Arbeitssicherheit | International

Großbritannien

Hohe Geldstrafe nach tödlichem Arbeitsunfall

Die britische Arbeitsschutzbehörde verhängte nach einem tödlichen Arbeitsunfall eine Geldbuße in Höhe von 280.000 Britischen Pfund gegen ein baustoffproduzierendes Unternehmen. Darüber hinaus wurde das Unternehmen zur Erstattung von rund 30.000 Pfund verpflichtet, die durch den Unfall anfielen.

Der Verunfallte war mit der Entnahme von Betonelementen zur Qualitätssicherung beauftragt. Während er sich herabbeugte, um Elemente aus der Umlaufanlage zu entnehmen, änderte ein Kollege die Laufrichtung der Transporteinrichtung; dabei war die Sicht auf den dadurch verletzten Mitarbeiter im Gefahrenbereich versperrt.

Bei der Unfalluntersuchung stellte die britische Behörde für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit, die Health and Safety Executive (HSE) fest, dass in der Gefährdungsbeurteilung lediglich das Risiko einer Fingerquetschung berücksichtigt worden war. In einer Stellungnahme machte die HSE deutlich, dass der Unfall bei einer angemessen durchgeführten Risikoanalyse hätte verhindert werden können.

Die Aufsichtsbehörde bemängelte das Fehlen eines geeigneten Entnahmesystems für Produktproben und die fehlende Aufsicht seitens des Unternehmens. Die Gefahr der Tätigkeit sei unter den Kollegen hinlänglich bekannt, der Verunfallte sei jedoch nach lediglich zwei Wochen im Werk nicht über die Gefährdung informiert gewesen.

Umlaufanlagen bergen erhebliche Risiken für die Mitarbeiter.
Umlaufanlagen bergen erhebliche Risiken für die Mitarbeiter.