Industrienachrichten

Naturschutz und Industrie arbeiten zusammen

Die Förderung der biologischen Vielfalt in betriebenen und stillgelegten Abbaustätten und eine nachhaltige Renaturierung nach dem Rohstoffabbau sind wichtige Aufgaben des Industrieverbands Steine und Erden Baden-Württemberg (ISTE) und seiner Mitgliedsbetriebe. Der Verband engagiert sich deshalb in der Kampagne „Biodiversity and Business“, die von verschiedenen europäischen Partnern unter der Leitung des Global Nature Fund gestaltet wird. Die Kampagne will zeigen, dass sich Natur- und Artenschutz mit unternehmerischen Strategien vereinbaren lassen.

Die Steine und Erden-Industrie in Baden-Württemberg nimmt ihre Verantwortung für die biologische Vielfalt ernst. Deshalb haben der ISTE und der Naturschutzbund Deutschland, Landesverband Baden-Württemberg, bereits vor über zehn Jahren eine „Gemeinsame Erklärung zur Rohstoffnutzung in Baden-Württemberg“ herausgegeben, die bundesweit Vorbild war. Um diese Verantwortung in die Praxis umzusetzen, bietet der ISTE regelmäßige Fortbildungen über moderne Renaturierungs- und Rekultivierungsmethoden durch. Dabei arbeitete der Verband in diesem Jahr erstmals mit der Bodensee-Stiftung zusammen, die sich ebenfalls in der Kampagne „Biodiversity and Business“ engagiert.

Im Sommer wurden im Steinbruch Vohenbronnen in Schelklingen und im Kieswerk Durmersheim der nachhaltige Umgang mit den Schutzgütern Boden, Tiere und Pflanzen erläutert. „Biologische Vielfalt nicht als Hürde, sondern als Chance“ begreifen, riet Jochen Röder vom HeidelbergCement Technology Center und zeigte Wege, wie „Biodiversity and Business“ im Rohstoffabbau zusammen gehen können. Auch Manuel Sedlak, ISTE und Flächenagentur Baden-Württemberg GmbH, machte am Beispiel der Ökokonto-Verordnung deutlich, dass Biodiversität nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch von Bedeutung ist.

Dr. Michael Rademacher (HeidelbergCement, Rekultivierung und Naturschutz) erläutert Rekultivierungsprojekte. Ein Filmteam dokumentierte.
Dr. Michael Rademacher (HeidelbergCement, Rekultivierung und Naturschutz) erläutert Rekultivierungsprojekte. Ein Filmteam dokumentierte.

Marion Hammerl, Geschäftsführerin der Bodensee-Stiftung, betonte, dass die Steine und Erden-Industrie im Bereich der Förderung der Biodiversität schon heute eine Vorreiterrolle einnehme. Dieser Rolle wird der ISTE auch in Zukunft gerecht. Die NABU-ISTE-Erklärung wird derzeit fortgeschrieben. Die Schriftenreihe der Umweltberatung im ISTE und des Landesarbeitskreises „Forstliche Rekultivierung“ wird aktualisiert. Die Broschüre ist eine wichtige Arbeitsgrundlage für die Praxis.

Die Anleitung zur Rekultivierung konzentrierte sich bisher auf den Kiesabbau. Im Juli  zeigte der ISTE gemeinsam mit der Forstverwaltung bei einem Seminar, wie in einem Steinbruch die Theorie in die Praxis umgesetzt werden kann. Nach einer theoretischen Einführung am Vormittag nahmen über 60 Teilnehmer aus Unternehmen, Verwaltung und Naturschutz die praktische Umsetzung von Rekultivierungsmaßnahmen in der Abbaustätte der Firma Storz unter die Lupe.

 
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