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Liebherr: Erfolgreiches 2004

Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2004 verbessert. Trotz des von den Rohstoff- und Energiemärkten ausgehenden Kostendrucks haben alle Regionen ihre gesamtwirtschaftliche Leistung gesteigert. Diese Tendenz gilt auch für den Euroraum, der jedoch durchschnittlich nur ein Wachstum von etwas mehr als 2 % erreichte. Wesentliche Wachstumsimpulse kamen insbesondere in der ersten Jahreshälfte aus den USA, aus China und dem übrigen Asien sowie aus Osteuropa.

Im Geschäftsjahr 2004 konnte die Firmengruppe Liebherr ihren Umsatz um 502 Mio. Euro oder 12,3 % auf 4.590 Mio. Euro steigern. Dabei ist es gelungen, das Geschäftsvolumen in sämtlichen Sparten auszuweiten.

Der mit Baumaschinen erzielte Umsatz nahm um 396,8 Mio. Euro oder 15,9 % auf 2.885,2 Mio. Euro zu. In der Produktsparte Erdbewegung und Mining wurde eine Steigerung um 204,4 Mio.Euro oder 15,7 % auf 1.502,4 Mio. Euro erreicht. Bei den Fahrzeugkranen wurde ein Umsatzplus von 121,6 Mio. Euro oder 14,1 % auf 985,2 Mio. Euro erzielt. Auch mit den Baukranen und dem Betonprogramm gelang eine Umsatzausweitung um 70,8 Mio. Euro entsprechend 21,7 % auf 397,6 Mio. Euro. Der Baumaschinenanteil am Gesamtumsatz hat sich von 60,9 % auf 62,9 % erhöht.

Im Bereich der maritimen Krane, zu denen Schiffs-, Offshore-, Hafenmobil- und Containerkrane gehören, stieg der Umsatz um 13,6 Mio. Euro oder 5,3 % auf 271,5 Mio. Euro an. Deutlich zugenommen haben dabei die mit Hafenmobilkranen und Containerkranen erzielten Umsätze, während bei Schiffs- und Offshorekranen die Vorjahreswerte nicht ganz erreicht wurden. In Westeuropa, der mit einem Umsatzanteil von 66 % wichtigsten Absatzregion der Firmengruppe, baute Liebherr seine starke Position aus. Die Märkte in Osteuropa gewannen weiter an Bedeutung. In Amerika erreichte die Firmengruppe wieder ein kräftiges Umsatzwachstum. Besonders dynamisch entwickelte sich erneut die Absatzregion Ferner Osten und Australien. Im Geschäftsjahr 2004 hat die Firmengruppe Liebherr weltweit 252,6 Mio. Euro investiert. Damit lagen die Investitionen weiterhin auf hohem Niveau und übertrafen den Vorjahreswert um 63,6 Mio. Euro oder 33,7 %. In den letzten fünf Jahren wurden insgesamt 1.004,8 Mio. Euro in die Erneuerung und den Ausbau der Produktionsanlagen sowie des Vertriebs- und Servicenetzes investiert.

Die Fertigungskapazitäten waren in allen Sparten während des gesamten Jahres voll ausgelastet. In der Firmengruppe nahm die Zahl der Beschäftigten um 1.185 auf 22.245 zu. Bei Liebherr setzte sich die positive Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2005 fort. Der Umsatz nahm gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 364 Mio. Euro oder 17,9 % auf 2.403 Mio. Euro zu. Dabei war das Wachstum im Baumaschinenbereich erneut besonders ausgeprägt. Die Fertigung bewegt sich derzeit in vielen Produktbereichen an der Obergrenze der Kapazitäten. Für das gesamte Jahr 2005 rechnet die Firmengruppe Liebherr mit einer Umsatzsteigerung auf erstmalig 5 Milliarden Euro (2004: 4.590 Mio. Euro). Die Investitionen werden mit über 300 Mio. Euro einen neuen Höchstwert erreichen. Auch die Zahl der Mitarbeiter nimmt weiter zu.

Liebherr-Obendreherkrane beim Bau des neuen Mercedes-Museums in Stuttgart
Liebherr-Obendreherkrane beim Bau des
neuen Mercedes-Museums in Stuttgart





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