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Neues System zur Ferndiagnose und -wartung

Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (1&S) bietet jetzt Tagebaubetrieben ein drahtloses Fernwirksystem für Löffel- und Schürfkübelbagger. Das von Siemens Energy & Automation, Inc., Atlanta, USA, zusammen mit Bucyrus International, Inc., South Milwaukee, USA, entwickelte System wird von Siemens unter dem Namen "Siras" und von Bucyrus unter dem Namen "AccessDirect" vertrieben. Mithilfe eines PC an Bord des Baggers und einer Ethernet-Funkverbindung gestattet Siras den Fernzugriff auf den Elektroantrieb und die Steuerung eines Baggers über Telefon oder Internet. Damit können sämtliche Betriebs- und Diagnosefunktionen sowohl von der Zentrale der Mine aus als auch durch den Maschinenhersteller genutzt werden. Das System läuft bereits auf einem Bucyrus-Bagger des Typs 4951311, der in einem Tagebaubetrieb in Schweden im Einsatz ist.
Mit Siras können sämtliche Serviceleistungen über den gesamten Lebenszyklus eines Geräts auch über große Entfernungen erbracht werden. Das System unterstützt die Ferninbetriebsetzung ebenso wie Ferndiagnose oder -wartung und ermöglicht den Einsatz präventiver oder zustandsorientierter Instandhaltungsstrategien. Dies spart Zeit, erhöht die Verfügbarkeit und senkt die Wartungskosten.
Die Hardware besteht aus einem erweiterten Standard-HMI-Rechner (Human Machine Interface Computer) auf dem Bagger, einer Ethernet-Funkverbindung sowie einem Standard-PC mit Modem und einem Internetzugang in der Zentrale. Die Anlage ist flexibel konfigurierbar und lässt sich leicht jeder Tagebauauslegung anpassen.
Die Software gestattet eine Fernbedienung aller Funktionen des Baggers über den HMI-Computer. Dazu gehört die Überwachung wichtiger Baggerparameter wie Spannung, Strom, Drehzahl, Drehmoment und Logiksignale oder auch des Hauptschalter, sowohl im Normalbetrieb als auch bei Betriebsstörungen. Die Temperaturen elektrischer und mechanischer Komponenten werden automatisch ermittelt. So können Trends erkannt und Wartungsmaßnahmen präzise festgelegt werden.
Zusätzlich zum herstellerseitigen Support kann auch das Wartungspersonal des Tagebaubetriebs das System vom Büro aus einsetzen. Auch ein gemeinsamer Zugriff ist möglich.




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