www.steine-und-erden.net > 2002 > Ausgabe 5/02 > Mehr Leistung, mehr Komfort - die neuen Bagger

[Die Industrie der Steine + Erden]






Mehr Leistung, mehr Komfort - die neuen Bagger

In der Steine und Erden-Industrie werden leistungsfähige Bagger für Einsätze in unterschiedlichsten Bereichen benötigt. Innerhalb des Gewinnungsprozesses sind diese Hochleistungsmaschinen beim direkten Gewinnungsvorgang als auch in der anschließenden Ladearbeit anzutreffen.

Aber auch beim kontrollierten Abbruch von Gebäuden und Bauwerken sowie dem anschließenden Recyclingvorgang sind Bagger unverzichtbare Helfer. Je nach Arbeitsaufgabe und Einsatzgebiet unterscheiden sich die Anforderungen erheblich. Die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten moderner Bagger lässt sich durch Anbaugeräte nachhaltig steigern.
Im Rahmen des Schwerpunktthemas werden die neuen Bagger sowohl unter dem Blickwinkel ihrer Leistungsparameter als auch hinsichtlich Bedienungs- und Wartungsfreundlichkeit vorgestellt. Ergonomische Verbesserungen stehen im Vordergrund, weil die Leistungsergebnisse mehr denn je durch einen ermüdungsfreien, übersichtlichen und ergonomisch optimierten Arbeitsplatz für den Baggerführer beeinflusst werden. Daneben werden aber auch Anbaugeräte gezeigt, da erst in der Kombination Anbaugerät-Bagger ein optimales Lade- und Handlingsystem entsteht.



Liebherr-Bagger bei Erschließungsarbeiten

Im Zusammenhang mit der Ansiedlung des neuen BMW-Werkes erschließt die Stadt Leipzig am Standort Seehausen-Plaußig derzeit ein 250 ha großes Industrie- und Gewerbegebiet. Im Mittelpunkt der Arbeiten stand zunächst die Schaffung und Erschließung einer ebenen Fläche, die den hohen Ansprüchen einer späteren Bebauung durch BMW, Zulieferbetriebe und Gewerbetreibende entspricht. Über 120 Maschinen wie Raupenbagger, Planierraupen, Muldenkipper, Walzenzüge und Schürfraupen waren an den vor kurzem abgeschlossenen Erdbewegungsarbeiten beteiligt. Zu dieser umfangreichen Flotte gehörten auch neun leistungsstarke Raupenbagger von Liebherr mit Einsatzgewichten zwischen 45 und 85 Tonnen.
Die Erdbewegungsarbeiten umfassten ein Gesamtvolumen von 3,5 Millionen m3. Pro Tag wurden durchschnittlich 60.000 m3 Erde bewegt - eine Rekordleistung, die beim konventionellen Erdbau in Deutschland bisher noch nicht erreicht wurde. Aus der vormals landwirtschaftlich genutzten Fläche waren 500.000 m3 Oberboden und 3.000.000 m3 stark lehmhaltige Böden mit eingelagerten Sandschichten abzutragen. Zum Ausgleich der Höhenunterschiede von bis zu sieben Metern wurde ein Teil des Erdabtrages fachgerecht wieder eingebaut. Die durchschnittliche Abtragstiefe betrug drei Meter, die Aufschüttung der Erde wurde in Schichten von je 40 cm durchgeführt. Dabei mussten die Lehmschichten mit hydraulischen Bindemitteln so durchmischt werden, dass die unter den Gebäuden geforderte Verdichtung bis zu 100 % Proctor gewährleistet ist. Damit auf der Baustelle trotz der Lehmvorkommen möglichst unabhängig von Niederschlägen gearbeitet werden konnte, wurden Entwässerungsdrainagen mit einer Gesamtlänge von 51 km installiert, die ein 100.000 m3 großes Rückhaltebecken speisten. Die Entwässerungseinrichtungen werden nach Beendigung der gesamten Bauarbeiten wieder rückgebaut.


