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Defibrillatoren retten Leben

Minuten können entscheidend sein. Kippt ein Kollege plötzlich um und zeigt Zeichen eines Herzanfalls, ist schnelles Handeln geboten: Erste Hilfe-Maßnahmen einleiten und den Notarzt rufen.
Noch relativ neu ist die Möglichkeit für Ersthelfer, einen so genannten Defibrillator zur Hilfe zu nehmen, ein Elektroschockgerät, das nicht mehr nur von Ärzten benutzt werden kann.
Etwa 120.000 Menschen sterben in Deutschland nach Expertenangaben jährlich an den Folgen eines plötzlichen Herzversagens. Viele von ihnen hätten gute Überlebenschancen, wenn innerhalb weniger Minuten ein Defibrillator eingesetzt würde.
Die Berufsgenossenschaften setzen sich deshalb gemeinsam mit der Deutschen Herzstiftung und den Ärztekammern dafür ein, dass insbesondere größere Betriebe solche Geräte für ihre Mitarbeiter bereit halten.
Entscheidend ist dabei, dass die Ersthelfer schnell und routiniert mit den automatisierten externen Defibrillatoren (AED) umgehen können. Der Helfer klebt dem Patienten zwei Elektroden auf die Brust, mit deren Hilfe der "Defi" den Herzrhythmus analysiert und den Anwender je nach Diagnose anleitet. Das Gerät stellt zum Beispiel "Kammerflimmern" fest und gibt eine Empfehlung den "Schock auszulösen". Der Helfer muss dann nur noch den Impuls geben. Dabei ist Vorsicht geboten: Während des Elektroschocks müssen alle Beteiligten Abstand vom Patienten halten.
Der richtige Umgang mit den Defibrillatoren wird in einer eigenen Schulung vermittelt. Das dabei erworbene Wissen muss jährlich aufgefrischt werden, damit die Hilfe im Ernstfall wirksam ist - bis der Notarzt die Verantwortung übernehmen kann.


Personen beim Einsatztraining
Richtig angewendet kann ein Defibrillator
entscheidend sein über Tod und Leben






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