Forum Miro in Würzburg

Vom 12. – 14. September 2006 fand das Forum MIRO, die Fachtagung des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe e.V., im Maritim Hotel in Würzburg statt. Im Foyer des Congress Centers begleitete eine Ausstellung, auf der die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft mit einem Stand vertreten war, die Veranstaltung.

Ein wichtiges Thema der Tagung bildete der Arbeitsschutz. So ehrte Rudi Bretschneider in seiner Funktion als Mitglied im Präsidiums des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe e.V. gleich zu Beginn der Veranstaltung die Sieger des Arbeitssicherheitswettbewerbes. Aus den Reihen der Natursteinunternehmen belegte das Werk Dietrichsberg unseres Mitgliedsunternehmens Rhönbasalt Vacha GmbH den ersten Platz und erhielt die goldene Urkunde.

Aus der Sparte der Kies- und Sandbetriebe errang unser Mitgliedsunternehmen, das Sandwerk Biesern GmbH, den ersten Platz und erhielt die goldene Urkunde.

Auch der nächste Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit dem Thema Arbeitssicherheit. In seiner Eröffnungsrede hatte Peter Nüdling, Präsident des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe e.V., bereits die Deregulierungsaktivitäten von Politik und Wirtschaft angesprochen und die sich daraus ergebende Risiken und Chancen beleuchtet. Die Risiken bestünden unter anderem in belastender Mehrarbeit sowie in mehr Eigenverantwortung für die Unternehmer.

Die derzeitige Situation befand Nüdling in diesem Zusammenhang als völlig unbefriedigend. Die Unternehmen stünden vor der Wahl, das Schutzniveau entweder abfallen zu lassen, oder sich kompetente Berater ins Haus zu holen. Zuvor hatte Rudi Bretschneider in seiner Rede schon darauf hingewiesen, dass sich den Unternehmern nicht mehr die Frage stelle, wie viel Arbeitsschutz sich das Unternehmen leisten könne, sondern vielmehr wie wenig.

Dr. Hilmar Tuschoff stellte die freiwillige Branchenvereinbarung „Sichere Maschinen“ vor. Die derzeit von der Politik im Bereich des Arbeitsschutzes betriebene Deregulierung sei zwar sinnvoll und nützlich. Auf branchenspezifische Detailregelungen sei jedoch verzichtet worden. Dies führe aber zu Rechtsunsicherheit bei Maschinenherstellern und -betreibern.

Die nun unterzeichnete freiwillige Branchenvereinbarung soll diese Rechtsunsicherheit durch nachhaltige Verbesserungsvorschläge, die das Gefährdungspotential unter praxisgerechten Gesichtspunkten einbezieht, beheben. Unterzeichner der Vereinbarung waren die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, der Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V. sowie der VDMA.

Weitere Themen der Fachtagung behandelten die Sicherung der Rohstoffgewinnung, die Entwicklung des Naturschutzrechts, die Umsetzung der Mining-Waste Richtlinie sowie die Abminderung der Feinstaub-Problematik.

Dipl.-Ing. Martin Böttcher, StBG

Die Sieger des Arbeitssicherheitswettbewerbes des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe
Die Sieger des Arbeitssicherheitswettbewerbes des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe
Besiegelung der Branchenvereinbarung 'Sichere Maschinen'
Besiegelung der Branchenvereinbarung 'Sichere Maschinen'
Der StBG-Stand im Foyer des Tagungshotels
Der StBG-Stand im Foyer des Tagungshotels