Überlebenswichtig: Sicherheit von Funkfernsteuerungen

Funkfernsteuerungen setzen sich für zahlreiche Anwendungen zunehmend durch: In der Bauwirtschaft werden mit ihnen beispielsweise Krane, Bagger und Baumaschinen aller Art sicher und zuverlässig bedient. Sie erst ermöglichen, dass Menschen außerhalb von Gefahrbereichen ihre Maschine sicher und zuverlässig bedienen können. Doch wie sicher ist Fernsteuerung selbst? Besteht die Gefahr, dass sich die ferngesteuerte Maschine urplötzlich ungewollt in Bewegung setzt?

Ein wesentliches Kriterium bei Auswahl einer Funkfernsteuerung stellt daher ihre Sicherheit dar. Das bedeutet, dass sie die Funksignale aller Sender in ihrem Empfangsbereich zuverlässig ignorieren muss und nur sichere Daten übermitteln und empfangen darf. Zudem muss sie beim Ausfall eines Bauteiles selbst sicher abschalten.

Optional bietet sich die Möglichkeit, bei über Funk ferngesteuerten unbemannten Maschinen auch den Bediener selbst zu überwachen. Hierbei bringt die Funkfernsteuerung die Maschine selbsttätig in den sicheren Zustand, wenn der Bediener beispielsweise durch einen Sturz nicht mehr aktionsfähig ist. Ein weiteres Sicherheitsmerkmal verbirgt sich hinter dem Schutz vor der so genannten „passiven Unachtsamkeit“. Denn die Fernsteuerung fordert vom Maschinenführer regelmäßig eine aktive Anwesensheits-Bestätigung durch Drücken einer Taste ab. Bleibt die aus, weil der Maschinenführer vielleicht gerade abgelenkt ist, so geht auch hier die Maschine in den sicheren Zustand.

Gross-Funk setzte von Anfang an auf die Digitaltechnik. Denn nur sie bietet unbegrenzte Möglichkeiten, gesendete und empfangene Signale zu verschlüsseln. Damit ist jede der Funkfernsteuerungen gewissermaßen ein Unikat, das von keinem anderen Gerät angesteuert werden kann.

Sichere Übertragung mit GROCOM 128

Dazu entwickelte das Unternehmen das Sicherheits-Übertragungsverfahren GROCOM 128: Es codiert die Befehlsdaten vor ihrer Übertragung zum Empfänger so, dass er eindeutig erkennen kann, ob sie auf dem Funkweg durch etwaige Übertragungsstörungen verändert wurden. Durch eine 16stellige Adresse erkennt der Empfänger, dass die ankommenden Daten für ihn bestimmt sind. Nur dieses selbst prüfende Übertragungsverfahren kann sicherstellen, dass der Empfänger das übermittelte Telegramm als zuverlässig und richtig erkennt.

Passiv-Not-Stop und Nullstellungsüberwachung

Diese Sicherheitsfunktion greift dann, wenn der Empfänger das vom Sender zyklisch ausgestrahlte Signal nicht mehr empfängt. Dies kann geschehen, weil möglicherweise ein Sender-Ausfall durch einen entladenen Akku auftritt, oder weil Sende- und Empfangsteil zu weit voneinander entfernt sind. In diesen Fällen wird die Maschine abgeschaltet. Das System geht automatisch in den sicheren Zustand, wenn der Empfänger länger als 0,5 Sekunden kein klares Signal erhalten hat.

Weitere Sicherheitsfunktionen bieten den Schutz vor ungewolltem und unverhofften Wiederanlauf, wenn der Empfänger plötzlich wieder ein Signal erhält: Die für diesen Fall verantwortliche Nullstellungsüberwachung des Empfängers sorgt dafür, dass die Maschine erst nach erneuter Aktivierung einer Bedienfunktion wieder anläuft.

Diese Nullstellungsüberwachung ist auch im Sender vorhanden. Dort sorgt sie dafür, dass nicht sofort und für den Bediener überraschend eine Funktion ausgeführt wird, wenn beispielsweise bereits beim Einschalten des Senders eine Taste hängt, Sollte nun trotz aller Sicherheitsvorkehrungen einmal ein Fehler auftreten, so ist sichergestellt, dass er keinen Schaden für Mensch und Maschine verursachen kann. Dafür sorgt als übergeordnete Instanz der Passiv-Not-Stop-Kreis: Tritt ein Fehler auf, klebt beispielsweise ein Relais, so kann dennoch die Maschine jederzeit sicher abgeschaltet werden. Natürlich ist auch ein aktiver Not-Stop vorhanden. Damit kann der Bediener seine Maschine sofort in den sicheren Zustand bringen, wenn er eine Gefahrensituation erkennt.

Hard- und Softwaresicherheit durch aktives redundantes System

Alle Gross-Funkfernsteuerungen sind mit einem aktiven, redundanten System ausgestattet. Dies bedeutet, dass stets zwei Schaltkreise parallel arbeiten. So ist die gesamte Steuer- und Auswerteelektronik doppelt ausgeführt und ein Kreis kann den Anderen überwachen.

Bei Störungen jedweder Art schalten die Gross-Funkfernsteuerungen nicht einfach nur ab, sondern steuern automatisch einen sicheren Zustand an. Das bedeutet, dass alle Befehle mit einer Beschreibung hinterlegt sind, was das Funkfernsteuerungs-System im Falle eines wie auch immer gearteten Fehlers ausführen muss. So wird sicher verhindert, dass sich gesteuerte Maschinen wie beispielsweise ein Kran plötzlich verselbständigen.

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Gross-Funk-Fernsteuerung
Jede Gross-Funk-Fernsteuerung wird auf ihre Ausfallsicherheit geprüft