helfender Wegweiser, außergewöhnliche Werbung, spektakuläres Kunstwerk – Fotobeton zieht in jedem Fall die Aufmerksamkeit auf sich. Das Bild zeigt die Fassade der Feuerwache in Langenfeld.
Ob für extravagante Fassaden, als helfender Wegweiser, außergewöhnliche Werbung, spektakuläres Kunstwerk – Fotobeton zieht in jedem Fall die Aufmerksamkeit auf sich. Das Bild zeigt die Fassade der Feuerwache in Langenfeld.
 
Weitere Informationen

fabrino-Logo

Fabrino

Produktionsgesellschaft mbH & Co. KG

T +49 7565 94274 0

info@fabrino.eu

www.fabrino.eu