50 Stunden unter Wasser

Für die fugenlosen Herstellung einer 40 x 90 m großen Unterwasser-Betonsohle förderte die größte Autobetonpumpe Österreichs, eine Putzmeister BSF 63-5.20 H von Asamer & Hufnagl (Ohlsdorf), ohne Unterbrechung 3.300 m³ Beton. Taucher begleiteten den zwei Tage dauernden Einsatz.

Unmittelbar am Donauufer erweitert die Stadt Linz mit einem Neubau das ARS Electronica Center, bekannt auch als „Museum der Zukunft“. Generalunternehmer ist die STRABAG AG. Die Bauarbeiten am rund 30-Millionen-Euro- Projekt begannen im Frühjahr 2007, die Fertigstellung ist für Ende 2008 geplant.

Nach aufwändiger Sicherung der Baugrube mit Spundwänden,Bohrpfählen und Rückverankerung erfolgten die Arbeiten an der Bodenplatte vier bis fünf Meter tief im Grundwasser. Denn das Fundament des Neubaus liegt deutlich tiefer als der Donau-Wasserspiegel. Um die 40 m x 90 m große Unterwasser-Betonsohle gegen die Wasserauftriebskräfte zu sichern, wurden rund 250 Zuganker 7,5 m tief in den Boden getrieben.

Die insgesamt 3.330 m³ Unterwasserbeton für die ca. 1,2 m mächtige Bodenplatte lieferte das Mischwerk Linz von Asamer & Hufnagl. Den Betoneinbau übernahm eine Großmastpumpe BSF 63-5.20 H, die größte und leistungsfähigste Autobetonpumpe der Asamer & Hufnagl-Flotte. Um Arbeitsfugen zu vermeiden war es wichtig, dass in einem Arbeitsgang und möglichst von einem Standort aus betoniert wurde. Dabei handelte es sich um einen C25/30 (B10) mit 32 mm Größtkorn und 60 bis 65 mm Ausbreitmaß. Vor dem Pumpen überwachte ein Labortechniker das Einhalten der vorgeschriebenen Grenzwerte für Beton-Ausbreitmaß, -Temperatur und W/Z-Wert.

Der Endschlauch der M 63-Großmastpumpe mündete in einem Fallrohr, das unter Wasser ca. 40-50 cm im sich aufbauenden Beton eingetaucht blieb. Durch das große Ausbreitmaß war gewährleistet, dass sich der Unterwasserbeton gleichmäßig verteilte. Sobald über Lot- und Lasermessungen ein bestimmter Anstieg der Betonsohle unter Wasser ermittelt war, schwenkte der Betonpumpen-maschinist seinen Mast einige Meter weiter und der Aufbau des Betonniveaus begann erneut. An komplizierten Stelle wie den Eckanschlüssen und im Bereich der Unterwasserschalungen setzten Taucher das Fallrohr exakt in Position.

Das kontinuierliche Betonieren wurde noch dadurch unterstützt, dass grundsätzlich zwei Fahrmischer – zeitlich versetzt - den Trichter der Autobetonpumpe beschickten. Insgesamt hatte Asamer & Hufnagl 15 Mischerfahrzeuge bei der 50-stündigen Großbetonage im Einsatz. Dabei wechselten sich die beiden Maschinisten Alois Edlinger und sein Kollege Mario Strasser an der Funkfernsteuerung ab. Ob er Verbesserungsvorschläge habe, die Putzmeister am M 63 umsetzen sollte, haben wir Pumpenfahrer Edlinger gefragt. Seine Antwort war eindeutig: „Da foilt ma nix ei – a Spitzngrät!“

www.putzmeister.de

Von einem Standort aus betoniert die PM-Großmastpumpe M 63-5.20 H die riesige Bodenplatte unter Wasser
Von einem Standort aus betoniert die PM-Großmastpumpe M 63-5.20 H die riesige Bodenplatte unter Wasser