Die Raupenbagger bewegen 60.000 Kubikmeter Erde pro Tag
Die Raupenbagger bewegen
60.000 Kubikmeter Erde pro Tag


Die mit den Hauptbauleistungen des Projekts beauftragte Reinhold Meister GmbH setzte insgesamt neun Liebherr-Raupenbagger modernster Bauart ein. Zur Flotte gehörten zwei R 974 B Litronic mit je 5,5 m3 Löffelinhalt , ein R 964 B Litronic mit einem Löffelinhalt von 4 m3 und drei R 954 B mit 3,2 m3 Löffelinhalt. Die Löffel waren mit Aufsteckschneiden oder angebauten Schneiden ausgerüstet.
Zusätzlich war ein neuer ca. 65 t schwerer R 964 B Litronic mit einer Motorleistung von 270 kW / 367 PS eingesetzt. Dieses Gerät verfügte über einen 7 m langen Monoblockausleger, einen 2,6 m langen Löffelstiel sowie einem Tieflöffel mit einem Fassungsvermögen von 3,4 m3.
Auf der Baustelle arbeiteten über 280 Mitarbeiter im Zweischichtbetrieb an 6 Tagen der Woche. Allein 10 Mechaniker übernehmen die Wartung der Erdbewegungsgeräte, die 22 Stunden am Tag im Einsatz waren. Täglich wurden bei 2.000 bis 2.500 Transportfahrten über Distanzen von durchschnittlich knapp drei Kilometer Strecke rund 60.000 Liter Treibstoff benötigt.



Mehr Leistung: Serie II des Cat

Zehn Prozent mehr Motorleistung (238 statt 216 kW), vier Prozent mehr Zugkraft (max. 331 statt 318 kN), ein größeres Schwenkmoment (149 anstelle von 132 kNm) und verdoppelte Intervalle bei Motor-Öl- und Filter-Wechsel (alle 500 statt 250 Betriebsstunden) - das sind nur einige der Verbesserungen, die der brandneue Kettenbagger Cat 345B Serie II gegenüber seinem erfolgreichen Vorgänger 345B bietet. Zusammen mit der noch leistungsfähigeren Hydraulikpumpe (2 x 360 anstelle von 2 x 320 l/min), dem vergrößerten Kraftstoff-Tank (720 statt 600 I) sowie der - ausschließlich bei Caterpillar angebotenen - serienmäßigen Schwimmfunktion des Auslegers (SmartBoom) wird die Neuauflage des gelben Kraftpakets mit seinem Einsatzgewicht von knapp 49 t die Wirtschaftlichkeit erhöhen und zugleich die Kosten pro Tonne senken.
Erste Praxistests mit dem 345B Serie II haben gezeigt, dass die Produktivität (t/h) beim Beladen von Lkw ebenso wie beim Grabenziehen um etwa 10 Prozent höher ist als mit dem Vorgängermodell. Beim SmartBoom-Einsatz erhöht sich die Produktivität um rund acht Prozent und der Spritverbrauch (t/l) lässt sich um zirka 7 Prozent senken. Dies resultiert vor allem aus der gesteigerten Motorleistung, die in eine deutlich höhere zur Verfügung stehende Ölmenge umgesetzt wird. Auch die beiden Schwenkmotoren - sie stammen jetzt nicht mehr aus dem Cat 320B, sondern vom 325B - haben in punkto Schwenkmoment, Beschleunigung und Haltbarkeit zugelegt, was sich durch kürzere Taktzeiten auswirkt.
Mit der höheren Leistung des elektronisch geregelten Motors 3176C ATAAC, der die Grenzwerte der EU-Abgas-Emissionsvorschrift 97/68/EC, Stufe II, erfüllt, die seit Jahresbeginn in Kraft ist, steigen auch die Kapazität des Wasser- und Ölkühlers. Der hydraulisch angetriebene Ventilator hat eine variable Drehzahlregelung und sorgt somit für eine ruhige Umgebung und Treibstoff-Einsparung.


