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Neue Coprod-Generation für mehr Produktivität

Ein ganzes Jahrzehnt an Erfahrung steckt in der zweiten Generation des Coprod-Bohrgestängesystems, das Atlas Copco jetzt auf der Steinexpo präsentierte, und zwar zusammen mit einem spe-ziell dafür modifizierten Raupenbohr-gerät ROC F9 CR für Lochtiefen bis 30 m und Bohrdurchmesser zwischen 90 und 127 mm.

Etliche Verbesserungen machen die neue Coprod-Generation noch produktiver, zuverlässiger und wartungsärmer.

So wurden beispielsweise die Bohrrohre verstärkt (Wandstärke wuchs von 5,7 auf 8,8 mm) und auch die Gewindeverbindungen der Endstücke. Dadurch sinkt das Risiko von Gestängebrüchen, verlängern sich die Wartungsintervalle und werden Lochabweichungen reduziert. Das Coprod-Endstück wurde verkürzt und bekam eine stabilere Gewindeverbindung zum Bohrrohr. Außerdem wurde der Durchmesser des inneren Bohrgestänges erhöht, so dass die Schlagenergie vom Amboss besser übertragen werden kann. Auch das verlängert die Wartungsintervalle und ermöglicht höhere Bohrleistungen.

Die neuen Coprod-Bohrkronen bestehen aus einem Stahl besonderer Güte mit hoher Schlag- und Dauerfestigkeit. Im Bohrkopf wurde die Kronenstange so umgestaltet, dass die Stangenführung entfällt. Dank geringerer Toleranzen im Bereich der Kronennuten sind Luftverluste auf ein Minimum reduziert und die Gefahr von Kronenhalsbrüchen gebannt. Schließlich verringert ein verbesserter Luftstrom das Risiko des Festbohrens.

Das auf der Steinexpo vorgestellte ROC F9 CR soll nun in Kombination mit den Coprod-Bohrgestängen der neuen Generation die Gesamtwirtschaftlichkeit beim Produktionsbohren beträchtlich steigern. Es arbeitet sowohl mit dem Gestängesystem Coprod 76 für den weit verbreiteten Lochdurchmesser 90 bis 105 mm, als auch mit Coprod 89 für Lochdurchmesser von 105 bis 127 mm. Mit diesem "Dreamteam" könne jetzt praktisch jeder Steinbruchbetrieb und Tagebau seine Produktivität "nochmal deutlich steigern", meint Dieter Koß, Produktmanager im Geschäftsbereich Gesteinsbohrtechnik Übertage bei Atlas Copco. Insbesondere bei großen Produktionsmengen, in klüftigen und geschichteten Formationen oder dort, wo die Lochqualität ein Problem ist, habe man mit der Coprod/ROC-F9-Kombination eine leistungssteigernde Alternative zum konventionellen Bohren mit Außenhammer und Verlängerungsbohrstangen geschaffen. "Gerade in schwierigen Gesteinsverhältnissen ist ein mit Coprod bestücktes Bohrgerät den konventionellen Senkhammer- oder Außenhammer-Bohrgeräten weit überlegen", sagt Bohrexperte Koß. 1992 hatte Atlas Copco das Coprod-Bohrgestängesystem (Patent) für Lochdurchmesser bis 165 mm als "völlig neue Art des schlagenden Bohrens" vorgestellt. Denn es kombiniert die sonst nur mit einem Außenhammer erreichbare hohe Bohrleistung mit der Lochpräzision des Senkhammerbohrens. Durch diese Entwicklung gelang es erstmals, die Schlagkraft eines 40 kW Bohrhammers auf das Bohrgestänge zu bringen, und zwar bei hoher Bohrstahlwirtschaftlichkeit.

Zum Coprod-Konzept gehört außerdem eine sehr wirkungsvolle Bohrlochspülung. Da das Spiel zwischen Bohrrohr und Lochwand sehr gering ist, genügt ein kleinerer Kompressor als üblich für optimale Spülluftgeschwindigkeit. Um Lochdurchmesser von 90 bis 165 mm abzudecken, gibt es das Coprod-System in vier Größen mit Außenrohrdurchmessern von 76, 89, 102 und 127 mm.

www.atlascopco.de



Coprod-Bohrgestänge mit speziell darauf abgestimmten Raupenbohrgerät ROC F9 CR
Coprod-Bohrgestänge mit speziell darauf
abgestimmten Raupenbohrgerät ROC F9 CR





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