Rohrdorfer Betonwerke: Fünf Jahre RBW und Produktionserweiterung  mit „Tag der offenen Tür“ gefeiert

Am 14. Juni 2008 feierte die RBW Rohrdorfer Betonwerke ihr fünfjähriges Firmenjubiläum und die Einweihung der neuen Produktionshalle in Zeilarn mit einem „Tag der offenen Tür“. Ludwig Nickel, der Geschäftsführer, begrüßte im Rahmen einer Feierstunde den örtlichen Bundestagsabgeordneten Max Straubinger, die Landrätin des Landkreises Rottal-Inn, Bruni Mayer, sowie den 1. Bürgermeister der Gemeinde Zeilarn, Ludwig Matzeder.

Geschäftsführer Nickel zog in einer kurzen Rede eine Bilanz der letzten fünf Jahre. Die Firma RBW, die aus einem Zusammenschluss der Firmen Dorn und Schlagmann hervorgegangen ist, blickt auf eine zeitweise wirtschaftlich problematische Vergangenheit zurück. So war die Schließung mehrerer Standorte in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld notwendig. Um so erfreulicher sei es, dass man sich nun zu einem Ausbau der vollautomatischen Elementdeckenproduktion in Lanhofen entschlossen habe.

Im Rahmen der Umbauarbeiten wurde die Werkshalle von 70 auf 111 m verlängert, um zukünftig auch Elementdeckenbalkone automatisch fertigen zu können. Gleichzeitig wurde die Richtschneidanlage für die Betonstahlverarbeitung komplett erneuert. In seinem Ausblick bedauerte er, dass durch die Kürzung der Eigenheimzulage der Ein- und Zweifamilienhausbau im Einzugsbereich der Firma sehr stark zurückgegangen sei. Er verlieh trotzdem seiner Hoffnung Ausdruck, dass man nun durch die schlankere und optimierte Produktion zukunftsfähig sei.

Der Bürgermeister der Gemeinde Zeilarn verwies in seinem Grußwort darauf, dass durch die Verwendung des Gyro-Shake-Verfahrens die Geräuschemis-sionen, die von der Anlage ausgehen, so weit abgesenkt werden konnten, dass nun auch ein Dreischichtbetrieb möglich ist, obwohl die Wohnbebauung relativ nahe an das Werksgelände heranreicht. Selbstverständlich wünschte er der RBW erfolgreiche Geschäfte und verlieh seiner Hoffnung auf Gewerbesteuereinnahmen Ausdruck.

Die Landrätin des Landkreises Rottal-Inn verwies in ihrer launigen Grußbotschaft darauf, dass Sparen nicht alles sei. Bruni Mayer bedauerte sehr den Wegfall der Eigenheimzulage, die viele Firmen der Baubranche in arge Bedrängnis gebracht hätte. Das Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes sei in ihren Augen weniger wichtig als die Notwendigkeit, in einem strukturschwachen Raum wie dem Landkreis Rottal-Inn Anreize zu setzen, um die verbliebene Wirtschaft mit Aufträgen am Leben zu erhalten.

Der Bundestagsabgeordnete Straubinger verwies in seiner Grußbotschaft darauf, dass weder der Staat noch Landkreise oder Gemeinden über ihre Verhältnisse leben dürften. Er verwies aber auch darauf, dass der Staat nach wie vor in Infrastrukturmaßnahmen, wie zum Beispiel Straßenbau, investieren würde, die auch Firmen wie der RBW zugute kämen.

Nach den Festansprachen wurde die Produktion feierlich eingeweiht und kirchlich gesegnet. Anschließend feierte die gesamte Belegschaft mit Freunden, Geschäftspartnern und Nachbarn den „Tag der offenen Tür“ mit einem Festmahl, Torwandschießen, einer Hüpfburg, der Besichtigung der Produktion und einer Ausstellung der Produkte des zum Konzernverbund gehörenden Betonwerks Linden. Die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft beteiligte sich mit dem Fahrsimulator sowie der Lärmpyramide an diesem gelungenen „Tag der offenen Tür“.

Dr. Hansmartin Reimann, StBG

Die Firmenleitung mit ihren Ehrengästen
Die Firmenleitung mit ihren Ehrengästen
Produktion in Lanhofen
Produktion in Lanhofen
Der Fahrsimulator der StBG war ständig umlagert
Der Fahrsimulator der StBG war ständig umlagert
Die Halle wurde auf 111 m verlängert
Die Halle wurde auf 111 m verlängert