Serie II mit mehr Leistung und mehr Wirtschaftlichkeit
Serie II mit mehr Leistung
und mehr Wirtschaftlichkeit


Die exklusive SmartBoom-Funktion gehört zur Standard-Ausrüstung des 345B Serie II und ist im Baustellen-Alltag in vielen Anwendungen hilfreich: Beim Planieren z.B. sorgt sie für einfacheres Handling und schnelleres Einfahren des Stiels, bei Ladearbeiten und beim Materialumschlag für schnelleres Ausfahren des Stiels und schnelleres Schwenken, beim Absenken von Rohren bleibt der Motor im Leerlauf, im Hammerbetrieb bleibt die Schlagzahl des Hammers gleich. Auf diese Weise verhilft SmartBoom zu kürzeren Taktzeiten, Spriteinsparung, Werkzeugschonung, mehr Fahrerkomfort und einfacherem Umgang mit der Maschine.
Fazit: Dank seiner umfangreichen Verbesserungen wartet der neue Cat 345B II mit höherer Lebensdauer und geringerer Reparaturanfälligkeit auf.



O&K-Raupenbagger mit neuer Power

Seine neuesten Radlader, Dumper und Bagger präsentierte der Baumaschinenhersteller O&K Orenstein & Koppel vor kurzem in Berlin. Von den qualitativ hochwertigen Produkten erwartet das Unternehmen nach Aussage von Marketing- und Vertriebsdirektor Hans Joachim Erdmann einen weiteren kräftigen Schub nach vorn beim harten Kampf um Marktanteile. Damit werde man den bereits im Vorjahr verzeichneten positiven Trend fortsetzen.
Neben den Radladern und Dumpern sind auch die Raupenbagger sind weiterentwickelt worden mit nagelneuer Motortechnik und Detailverbesserungen. Jede Menge Power bei gleichzeitig umweltfreundlichen Abgas-und Geräuschemissionen sind die herausragenden Merkmale der Maschinen. Die vier Typen RH 8.5 (261), RH 9.5 (30 t), RH 12.5 (351) und RH 16.5 (401) wurden mit Motoren mit modernster Common-Rail-Technik und elektronischer Regelung der neuen Abgasgesetzgebung angepasst. Im RH 8.5 leistet der Motor 135 kW, im RH 9.5 sind es 148 kW, RH 12.5 und RH 16.5 verfügen beide über 195 kW. Damit haben die Bagger reichlich Leistungspotential für jeden Arbeitseinsatz.


Die neue Baggergeneration mit niedrigen Servicekosten
Die neue Baggergeneration mit
niedrigen Servicekosten


Die kraftvollen 24-Ventil-Motoren sind speziell auf Baumaschinen abgestimmt und besonders robust gebaut. Sie bringen mit niedrigen Motordrehzahlen beste Voraussetzungen für lange Standzeiten mit. Ein neues Kühlsystem mit neuer Kühlluftführung macht die Bagger zudem so angenehm leise, dass der Baggerfahrer in seiner komfortablen Kabine auch während eines langen Arbeitstages ständig seine volle Konzentration und Leistungsfähigkeit behält.



Kundennutzen groß geschrieben

Gesteigerte Leistung und Vielseitigkeit, höherer Fahrer- und Bedienkomfort, mehr Wartungsfreundlichkeit und geringere Betriebskosten - die neue C-Serie der CAT-Hydraulikbagger bringt Kundennutzen pur mit sich. Ab sofort liefert die Zeppelin Baumaschinen GmbH die nochmals optimierten Nachfolgemodelle CAT 320C, 322C, 325C und 330C der bewährten 300er-Reihe.
Stets im Blickfeld des Fahrers: der "Multipro"-Monitor, ein neu entwickeltes Steuer- und Überwachungssystem, das die Maschinenleistung in jeder Betriebssituation optimiert, so dass höchstmögliche Produktivität, sparsamer Kraftstoff-Verbrauch, geringe Abgas-Emission und niedrige Schallpegel permanent sichergestellt sind.
Ein übersichtliches LC-Display zeigt gut lesbare Klartext-Meldungen in 20 europäischen Sprachen an; die Bedienung erfolgt über ein handyartiges Menü.
"Tool Control Pro" nennt sich die neue elektronische Werkzeugsteuerung über die beiden Joysticks, mit der der Fahrer die Einstellungen (Fördermenge und Druck) von fünf Arbeitsgeräten speichern kann. Ein Wechsel dieser Einstellungen lässt sich einfach über den "Multipro"-Monitor vornehmen.
Ob CAT 320C, 322C, 325C oder 330C: Im Innenraum der überarbeiteten Fahrerkabine dominieren Komfort und eine ergonomische Ausstattung.
Wer auf dem neuen Sitz mit einstellbarer Federungshärte Platz nimmt, kann eine entspannte Körperhaltung einnehmen. Die beiden leichtgängigen Kreuzsteuerhebel - erstmals mit integrierten Schiebe-Druck-Tasten zur fein dosierbaren Aktivierung von hydraulischen Anbaugeräten bestückt - sowie verstellbare Armlehnen an den beiden Joystick-Konsolen und last but not least die Klimaautomatik erlauben ein ermüdungsarmes, produktives Arbeiten.
Eine großflächige Verglasung und ein zweiteiliges, hochschiebbares Frontfenster gewährleisten in der neuen C-Serie uneingeschränkte Sichtverhältnisse. Und selbst bei nassem Wetter kann den Blick des Fahrers nichts trüben: Dafür sorgt der lange Parallelogramm-Scheibenwischer des Frontfensters mit besonders großem Wischfeld. Gute Sicht nach oben, z. B. bei Arbeiten in größeren Höhen, ermöglicht ein großzügig dimensioniertes Dachfenster (mit serienmäßigem Sonnenschutzrollo). Ebenso zur guten Rundumsicht trägt die gegenüber der B-Serie um 25 Prozent vergrößerte Seitenscheibe bei.


