Beutelbefüllung: geformt – gefüllt – verschlossen
Der Verpackungsmaschinenhersteller VAI und der Packfolien- und Papierhersteller Totalpack haben gemeinsam eine Technologie entwickelt, die es erstmals erlaubt, Papier automatisch von der Rolle in einer Form-, Füll- und Schließmaschine zu hermetisch verschlossenen Säcken zu verarbeiten, ohne dass zum Verschließen eine Vorrichtung zum Auftragen von Kleber oder zum Vernähen der Einfüllöffnung des Sackes notwendig ist. Bisher war dies nur bei Verwendung von Kunststofffolien möglich, nicht aber bei Papier.
Dadurch ergeben sich – vor allem im Gegensatz zum herkömmlichen Openmouth-, Ventilsack- oder anderen Verfahren – erhebliche Vorteile:
- Der Sack wird hermetisch verschlossen
- Nur eine Maschine wird eingesetzt, ohne dass für die einzelnen Arbeitschritte Personal benötigt wird. Je nach Nutzungsart kann die Maschine bis zu 24h autonom arbeiten.
- Der Papiersack kann nach der Nutzung dem Recycling zugeführt werden, er ist außerdem kompostierbar und biologisch abbaubar.
- Als reiner Papiersack und wegen des geringeren Gewichtes verursacht er weniger Entsorgungkosten (-15 bis-20 Prozent).
- Die Spule mit Papierhüllstoff beansprucht rund 40 Prozent weniger Lagerraum als vorgefertigte Papiersäcke.
- Das Bedrucken ist in hoher Qualität möglich, bis zu 8 Farben.
In der neuen Technologie verschmelzen die Vorteile der rationellen Form-Füll-Verschließtechnik mit der in verschiedenen Produktsektoren bestehenden Notwendigkeit der Verpackung in Papier. Sie kann z. B. eingesetzt werden für Sande, Kies, Getreide, Pellets aus Biomasse, Stroh oder Holz.
Auch bzgl. der Sackformate ist die Maschine flexibel. Es können Formate von 0,5 bis 1kg , aber auch bis 30kg hergestellt werden. Eine Auslegung für 50kg soll im nächsten Jahr zur Verfügung stehen. Und schließlich kann sie doppelte Sacklängen produzieren, und es gibt die Option der Anbringung verschiedener Arten von Tragesystemen an den Säcken.