Sandvik DPi – neue Bohrgeräte für die Steine und Erden-Industrie
Im Juni 2008 stellte Sandvik seine neuen Bohrgeräte der Reihe DPi einem internationalen Fachpublikum im praktischen Einsatz vor. In einem gerade aufgeschlossenen Tagebau der Talvivaara Mining Company Ltd. bei Sotcamo nordöstlich von Helsinki boten sich optimale Voraussetzungen. Hier betreibt Talvivaara Mining mehrere Bohrgeräte vom Typ DPi seit einigen Monaten im täglichen Dauereinsatz.
Sandvik deckt mit fünf Modellen der Typenreihe DPi die weltweit üblichen Bohrlochdurchmesser von 76 – 152 mm ab. Die Geräte sind mit Außenlochhammer ausgerüstet.
- DP800i - Bohrlochdurchmesser: 76 - 127 mm
- DP900i - Bohrlochdurchmesser: 89 – 127 mm
- DP1100i - Bohrlochdurchmesser: 89 – 140 mm
- DP1500i -Bohrlochdurchmesser: 89 – 152 mm
- DP1524i - Bohrlochdurchmesser: 89 – 152 mm, mit starrem Ausleger
Die neue innovative Maschinenkonzeption gibt dem Kunden alle Informationen für eine effiziente und kostenoptimierte Gewinnung von Gestein wie z.B. Angaben zu Bohrmetern, Bohrlochdurchmesser, Betriebsstunden, Kraftstoffverbrauch, notwendige Wartungsarbeiten erlauben eine optimale Einsatzplanung und vermeidet unerwünschte Fehlzeiten.
Zukunftweisende Bedienungskonzeption
Mit den auf dem Bildschirm angezeigten Daten kann der Maschinenführer den Betrieb des Bohrgerätes überwachen. Es sind verschiedene übersichtlichen Darstellungen verfügbar.
Sandvik hat die auf CANBUS basierenden Steuerung in sechsjähriger Entwicklungsarbeit nach umfangreichen Tests zu einem zuverlässigen „Herz“ der Bohrgeräte entwickelt.
Die Bedienung der Maschine erfolgt mit den in die Armlehnen integrierten Joysticks. Alle eingestellten Maschinenparameter werden angezeigt und können gespeichert werden. Maschineneinstellungen ausgeführter Jobs sind so dokumentiert und können im Bedarfsfall zur erneuten Nutzung abgerufen werden.
Für einige Gesteine sind typische Bohrparameter von Sandvik voreingestellt, um vom Anwender auf seine Bedürfnisse angepasst zu werden. Wichtig ist dies für die Parameter, die den Bohrfortschritt beeinflussen.
Bei der Abbauplanung mit anderen Systemen ermittelte Bohrlochparameter können auch per Datenübertragung zum Bohrgerät übermittelt und unmittelbar in Jobs umgesetzt werden.
Hohe Stabilität für maximale Sicherheit
DPi-Bohrgeräte können leicht umgesetzt und gedreht werden. Das breite Raupenfahrwerk und die Lage des Geräteschwerpunktes sorgen für eine gute Stabilität.
DPi-Bohrgeräte sind mit einem Stauberfassungssystem mit Filter ausgestattet, das auch in den Phasen der automatischen Filterreinigung die Staubemissionen vermindert.
Hohen Umweltanforderungen wird auch der geringe Kraftstoffverbrauch, Drehzahlüberwachung und die Überwachung des Gebläse des Ölkühlers gerecht.
Neu gestaltete Kabine mit hohem Bedienungskomfort
Mit der Umsetzung der internationalen Standards ROPS/ FOPS erfüllt die Kabine die Internationalen Regelwerke an die Stabilität der Konstruktion. Sandvik gibt an, dass durch die Neukonstruktion der Geräuschpegel um ca. 3dB gegen über den Vormodellen reduziert werden konnte – und dies trotz der Glasflächen, die eine gute blendfreie Sicht auf Bohrgestängen, Lafette und Arbeitsumfeld erlauben.
Klimatisierung und gefilterten Belüftung der Kabine ist selbstverständlich.
Hohe Wartungsfreundlichkeit
Überwachte Kühlgebläse und Ölkühler sollen die Leistungsfähigkeit der Maschinen gewährleisten. Durch entsprechende Anordnung und schwenkbare Motorabdeckungen ist es möglich geworden, die Komponenten zur Wartung vom Boden aus ohne Einsatz von Hilfsmitteln zu erreichen.
Der tägliche Gerätecheck wird durch ein Diagnosesystem erleichtert, das notwendige Wartungsmaßnahmen mit Prioritäten anzeigt.
Simulator unterstütztes Training
Mit der Markteinführung der DPi-Serie stellt Sandvik auch ein neues, zukunftweisendes Ausbildungskonzept für Maschinenführer dieser Bohrgeräte vor: Simulator unterstütztes Training.
Bei der Präsentation der Bohrgerät bei Talvivaara Mining konnten sich die Teilnehmer von Funktionalität des Simulators und der Wirksamkeit des Konzeptes über zeugen, das umfassende Übungen mit modernsten Methoden angepasst an Anforderungen des Kunden ermöglicht. Das Konzept wurde in Finnland mit Einrichtungen der Erwachsenenbildung entwickelt. Bei Talvivaara Mining werden seit einigen Monaten Bohrmaschinisten auf einen Simulator erfolgreich geschult und auf ihre Tätigkeit vorbereitet.
Alle Einsatzfälle der Praxis können dem angehenden Maschinisten zur Ausführung aufgegeben und deren Umsetzung durch den Ausbilder anhand der im System abgelegten optimalen Lösung bewertet werden. Verbesserungen des Bedienungsverhaltens gelingen durch wiederholtes Üben mit dem Simulator in einem praxisnahem Umfeld ohne die sonst bestehenden Risiken und Betriebsgefahren.
Sandvik erwartet, dass die am Simulator ausgebildeten Mitarbeiter die DPi- Bohrgeräte im praktischen Einsatz schneller, routiniert und sicher bedienen können. Diesen Nutzen bestätigten Mitarbeiter von Talvivaara Mining.
Sandvik will dieses Konzept zukünftig mit einer validierten Version allen Kunden als zentrales Element der Ausbildung von Maschinisten für DPi-Bohrgeräte anbieten.