Uneingeschränkte Sicht in der neuen CAT-Kabine Der "Multipro"-Monitor
Uneingeschränkte Sicht
in der neuen CAT-Kabine
Der "Multipro"-
Monitor


Verlängerte Wartungsintervalle (Speicherung und Anzeige: im "Multipro"-Monitor) und vereinfachte Instandhaltung (Zugang vom Boden für tägliche Wartungsarbeiten) erhöhen bei der C-Serie die Verfügbarkeit der Maschinen und senken zugleich deren Betriebskosten. War beispielsweise beim 320B noch alle 250 Betriebsstunden (Bh) ein Kraftstofffilter-Wechsel fällig, so ist dieser Austausch beim 320C nur noch alle 500 Bh notwendig. Auch der Wechsel des Wasserabscheide-Elements verlängert sich von 250 Bh auf 500 Bh. Diese Verbesserung gilt auch für alle anderen neuen Modelle.
Für den Motor-Öl und -Filterwechsel gilt ein Intervall von 500 Bh, nach 250 Bh bei den Vorgängermodellen. Außerdem überprüft der "Multipro"-Monitor vor dem Starten des Motors den Stand des Motorkühlmittels, Motoröls und Hydrauliköls. Die Schmierungsintervalle von Ausleger und Stiel verlängern sich von 50 (B-Serie) auf 1.000 Bh. Bei den neuen C-Serien Modellen ist eine Überprüfung des Ölstands der Seitenantriebe nur noch alle 1000 (B-Serie: 250) Bh nötig.
Mit derartigen Intervallverlängerungen präsentiert sich auch der 325C mit seinem sparsamen, schadstoffarmen Sechszylinder-Viertakt-Dieselmotor, Typ Cat 3126B ATAAC (128 kW/174 PS).
Umfangreiche Leistungstests mit dem Newcomer haben ergeben, dass er beim Grabenziehen pro Tonne durchschnittlich 10 Prozent weniger Kraftstoff verbraucht als sein 126 kW/171 PS starker Vorgänger; beim Lkw-BeIaden sind es immerhin sechs Prozent weniger. Alles in allem lassen sich so die Wartungskosten bei der neuen C-Serie im Zeitraum von 8.000 Bh um etwa 10.200 Euro senken, wie der Hersteller angibt.



