Feinsand-Recycling-Anlage kompakt

In den letzten Jahren sind leistungsfähige Verfahren zur Feinsandrückgewinnung in der europäischen Kies- und Sandindustrie eingeführt worden. Bei Anfall von Feinkornanteilen in Unterläufen von Siebmaschinen, bei der Grobsand-und Kiesaufbereitung, in Überlaufen von Aufstromsortieren, Sandwäschen, Aquamatoren und Schöpfrädern wird der Einsatz von Rückgewinnungsanlagen aus wirtschaftlichen Gründen erforderlich, um Verluste an Fein-und Feinstfraktionen zu vermeiden, die für synthetische Körnungen i. d. R. benötigt werden.

Die Natur liefert in den seltensten Fällen Sandprodukte, die den Anforderungen der Abnehmer entsprechen. Daher werden zur Erfüllung der Normen Aufbereitungsschritte wie vor allem Fraktionierung durch Klassierung und  Sortierung eingesetzt.

Die Ausbeute wird einerseits durch den Abgang an Fehlkorn und Schlämmanteilen, andererseits durch den notwendigen Entzug an  überschüssigen Mittelfraktionen bestimmt.

Im allgemeinen können die gewünschten Produkte nur auf dem Weg der  nassen Aufbereitung erzielt werden. Dies bietet sich ohnehin an, wenn der Rohsand mit schwimmenden Gewinnungsgeräten, also nass gewonnen wird.

Die nasse Beschickung auf ein Kieswerk hat natürlich auch den Rückfluß an Abwasser zurück zum Baggersee zur Folge. Auch wenn der Kieswerksbetreiber glaubt, ausreichend für eine Feinsandproduktion Sorge getragen zu haben, so wundert er sich oft , dass trotz aller vermeintlichen Schutzmaßnahmen sein Baggersee an der einen oder anderen Stelle relativ schnell wieder versandet, oder Fraktionen mit abschlämmbaren Bestandteilen sich wolkenmäßig auf der Baggerseeoberfläche ausbreiten.

Probeentnahme und Rückgewinnung in einer Anlage

Man weiß also, dass man verkaufsfähige Sandprodukte im See wieder verliert und dass man sie gegebenenfalls in einer aufwendigen Nachbaggerphase wieder neu gewinnen muss.

Manchmal kommt es sogar vor, dass Kieswerksbetreiber Fremdsand zur Erfüllung ihrer Produktqualität zukaufen und gleichzeitig ihren eigenen gewonnenen Feinsand ungewonnen in den See abfließen sehen.

Auf der anderen Seite wird man nicht sofort mit einer großen Investitionssumme in eine neue komplette großtechnische Feinsandrückgewinnungsanlage investieren, da man noch nicht einmal so richtig weiß, wie viel Tonnen pro Stunde Feinsand mit welcher Qualität verloren gehen.

Die Lösung wäre nun eine Kombination zwischen einer repräsentativen Probenahmeanlage, die gleichzeitig den zurückgewonnenen Feinsand aufbereitet, entwässert, und zu einem verkaufsfähigen Produkt verarbeitet.

Diese Kompaktanlage sollte in mobiler Form konstruiert sein und kurzfristig dem Kunden mietweise zur Verfügung stehen.

Die Lösung ist eine Kontaineranlage der Firma Bohle Aufbereitungstechnik, Oer-Erkenschwick, die im wesentlichen aus dem Pumpenvorlagebehälter, der verschleißgeschützten Zyklonaufgabepumpe, dem  Feinsandrückgewinnungszyklon und dem Produkt-Entwässerungssieb besteht. Diese Kompaktanlage ist auf dem Kieswerk schnell installiert, und unmittelbar nach By-Pass-Verbindung mit dem Abwasserstrom und nach der Inbetriebnahme der Anlage hat man bereits das erste Probenahmeergebnis - den erstproduzierten Feinsand aus dem Abwasser des Kieswerkes.

Die abgebildete mobile Feinsandrecyclinganlage Typ FS 100 D mit Dieselaggregat getriebener Aufgabepumpe hat einen Durchsatz von 45 - 100 m³/h Trübe und kann zwischen  4,5  und 25 t/h rückgewonnenen Feinsand produzieren.

www.bohle-aufbereitungstechnik.de

Mobile Feinsandrecyclinganlage Typ FS 100 D
Mobile Feinsandrecyclinganlage Typ FS 100 D