Transportbetonindustrie rechnet mit leichtem Zuwachs im laufenden Jahr

Die seit einem Jahrzehnt andauernde Talfahrt der Transportbetonindustrie im Sog der Bauwirtschaft hat nach den Erkenntnissen des Bundesverbandes der Deutschen Transportbetonindustrie (BTB) im Jahr 2005 ihren Tiefpunkt erreicht. Im laufenden Jahr rechnet die Branche wieder mit einem leichten Zuwachs von Produktion und Umsatz. Die Frühindikatoren Baugenehmigungen und Auftragseingänge signalisierten jedoch regional weiterhin sehr unterschiedliche Entwicklungen.

Während vor allem in Süddeutschland deutliche Zuwächse erwartet werden, verlaufe die Entwicklung im Osten Deutschlands weiterhin sehr schwach und auch der Nordwesten könne nur mit einer Stabilisierung oder leichten Zuwächsen rechnen. Für das kommende Jahr rechnet der Verband nach dem Auslaufen der Vorzieheffekte aus dem Wegfall der Eigenheimzulage mit einem erneuten Rückgang im Wohnungsbau, während sich der gewerbliche und öffentliche Hoch- und Tiefbau auch in 2007 positiv entwickeln dürften.

Sorgen bereitet der Transportbetonindustrie die Auswirkung der Mehrwert-steueranhebung um 3 % ab 1. Januar 2007, die für öffentliche Investoren und private Bauherren ohne Möglichkeit des Vorsteuerabzugs wie eine Investitionskürzung/ Verteuerung wirke. Auch die Eckpunkte zur Unternehmenssteuerreform werden sich – insbesondere im Hinblick auf die Wirkung der angedachten Maßnahmen zur Gegenfinanzierung - negativ auf die Unternehmen der Transportbetonindustrie auswirken. Dr. Erwin Kern, Präsident des Bundesverbandes Transportbeton: „Zwar begrüßen wir eine Absenkung der Gesamtsteuerbelastung, eine Gegenfinanzierung in der Form, dass beispielsweise Fremdfinanzierungszinsen dem Gewinn hinzuzurechnen sind, führt aber im Ergebnis zu einer Substanzbesteuerung, die das in den Jahren der Rezession ohnehin angegriffene Eigenkapital vieler Transportbetonunternehmen gefährdet.“

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