JCB: 46 Tonnen feinfühlig gesteuert

Sie werden hart ran genommen - Kettenbagger müssen graben, reißen, hämmern, greifen, trennen, und das in einem schwierigen Einsatzumfeld. Waren vor wenigen Jahren etwa bei Abrissarbeiten noch ganze Abbruch-Trupps mit Abrissbirne, Schaufelbagger und Scherenbagger notwendig, so erledigt ein speziell ausgerüsteter Abbruchbagger diese Arbeiten heute alleine. Jeder Bagger ist eine teure Investition, die sich schon nach möglichst kurzer Zeit rechnen muss. Stillstandzeiten, bedingt durch Defekte, Wartungsarbeiten oder notwendige Anbaugerätewechsel, schlagen sich sofort negativ in der Bilanz nieder und müssen minimiert werden. Hohe Dauerbelastungen und maximale Betriebsdrücke stellen höchste Ansprüche an die Technik. Nur ein optimal ausgelegtes Hydrauliksystem kann diesen Anforderungen auf Dauer standhalten.
Mit 46 Tonnen Einsatzgewicht ist der JS 460 Abbruchbagger von JCB ein Vertreter der neuen Baggergeneration. Universell einsetzbar, leistungsstark und feinfühlig. Verantwortlich dafür ist ein 280 PS starker Isuzu-Motor und ein Load-Sensing-Hydrauliksystem, bestehend aus einer Haupttandempumpe des japanischen Herstellers Oshida mit variabler Fördermenge (max. 2 x 340 l/min), servovorgesteuerter Bedarfsstromregelung und Open-Center-Ventilsteuerblöcken des japanischen Ausrüsters Kayaba. Eine Zusatzpumpe für den Low-flow-Kreislauf, das Schwenkwerk und verschiedene Regelventile ergänzen neben den Zylindern die Hydraulikanlage des JS 460.
Eine wichtige Voraussetzung für ein reibungsloses Funktionieren der Hydraulik sind konstante Betriebstemperaturen, die durch ein großes Kühlsystem erreicht werden. Bei Überhitzung schaltet das System aus Sicherheitsgründen ab. Alle Funktionen der Maschine werden von der Hydraulik geregelt und gesteuert. Das Hydrauliksystem arbeitet mit einem maximalen Betriebsdruck von 319 bar. Bei Bedarf kann der Maschinenführer per Knopfdruck den Betriebsdruck auf 343 bar erhöhen, um kurzzeitig ein Maximum an Ausbrech- und Reißkräften (maximale Ausbrechkraft: 275 kN) zu erzeugen. Der Vorteil dieser bedarfsorientierten Drucksteuerung ist ein verringerter Kraftstoffverbrauch und die Schonung von Motor und Hydraulikkomponenten. Je nach Belastung wählt das automatisch geregelte Fahrwerk die passende Fahrstufe. Dies entlastet den Fahrer und stellt ihm gleichzeitig die maximale Zugkraft zur Verfügung.
Das Schwenksystem - abgesichert über einen separaten Kreislauf - arbeitet mit einem maximalen Betriebsdruck von 280 bar. Eine automatisch geregelte hydraulische Schwenkbremse hält den Oberwagen in jeder Position statisch fest - eine weitere Funktion, die den Bedienkomfort des Baggerführers und gleichzeitig die Standfestigkeit der Maschine erhöht.
Für die Anbauwerkzeuge sind die verschiedensten Hydraulikzusatzkreisläufe vorhanden. Ein kombiniertes Hammer-Scheren-System mit integriertem Rücklauffilter arbeitet - je nach Anbauwerkzeug - mit zwei variablen, voreingestellten Systemdrücken. Über das Bedienpult kann der Fahrer die jeweils benötigten Hydrauliköl-Fördermengen programmieren. Um schnellste Arbeitsbewegungen im Scherenbetrieb zu ermöglichen, lässt sich auf die große Kolbenfläche des Scherenhydraulikzylinders eine Pumpensummenschaltung aktivieren. Dadurch arbeitet die Schere mit der 1,6 fachen Pumpenleistung und sorgt so für schnellste Arbeitszyklen.
Über Wipptaster im Multifunktionshebel steuert der Maschinenführer elektronisch die Funktion "Schere drehen". Millimetergenau kann er mit dem rechten Daumen die Schere in die richtige Position bringen. Kommt die Hydraulikschere nicht zum Einsatz, können über den Wippschalter die hydraulischen Sperrbolzen des optionalen Schnellwechselsystems bedient werden. Der Funktionswechsel erfolgt über ein elektromagnetisches Umschaltventil.
Für ein sauberes Hydrauliköl in JCB Baumaschinen sorgt das Nephron-Feinstfiltersystem - mittlerweile Standard bei JCB Kettenbaggern. Dank dieses Bypass-Filtersystems mit einem 1,5 Mikron-Papierfilter muss beim JS 460 das Hydrauliköl erst nach 5000 Betriebsstunden gewechselt werden.


