www.steine-und-erden.net > 2003 > Ausgabe 5/03 > Mehr als 1000 Tote durch Asbest

[Die Industrie der Steine + Erden]






Mehr als 1000 Tote durch Asbest

Die Zahl der Asbestfälle ist in den letzten zwei Jahrzehnten regelrecht explodiert. 74 Todesfälle in Folge einer asbestverursachten Berufskrankheit wurden 1980 verzeichnet, im Jahre 2002 waren es 1009. Darauf weisen die Berufsgenossenschaften anlässlich der Europäischen Asbestkonferenz vom 3. bis 6. September in Dresden hin. Im vergangenen Jahr gab es damit mehr Todesopfer durch Asbest als durch Arbeitsunfälle. Bei den Todesfällen Berufserkrankter ist Asbest die weitaus häufigste Todesursache. Mehr als die Hälfte der insgesamt 2000 Todesfälle Berufserkrankter entfallen auf den gefährlichen Mineralstoff.
Die BG-Experten befürchten auch in den kommenden Jahren weiterhin hohe Fallzahlen. Zu berücksichtigen ist bei dieser Entwicklung allerdings, dass die heutige Zunahme auf Gefährdungen zurückgeht, die bis zu 30 und mehr Jahre zurückliegen können. Mittlerweile ist die Verwendung von Asbest in Deutschland vollständig verboten. Für den Umgang mit Asbest bei notwendigen Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten gelten umfassende Sicherungsvorschriften, deren Einhaltung eine Gefährdung praktisch vollständig ausschließt.
Um Asbesterkrankungen möglichst frühzeitig erkennen und behandeln zu können, bieten die Berufsgenossenschaften gefährdeten Arbeitnehmern intensive regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen an. Außerdem fördern sie die Forschung bei der Suche nach neuen Therapieansätzen zur Behandlung der bösartigen Krebserkrankungen.

Abbildung: Mehr als 1.000 Tote durch Asbest





Inhaltsverzeichnis Ausgabe 5/03 | Zurück zu unserer Homepage