Arbeitssicherheit

BG RCI unterstützt Lkw-Sicherheitsausstattungen

Eine durch den Aufprall und die nachrutschenden Betonfertigteile völlig zerstörte Fahrerkabine ließen dem Fahrer des Unfall-Lkw keine Chance. Er starb in seinem Fahrzeug auf einer Autobahn bei Feucht in Bayern. Zurück blieben seine Witwe und zwei Halbwaisen. Einer von vielen schweren Lkw-Auffahrunfällen in diesem Sommer, wie sie jeden Tag in den Meldungsspalten der Zeitungen zu finden sind. So stellt sich für die Aufsichtspersonen der BG RCI-Branche Baustoffe – Steine – Erden immer wieder die Frage, ob auch durch technische Hilfen künftig solche Tragödien zu verhindern sind.

Menschen sind keine Maschinen. Nach einem Arbeitsbeginn um 5 Uhr in der Früh kann trotz eingehaltener Pausen die Aufmerksamkeit am Nachmittag nachlassen. Eine kurze Unaufmerksamkeit reicht dann aus, dass die notwendige Reaktion zu spät kommt, wenn plötzlich ein nicht erwartetes Ereignis wie ein Stau auftritt.

Moderne Lastwagen mit Schalthilfen, Tempomat, guter Motordämmung, Brems-

kraftverstärker, Klimaanlage, Navigationsgerät, luftgefederten Sitzen und mehr machen aus der vor 50 Jahren knochenharten Arbeit einen angenehmen Arbeitsplatz. Es hat sich viel zum Guten verändert. Nur der nicht ständig aufmerksame Mensch ist der Gleiche geblieben, wie der Unfall zeigt.

Prämiensystem belohnt Verbesserung

Aber auch hier ist mittlerweile Unterstützung möglich. Fahrzeughersteller bieten inzwischen erprobte Fahrerassistenzsys­teme wie das Adaptive Cruise Control (ACC) zur Abstandsrege­lung an, die darauf achten, dass immer ein ausreichender Abstand zum Vorausfahrenden eingehalten wird. Intelligente Bremsassistenten (IBA)  errechnen aus der Differenzgeschwindigkeit zwischen einem voranfahrenden Fahrzeug (oder einem sich vor dem Fahrzeug befindenden Hindernis) laufend den in der Bremsanlage aufzubauenden Druck, welcher erforderlich ist, um im Notfall das Fahrzeug vor einem Aufprall zu bewahren. Bei Neufahrzeugen, die vorwiegend auf Autobahnen unterwegs sind, sollten diese und andere technische Verbesserungen unbedingt eingebaut werden.

Das Prämiensystem „Wer mehr tut, wird belohnt!“ der Branche Baustoffe - Steine - Erden der BG RCI bezuschusst den Einbau dieser lebensrettenden Fahrerassistenzsysteme mit bis zu 20 Prozent der Investitionssumme.

Wichtig ist auch, dass nur gesunde Fahrer ohne körperliche Gebrechen, wie nachlassendes Sehvermögen oder nicht erkannte Zuckerkrankheit, ein Fahrzeug lenken dürfen. Eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung zum Nachweis der Fahrtauglichkeit ist daher unabdingbar.             L

Georg Lenz, Jörg Nierzwicki, BG RCI

Unfallstelle
Moderne Fahrerassistenzsysteme helfen, Tragödien wie diese zu verhindern. Foto: „Der Bote“