Ein JS 460-Bagger beim Abbruch der alten Frankfurter Messehalle
Ein JS 460-Bagger
beim Abbruch der alten
Frankfurter Messehalle


Bei einem Hydrauliksystem, das die Motorleistung optimal umsetzen soll, ist eine bestmögliche Abstimmung zwischen Antriebsaggregat und hydraulischen Komponenten unerlässlich. Das JS 460 löst diese Anforderung durch das Advanced-Management-Systems (AMS) mit aerCAN BUS-Technologie.
Elektronische Steuereinheiten an Motor und Hydraulikkomponenten sind über ein Bordnetz miteinander verbunden und informieren den Maschinenführer über den Maschinenzustand und Fehler. Durch die kurze Reaktionszeit zwischen Hydraulikpumpen- und Motorsteuerung wird der Motor in seinem Leistungskennfeld optimal ausgelastet und der Kraftstoffverbrauch minimiert.
Dank der optionalen Schnellwechselvorrichtung (Modular Joint System) kann der Baggerführer ohne große Anstrengung und Zeitverzögerung zwischen Standardausleger und dem 25-Meter-Abbruchausleger wählen. Diese Wechseleinrichtung besteht aus einem Hakensystem zur Aufnahme des Auslegers und zwei hydraulisch versenkbaren Verriegelungsbolzen. Nach nur 30 Minuten ist der Ausleger gewechselt und die Maschine wieder voll einsatzbereit. Leckölfreie Schnellkupplungen verhindern beim Umstecken der Hydraulikleitungen einen größeren Ölverlust.
Alles in allem macht die mobile Hydraulik den JS 460 von JCB zu einer rundherum modernen, leistungsfähigen und auch energiesparenden Baumaschine.



Bagger-Debüt: Neue B-Serie von Volvo

Mit der Vorstellung der Bagger der neuen B-Serie bringt Volvo eine brandneue Generation von Maschinen auf den Markt, die über höhere Leistung, vorbildliche Produktivität und noch besseren Fahrerkomfort verfügen.
Die neuen Volvo-Bagger basieren auf bewährter Volvo-Technik, warten aber mit einer ganzen Reihe zusätzlicher neuer Merkmale in puncto Hydraulik und Fahrerkomfort auf, wobei zu letzterem die verbesserte Rundumsicht gehört. Auch der Wartungsfreundlichkeit wurde besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Als Antriebsaggregat der B-Serie- Bagger dienen nun die ebenfalls neuen sechszylindrigen Volvo-Turbodiesel, speziell abgestimmt auf den besonderen Einsatz dieser Maschinenkategorie.
Motor und Hydraulik bilden ein perfektes Team und liefern vorbildliche Leistung. Die optimale Nutzung der Motorleistung führt zu sparsamem Kraftstoffverbrauch und geringen Schadstoffemissionen. Die Niederemissionsmotoren entsprechen somit den Anforderungen der Stufe 2 in Europa und den USA (EPA Tier 2).


Robuster Raupenbagger der neuen B-Serie
Robuster Raupenbagger
der neuen B-Serie


Die neuen Bagger haben eine Hydraulikanlage, die mit dem Augenmerk auf geringen Energieverbrauch und höchste Präzision entwickelt wurde. Fünf Betriebsarten ermöglichen eine jeweils einsatzgerechte Abstimmung der Hydraulikkraft und effiziente Nutzung der Hydraulikfunktionen, die der Fahrer mit den Joysticks feinfühlig und fingerleicht bedienen kann.
Zwei Axialkolben-Verstellpumpen bilden das Herz des Hydrauliksystems, das mit Prioritätsschaltung für Ausleger, Stiel oder Schwenkfunktion sowie dem Regenerationssystem für Ausleger und Stiel ein starkes Schwenkmoment, hervorragende Grabkräfte und schnelle Arbeitsspiele beim Graben und Schwenken bewirkt. Die Bewegungsabläufe konnten somit bei den B-Serie- Baggern weiter beschleunigt werden.
Seinen ergonomisch vorbildlichen Arbeitsplatz mit höhenverstellbarer Hebelkonsole weiß der Fahrer sicher zu schätzen. Ein bequemer Fahrersitz mit ebenfalls individueller Einstellung und eine elektronische Klimaregelung als serienmäßige Ausstattung runden das Bild einer Kabine ab.
Die Frontscheibe wurde vergrößert und bietet - nun ohne Querleiste und mit großzügig bemessener Wischfläche des parallel geführten Scheibenwischers - einen besseren Überblick.


