Bell Equipment: Quantensprung durchs Nadelöhr

Schicker Hartsteinwerke modernisieren Transportkette im Werk Rugendorf.

Bei der Modernisierung ihrer Transportkette im Werk Rugendorf entschieden sich die Schicker Hartsteinwerke für den Ersatz zweier starrer Vierzigtonner durch einen Bell B50D. Der Einsatz im oberfränkischen Diabas, geprägt durch lange Umlaufdistanzen mit großen Höhenunterschieden, ist eine weitere wichtige Hartstein-Referenz für den 6x6-Fünfzigtonner.

Seit über 40 Jahren wird in Rugendorf bei Stadtsteinach Diabas abgebaut. Mit heute insgesamt fünf Betrieben liefert die mittelständische Unternehmensgruppe der Schicker Hartsteinwerke die gesamte Bandbreite an Zuschlagstoffen für den Beton- und Asphaltbau, qualifizierte Mineralgemische sowie hochwertige Schotter und Wasserbausteine in den oberfränkischen Raum.

Der Abbau im 15 ha großen Steinbruch bei Rugendorf erfolgt im Sprengverfahren auf derzeit fünf aktiven Sohlen, die Aufbereitung erreicht in voller Auslastung eine Leistung von 250 t/h. Derzeit produzieren fünf Mitarbeiter im knapp zehnmonatigen Einschichtbetrieb rund 240.000 Tonnen hochwertiger Splitte und Schotter pro Jahr.

Charakteristisch für die Rugendorfer Produktion sind die langen Transportwege zwischen Abbaustelle und Vorbrecher. Bis zu 4000 m betragen die Umläufe, wobei die Fahrzeuge 120 Höhenmeter mit maximalen Steigungen von 20 Prozent zu überwinden haben. Zusätzlich erschweren schmale Fahrwege und enge Kurven den Transport.

Bislang wurden für den Zwischentransport zwei 40-t-Starrrahmenkipper eingesetzt, die hinsichtlich Transportleistung und Zuverlässigkeit zwar ausreichten, gerade auf den anspruchsvollen Fahrwegen in Rugendorf aber immer wieder für spektakuläre „Ausfälle“ sorgten.

Beim Ersatz der betagten 4x4 stand deshalb vor allem auch der sichere Fahrbetrieb auf den zudem noch stark witterungsanfälligen, unbefestigten Transportwegen im Vordergrund. Systembedingt boten sich knickgelenkte 6x6-Mulden an, wobei ein bloßer Fahrzeugtausch innerhalb der vergleichbaren 40-Tonnen-Nutzlastklasse allerdings nur begrenzte Vorteile bei Personal- und Betriebskosten gebracht hätte.

Nach eingehenden Tests in Zusammenarbeit mit dem regionalen Bell-Partner BIV Bau- und Industriegeräte in Bindlach entschieden sich die Schicker-Verantwortlichen dann für die „große Lösung“ des Bell B50D. Als einziger 6x6-Fünfzigtonner passt das Bell-Flaggschiff selbst im Solobetrieb exakt in die Rugendorfer Transportkette. Verantwortlich dafür sind insbesondere die gegenüber den bisherigen 4x4-Oldies um Klassen besseren Fahrleistungen, die den nominellen Nutzlast-Nachteil von knapp 25 Tonnen pro Fuhre mit deutlich schnelleren und damit mehr Umläufen pro Stunde kompensieren. Tatsächlich sind jetzt pro Stunde maximal sechs Fahrten erforderlich, um die Rugendorfer Aufbereitung voll auszulasten.

Hinzu kommen deutlich kürzere Rangierzeiten an Haufwerk und Vorbrecher, wobei sich die breite, niedrig bauende Mulde mit automatischer Heckklappe (Volumen 2:1: ca. 30 m³; Ladehöhe: 3,39 m) schnell beladen und dank Rückfahrkamera und frei programmierbarer Kippwinkelbegrenzung (max. 70°) zügig und sicher am Brecherhaus abkippen lässt.

Aber auch beim Fahrkomfort und in der Bedienung: Nicht nur hinsichtlich Innengeräusch, Vibration und Übersichtlichkeit fährt der Bell B50D in einer anderen Klasse, er besitzt bereits auch das neue Bell-Cockpit, das mit überarbeiteten Instrumenten, klar lesbaren Anzeigen und vielfältig abrufbaren Status-Infos die Arbeit deutlich erleichtert. Über die installierte Bell Fleetmatic können zudem jederzeit die Betriebsdaten des Bell B50D auch in seinem rund 7 Kilometer entfernten Hauptbüro abgerufen werden. Das schafft Sicherheit bei der nun einzig verbliebenen aktiven Transportmaschine.

www.bellequipment.de

Dank niedriger Ladehöhe ergänzt der Bell B50D die vorhandenen Lademaschinen im Werk Rugendorf optimal
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Im neuen Bell-Fahrerhaus hat der Fahrer alles im Griff und dank eingebauter Rückraumkamera auch alles im Blick
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Im Solobetrieb ohne Gegenverkehr erreicht der Fünfzigtonner schnelle Umlaufzeiten selbst auf engsten Fahrwegen
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