Natursteingewinnung und Tourismus – eine Hand wäscht die andere

Schon im zweiten Jahr veranstalteten die „STEINreichen 5“ – dahinter verbergen sich die  Gemeinden Treuchtlingen, Pappenheim, Solnhofen, Mörnsheim und Langenaltheim– ein Erlebniswochenende. Hierbei standen sowohl die malerische Landschaft des Altmühltals als auch die ansässige Steinindustrie im Mittelpunkt. Durch gemeinsame Veranstaltungen versuchen die Gemeinden sowohl den Tourismus als auch die Natursteinbranche zu unterstützen. Der Einladung folgten etwa 5000 Interessierte und viele Vertreter aus der Politik.

Diesmal fanden die Erlebnistage auf dem Gelände unseres Mitgliedsbetriebes Franken-Schotter GmbH & Co KG  in Dietfurt, Mittelfranken, statt. Das Unternehmen verfügt über eines der größten Steinvorkommen der Region. Auf dem 130 ha großen Areal werden Jura-Kalk-stein, bekannt als „Treuchtlinger Marmor“, und Dolomit gewonnen.

Den Besuchern bot sich ein buntes Veranstaltungsprogramm mit Livemusik, Tombola und Steinreiche-5-Olympiade. Für die Bewirtung sorgte die Freiwillige Feuerwehr Treuchtlingen. An verschiedenen Verkaufsständen wurden Steinerzeugnisse ausgestellt. Die Gemeinden informierten die Besucher über die touristischen Angebote der Region.

Die Publikumsmagnete der Veranstaltung waren natürlich der Steinbruch und der Maschinenpark des Unternehmens. Die Besucher konnten die Gewinnung des Jura-Kalksteins miterleben. In einem abgeteilten Bruchfeld waren Bohr-, Spaltgerät und Lader im Einsatz. Während eines Rundganges in dem riesigen Areal konnten die interessierten Besucher die Abläufe vom Steinbruch über den Brecher bis hin zu den Rekultivierungsflächen kennenlernen.

Die Mitarbeiter von Franken-Schotter erklärten anschaulich Betriebsabläufe von der Steingewinnung bis zur Weiterverarbeitung, erläuterten technische Daten und beantworteten alle Fragen rund um den Stein. Der gigantische Fuhrpark hatte es den Besuchern angetan. Nicht nur die Kinder kletterten begeistert auf die mächtigen Muldenkipper und Radlader. Besonders glücklich waren diejenigen, die eine Geländefahrt mit dem Muldenkipper gewannen.

Die Veranstaltung verband in gelungener Weise die touristischen Interessen der Region mit denen der Steinindustrie.

Dipl.-Ing. Martin Böttcher, StBG

Ein Bohrgerät beim Abbohren der Blöcke
Ein Bohrgerät beim Abbohren der Blöcke