Hydraulikkraft, Belastbarkeit und Robustheit verbessert
Hydraulikkraft, Belastbarkeit und
Robustheit verbessert


Weitere Komfortdetails sind die schall- und schwingungsdämpfende Kabinenaufhängung, die schallschluckende Auskleidung des Innenraums, die gut angeordnete Instrumentierung, zusätzlicher Stauraum hinter dem Fahrersitz und größere Beinfreiheit. Ein leichter Überdruck in der Kabine und die effiziente Lüftungsanlage bedeuten saubere Luft auch auf staubigen Baustellen.
Zu den wichtigen Aspekten bei der Entwicklung der B-Serie gehören weitere Wartungsvereinfachungen, lange Ölwechselabstände und der Einsatz praktischer, PC-kompatibler Service-Werkzeuge wie Contronic, MATRIS und VCADS Pro (Volvo Computer Aided Diagnostic System Professional).
Unter "Service Contronic" ist eine tragbare Einheit für die Service-Techniker zu verstehen, mit der die Betriebsdaten der Maschine zwecks rascher Fehlersuche vor Ort abgerufen werden können. Mit dem MATRIS-Programm von Volvo kann zudem das Einsatzverhalten der Maschine auf einem üblichen PC dargestellt und analysiert werden, während die Software VCADS Pro einen Test der Maschinensysteme und auch eine Aktualisierung gewisser Parameter ermöglicht.
Die Bordelektrik und -elektronik der B-Serie-Bagger entspricht nun weitgehend dem Contronic-System der anderen Volvo-Baumaschinen. Die technisch ausgereifte Steuerelektronik mit eigenem Bordrechner sorgt für eine einsatzgerechte Abstimmung der Motor- und Hydraulikleistung und somit in jeder Einsatzsituation für beste Produktivität und Kraftstoffnutzung.
Die Grabausrüstung der B-Serie wurde im Hinblick auf Hydraulikkraft, Belastbarkeit und Robustheit weiter verbessert, wobei speziell die Endlagendämpfung der Zylinder nur einen Beleg für letzteres darstellt.
Zu den Pluspunkten für die Sicherheit gehören die Druckabsenkung beim Gerätewechsel, ein optionales Schutzgitter für die Frontscheibe, FOPS/FOG-Schutz und die leistungsfähige Halogen-Beleuchtung, die zielsicheres Arbeiten auch bei schlechten Sichtverhältnissen gewährleistet. Und zu guter Letzt: die Bauteile der Bagger sind zu 9prozentig recyclingfähig.



Ungeahnte Flexibilität beim Baggereinsatz

Der schwedische Hersteller SMP parts ist mit seinen qualitativ hochwertigen Anbauteilen für Baumaschinen seit vielen Jahren auf dem deutschen Markt erfolgreich. Eine Besonderheit ist der Swingotilt (Schwenkrotator), ein Zusatzwerkzeug, das die Effizienz des Hydraulikbaggers durch Erhöhung des Arbeitstempos und Schaffung neuer Arbeitsfelder wesentlich steigert.
Der Swingotilt macht viele Einsätze einfacher und schneller, wie das Planieren von Flächen mit Hindernissen, das Arbeiten auf engstem Raum und das Ausarbeiten von Böschungen und Gräben. Andere Anwendungen werden durch den Swingotilt erst ermöglicht, wie das Be- und Entladen von Paletten. Durch die 360°-Drehfunktion und den Schwenkbereich von 42° zu jeder Seite entfällt das Rangieren des Hydraulikbaggers fast komplett. SMP bietet den Swingotilt in vier Größenklassen an:
  • SWN-2 für Baggergewichte von 16 bis 25 t; Eigengewicht des SWN-2 ca. 620 kg
  • SWN-3 für Baggergewichte von 11 bis 17 t; Eigengewicht des SWN-3 ca. 420 kg
  • SWN-4 für Baggergewichte von 6 bis 11 t; Eigengewicht des SWN-4 ca. 230 kg
  • SWN-5 für Baggergewicht von 3,5 bis 6 t; Eigengewicht des SWN-5 ca. 160kg

