www.steine-und-erden.net > 2003 > Ausgabe 5/03 > Betriebliche Gesundheitsförderung macht sich bezahlt

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Betriebliche Gesundheitsförderung macht sich bezahlt

Krankheiten zu verhindern nützt gleich dreifach: Mehr Lebensqualität für den Einzelnen, weil er gesund bleibt, weniger Ausgaben für die Betriebe durch weniger Fehlzeiten und schließlich Kostenersparnis für das Gesundheitswesen durch geringere Arztrechnungen und weniger Krankenhaustage. Weil die ausgabensenkende Wirkung oftmals erst mit großer Zeitverzögerung eintritt, sind die finanziellen Vorteile schwer kalkulierbar.
Um die Prävention zu stärken und die betriebliche Gesundheitsförderung nach vorne zu bringen, muss ermittelt werden, was tatsächlich gespart werden kann. Deshalb hat die Initiative Arbeit und Gesundheit, eine Kooperation des BKK Bundesverbandes und des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften, die wissenschaftliche Literatur systematisch ausgewertet und ist dabei auf bemerkenswerte Ergebnisse gestoßen.

Ein Euro investiert, zweieinhalb Euro gespart
Das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Betriebe liegt bei der Verringerung der Kosten durch Fehlzeiten bei bis zu 2,5 bis 4,9 Euro pro investiertem Euro. Die Fehlzeiten konnten, auch dies zeigen die ausgewerteten Studien, um 12 bis 36 Prozent verringert werden. Für das Gesundheitswesen entstehen dadurch Einsparungen von 2,3 bis 5,9 Euro pro investiertem Euro. Dabei zeigen sich die vollständigen finanziellen Auswirkungen von betrieblicher Gesundheitsförderung teilweise erst nach vielen Jahren, z.B. bei der Verhinderung von langfristigen Schäden des Rückens durch die Vermeidung von Haltungsschäden.

Individuelle Gesundheitsrisiken lassen sich konkret verringern
Die Verringerung des Rauchens durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung konnte durch Studien überzeugend belegt werden. 10 bis 15 Prozent der Personen in den Interventionsgruppen haben mit dem Rauchen aufgehört. Auch die individuelle Gewichtskontrolle fällt mit der Unterstützung des Arbeitgebers offensichtlich leichter: Der kurzzeitige Gewichtsverlust liegt bei ein bis zwei Pfund, ein Jahr nach der Beendigung des Kurses konnten durchschnittlich 26 Prozent der Beteiligten diese Gewichtsreduzierung beibehalten. Grundlage der Erkenntnisse über den Nutzen von betrieblicher Gesundheitsförderung ist die Studie "Gesundheitlicher und ökonomischer Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention - Zusammenstellung der wissenschaftlichen Evidenz".




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