www.steine-und-erden.net > 2003 > Ausgabe 5/03 > Vorbrechereinlauf gefahrlos reinigen

[Die Industrie der Steine + Erden]






Vorbrechereinlauf gefahrlos reinigen

Kontakt: Debus Naturstein GmbH & Co. KG, 96253 Untersiemau
Reinhard Moor und Baptist Lämmlein, Tel.: (0 95 65) 79 11 74




Problem
Wer kennt im Steinbruch nicht das Problem: Bei feuchter Witterung kommt es immer wieder vor, dass das Sieb am Vorbrecher verstopft. In Abhängigkeit vom Anbackungsverhalten des Materials muss das Vorsieb dann mehrmals pro Schicht gereinigt werden. Um die Reinigungsarbeiten gefahrlos vornehmen zu können, muss selbstverständlich zunächst der Rotor des Brechers abgestellt werden. Dieser läuft jedoch aufgrund der guten Lagerung und des sehr hohen Eigengewichtes bis zu 30 Minuten nach, bevor er zum völligen Stillstand kommt. Nun kommt es leider immer wieder vor, dass Mitarbeiter aufgrund dieser langen Nachlaufzeit den Rotor nicht ganz zum Stillstand kommen lassen oder gar nicht erst abstellen, bevor sie mit der Reinigung des Vorsiebrostes beginnen. Für diese Mitarbeiter besteht dann höchste Lebensgefahr. Denn insbesondere bei Nässe oder Eis ist die Gefahr des Ausrutschens auf dem leicht in Richtung Brechereinlauf geneigten Siebrost besonders groß.



Praxislösung
In einem Unternehmen der Naturstein-Industrie wurde eine einfache aber wirkungsvolle Schutzeinrichtung entwickelt, mit deren Hilfe Reinigungsarbeiten auf dem Vorsiebe gefahrlos ausgeführt werden können. Diese besteht aus einem klappbaren Schutzgitter, welches vor dem Betreten des Vorsiebrostes mit wenigen Handgriffen in den Brechereinlauf heruntergeklappt werden kann. Eine manuelle Bedienung wurde bewusst gewählt, damit die Schutzeinrichtung auch bei Störungen in der elektrischen Anlage oder der Netzversorgung herabgelassen und das Sieb gefahrlos gereinigt werden kann.



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Erfahrung
Die Schutzeinrichtung ist im Unternehmen seit einiger Zeit im Einsatz und hat sich im täglichen Betrieb bewährt. Insbesondere die mit der Beseitigung von Verunreinigungen am Vorsiebrost beauftragten Mitarbeiter begrüßen die Sicherungsmaßnahme, da die Arbeiten auch bei laufendem Rotor gefahrlos ausgeführt werden können. Schließlich ist auch ein Gewissenskonflikt entschärft: zum einen nach dem Abschalten einen längeren Zeitraum "untätig" auf den Rotorstillstand warten zu müssen, oder eben doch noch schnell bei laufender Anlage eine Betriebsstörung zu beseitigen.







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