Fitter Chef – gesunde Mitarbeiter

Der Führungsfaktor Gesundheit im Fokus des Forums protecT

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Gute Manager kalkulieren scharf – von Fall zu Fall auch mit ihrer eigenen Gesundheit. Welche Kosten zieht ein durch Stress und krankmachende Arbeitsweise verursachter Herzinfarkt nach sich, kostet er mich meine Vitalität, die Karriere? Ist es nicht auch hinsichtlich meiner Verantwortung für die Mitarbeiter besser, in eine umfassende Vorsorgeuntersuchung zu investieren, mich über Risikofaktoren aufklären zu lassen?

Antworten auf diese teilweise sehr persönlichen Fragen gibt die 7. Reihe des Forum protecT der Bergbau- und Steinbruchs-Berufsgenossenschaft unter dem Leitgedanken „Fitter Chef – gesunde Mitarbeiter“.

Ist der Chef dauerhaft überlastet, ausgebrannt, krankt auch das Unternehmen, bekommen die Mitarbeiter die Auswirkungen zu spüren. Klingt nach einer Binsenweisheit, kann aber weitreichende Folgen für den Erfolg einer Firma haben. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie der jetzigen Finanzkrise nimmt der psychomentale Druck nicht nur auf leitende Mitarbeiter zu.

Führungsfaktor „Gesundheit“

Dabei ist gerade der „Führungsfaktor Gesundheit“, über den Psychologin Katrin Matyssek sprechen wird, ein wesentlicher Baustein, um den immer härter werdenden Wettbewerb bestehen zu können. Verantwortlich Beschäftigte müssen und dürfen in einem ersten Schritt auf sich selbst acht geben, dann werden sie auch offen sein für die Probleme der anderen. „Es sind die kleinen Dinge, die zählen: Aufmerksam sein, danke sagen, freundlich sein, den Mitarbeiter als Menschen wahrnehmen“, sagt Matyssek.

Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, wenn ein Gesundheitscheck für Menschen in Führungspositionen mehr sein sollte, als eine Ansammlung medizinischer Untersuchungsverfahren. Ludger Ciré ist als leitender Arzt mitverantwortlich für das Programm Prevent. Als Spezialist für Präventivmedizin des Instituts für Arbeits- und Sozialhygiene wird der Mediziner darüber sprechen, wie beispielsweise Herz-Kreislauf- und Lungen-Check-ups nachhaltig eingesetzt werden können. „Klinische Maximaldiagnostik geht am Ziel vorbei, da es sich bei Führungskräften in der Regel um gesunde Personen handelt und manifeste Krankheiten weitaus seltener sind als Risikofaktoren und psychovegetative Beschwerden“, hat Cirés Team festgestellt.

Während des Forums protecT bieten Arbeitsmediziner der BBG.StBG Check-up-Workshops zu diesen Problemstellungen an. Drei Check-up-Stationen „Ge-sundheit selbst erleben“ zu den Themen Rücken, Herz-Kreislauf und Lunge stehen bereit. „Trotz Stress gelassen und fit“ Verhaltensprävention zum Selbstschutz heißt ein Angebot der StBG-Psychologin Nicole Jansen.

Wie motiviere ich mich selbst?

Es kostet Kraft, sich diese Belastungsmomente im Alltag einzugestehen, sie zu kommunizieren. Dennoch hat sich ein Unternehmer bereit erklärt, über sein plötzliches Ausfallen als Führungskraft und die daraus resultierenden Konsequenzen zu berichten. Diese authentischen Erfahrungen schärfen den Blick der Teilnehmer des Forums protecT auf die eigene Situation.

Generell gilt, dass eine Gesundheitsuntersuchung jedoch nicht zur Verhaltensänderung führt. „Wenn viel Geld in aufwendige Diagnostik investiert wird, muss man auch einen Schritt weiter denken. Wie soll eine Verhaltensänderung zur gesundheitsgerechterem Verhalten eingeleitet werden?“ fragt Detlef Hollmann von der Bertelsmann Stiftung in seinem Beitrag.

Eine mögliche Antwort darauf kann praktisch der Workshop „Wie überwinde ich meinen inneren Schweinehund?“ geben: eine konkrete Hilfe zur Beseitigung der eigenen Barrieren für die mangelnde Umsetzung gesundheitsförderlicher Vorsätze.

Wie motiviere ich meine Mitarbeiter?

Ein Unternehmen mit einer guten Gesundheitskultur, also mit gesunden, motivierten Mitarbeitern, hat letztendlich in der aktuellen Wirtschaftskrise ein dickes Plus auf seiner Seite. Wie diese Kultur zu erreichen ist, können sicher Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender der Wintershall Holding, und Personalmanager Hans-Georg Klaus (Atlas Copco) mit ihren Beiträgen beantworten.

Moderiert wird das Forum und die abschließende Podiumsdiskussion in bewährter Weise von Medienprofi Alexander Niemetz.

Einen Hingucker bietet die BBG.StBG in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung im Tagungshotel in Bad Wildungen auch noch: Das begehbare, 20 Meter lange Modell eines Darms bietet einen ungewohnten Blick von innen auf die Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge.

Termine:

24 und 25. November 2009 sowie
3. und 4. Februar 2010
im Hotel Maritim in Bad Wildungen.

Kontakt:

Für alle Fragen im Zusammenhang mit dem Forum stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Nicole Stegen, Tel: (05 11) 72 57-972
Susanne Arnemann, Tel: (05 11) 72 57-751
Fax: (05 11) 72 57-791

Weitere Informationen und das Anmeldeformular als PDF gibt es auf der Startseite von www.stbg.de

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