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[Die Industrie der Steine + Erden]






Energieintensive Industrien fordern Kurswechsel in der Energiepolitik

Deutschland und die Europäische Union müssen ihre Alleingänge in der Klimapolitik aufgeben. Dies fordern die energieintensiven Industrien in Deutschland von der künftigen Regierung. Die Energiepolitik müsse wieder Standortpolitik werden, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Branchenverbände der Chemie-, Glas-, Metall-, Papier-, Stahl- und Zementindustrie.

Klimapolitik sei nur wirksam, wenn sie weltweit mit allen Emittenten, unter Einschluss der USA, China und Indien, abgestimmt werde. Deshalb sei auch die Initiative des BDE zu begrüßen, für die Zeit nach 2012 ein Klimaschutzabkommen zu erreichen, das sich an der globalen Ausrichtung des neuen asiatisch-pazifischen Klimapakts orientiert. Zudem plädieren die Branchenverbände für eine Verlängerung der Restlaufzeiten der Kernkraftwerke. Besondere Sorgen bereiten den Branchen die massiv gestiegenen Strompreise. Die Verbände weisen die Darstellung des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) entschieden zurück, wonach die Stromkosten keine entscheidende Rolle in diesen Industriezweigen spielten. Schließlich stünden nicht Branchen im Wettbewerb, sondern einzelne Produkte. Und bei einzelnen Produkten der Grundstoffindustrien betragen die Stromkosten mehr als 50 % der Herstellungskosten.



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