Erfolgreiches Geschäftsjahr 2005 bei Liebherr

Die Weltwirtschaft hat sich im Geschäftsjahr 2005 als sehr robust erwiesen, obwohl sie mit einem Wachstum von rund 4 Prozent im Vergleich zum ausgesprochen starken Vorjahr etwas an Dynamik einbüßte. Der massive Anstieg der Preise für Rohöl hat sich nicht so stark ausgewirkt wie zunächst erwartet.

Die Firmengruppe Liebherr steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2005 um 715,0 Mio. € auf 5.305,0 Mio. € und übertraf damit den Vorjahresumsatz um 15,6 Prozent. Dabei wurden sowohl in sämtlichen Produktsparten als auch in allen Absatzregionen erfreuliche Wachstumsraten erreicht.

Der Umsatz im Bereich der Baumaschinen nahm um 530,3 Mio. € oder 18,4 Prozent auf 3.415,5 Mio. € zu. Der Anteil der Baumaschinen am Gesamtumsatz hat sich von 62,9 Prozent auf 64,4 Prozent erhöht.

Die Produktsparte Erdbewegung und Mining erzielte ein Wachstum von 298,6 Mio. € oder 19,9 Prozent auf 1.801,0 Mio. €. Die Entwicklung der Sparte wurde nicht zuletzt durch den allgemeinen Boom auf den Rohstoffmärkten und die daraus resultierende Nachfrage nach Mining-Geräten begünstigt.

In der Sparte Baukrane und Misch-technik ist Liebherr mit einem Umsatzanstieg von 103,3 Mio. € oder 26,0 Prozent auf 500,9 Mio. € überdurchschnittlich gewachsen. Die wichtigsten Absatzmärkte für Turmdrehkrane waren Deutschland, Spanien und die Schweiz. In der Mischtechnik waren es Frankreich, Deutschland und China.

In sämtlichen Absatzregionen konnte die Firmengruppe ihren Umsatz steigern. In Westeuropa wurde eine Zunahme um 231,7 Mio. € oder 7,6 Prozent auf 3.265,1 Mio. € erreicht. Der Umsatzanteil dieser Region betrug 61,5 Prozent. Die Bedeutung Osteuropas ist weiter gewachsen. Dies kommt auch im verstärktem Ausbau eigener Service- und Vertriebsgesellschaften in dieser Region zum Ausdruck. Der in Osteuropa erzielte Umsatz stieg um 85,0 Mio. € oder 29,4 Prozent auf 374,4 Mio. € an.

In vielen Ländern des afrikanischen Kontinents war die Umsatzentwicklung ebenfalls sehr positiv. Für den in Afrika erzielten Umsatzanstieg um 34,4 Prozent auf 177,8 Mio. € waren die verstärkten Mining-Aktivitäten in Ghana und Südafrika von besonderer Bedeutung.

Die Firmengruppe Liebherr hat im Geschäftsjahr 2005 weltweit insgesamt 293,8 Mio. € investiert. Damit wurde der Vorjahreswert um 41,2 Mio. € oder 16,3 Prozent übertroffen. In den letzten fünf Jahren galten insgesamt 1.113,1 Mio. € der Erneuerung und dem Ausbau der Produktionsstätten sowie des Vertriebs- und Servicenetzes. Diese kontinuierliche Investitionspolitik ermöglicht die Nutzung von Wachstumsspielräumen, die durch die gute weltwirtschaftliche Lage entstanden sind. Die Fertigungskapazitäten waren in allen Sparten während des gesamten Jahres voll ausgelastet. Die Zahl der Beschäftigten in der Firmengruppe nahm um 1.517 auf 23.762 zu.

Ausblick auf 2006

Die Firmengruppe Liebherr ist mit dem bisher höchsten Auftragsbestand der Unternehmensgeschichte in das Geschäftsjahr 2006 gestartet. Im ersten Halbjahr nahm der Umsatz gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 534 Mio. € oder 22,2 Prozent auf 2.937 Mio. € zu. Für das gesamte Jahr rechnet die Firmengruppe mit einer Umsatzsteigerung, die erneut im zweistelligen Bereich liegen wird. Hiermit verbunden ist auch eine positive Ertragsentwicklung. Die Beschäftigtenzahl wird ebenfalls weiter zunehmen.

Die Fertigungskapazitäten aller Produktionsgesellschaften sind voll ausgelastet. Teilweise sind die Wachstumsmöglichkeiten durch die eingeschränkte Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten limitiert. Liebherr wird weiterhin erhebliche Mittel in den Ausbau der Produktionsstätten sowie des internationalen Vertriebs- und Servicenetzes investieren und damit den erfolgreichen Expansionskurs der letzten Jahre auch im Jahr 2006 kontinuierlich fortsetzen.

www.liebherr.de

Liebherr-Mischanlage vom Typ Betomix bei einem Staudammprojekt in Myanmar
Liebherr-Mischanlage vom Typ Betomix bei einem Staudammprojekt in Myanmar