Der Swingotilt kann unabhängig vom Schnellwechselsystem individuell für die Bedürfnisse der Kunden gefertigt werden. Er erfreut sich großer Beliebtheit bei Gleisbaufirmen, weil er die Beweglichkeit und den Arbeitsradius der Zweiwegebagger so erweitert, dass ein Ausgleisen des Baggers fast unnötig ist.
Aber der sinnvolle Einsatz dieses Zusatzwerkzeuges von SMP reicht weit darüber hinaus. Auch beim Rohrleitungsbau, im Straßenbau oder im Garten- und Landschaftsbau finden sich für den Swingotilt immer mehr Anwendungsmöglichkeiten.
Der Swingotilt mit seiner 360°-Drehund 2 x 42°-Schwenkfunktion eröffnet ungeahnt flexible Arbeitsmöglichkeiten.

Swingotilt
Swingotilt






Super-V Zahnsystem flexibel einsetzbar

Für das Super-V-Zahnsystem bietet ESCO mehrere Flach-, Spitz-, Fels- und Gabelzähne an, mit denen das Ladegefäß auf jedes Ladegut und jedes Einsatzprofil (Graben, Lösen, Verladen, Abbau) angepasst werden kann.
Eine Besonderheit ist die Zahnspitze TYL mit glatter Unterseite zum Aufschweißen von Unterschweißmessern. Die Legierung dieses Zahnes lässt sich konventionell schweißen - eine Eigenart, die für Löffelbauer sehr wichtig sind, denn das Unterschweißmesser kann erst nach der endgültigen Fixierung der Zahnhalter auf die vier bis sechs Zähne geschweißt werden. Auch der Zahnhalter weicht ab. Da die mit dem Unterschweißmesser verbundenen Zähne nicht durch Drehung vom Halter gelöst werden können, ist der Zahnhalter so geformt, dass die Zähne durch einfaches Abziehen gewechselt werden können.


Das Unterschweißmesser kann gegen einzelne Zähne getauscht werden
Das Unterschweißmesser
kann gegen einzelne Zähne
getauscht werden


Beispielsweise setzt die Nauenburger Baustoffunion für den Löffelkorpus konventionellen Baustahl ST 52 ein. (Schneide, Seiten und Eckschutz bestehen aus Hardox. An die Schneide wurden vier ESCO Zahnhalter angeschweißt und die aufgesteckten und mit Sicherungsstift gesicherten Zähne dann mit einem Unterschweißmesser versehen. Das Messer kann mit den vier Zähnen dank der einfachen Wechseltechnik von ESCO in wenigen Minuten gegen einzelne Zähne ausgetauscht werden. Das Zahnsystem Super-V wird derzeit in 14 Größen für Radlader und Bagger mit Einsatzgewichten bis etwa 100 Tonnen angeboten. Der Aufbau ist immer identisch. Auf den helixförmigen Zahnhalter (nicht bei Unterschweißmesser) wird der Zahn mit einer Vierteldrehung aufgesetzt und dann mit einem wiederverwendbaren Sicherheitsstift, der nicht mit dem zu ladenden Material in Berührung kommt, am Zahnhalter gesichert. Für den Zahnwechsel werden nur ein Hammer und ein einfaches Austreibwerkzeug (Keil) benötigt.
Die wichtigsten Produkteigenschaften des Super-V-Zahnsystems sind:
  • Große Auswahl an Zahnspitzen für jeden Einsatz (bis zu 14 je nach Größe)
  • Schlankes Profil für minimierten Treibstoffverbrauch
  • Einteiliger vertikaler Sicherungsstift - wiederverwendbar
  • Glatter Übergang zwischen Zahn und Halter für perfekte Einleitung von Stoß- und Druckkräften in den Zahnhalter
  • Längere Zahnspitzen für verbessertes Verschleißbild
  • Hochfeste Legierungen.


Premiere einer neuen Bagger-Serie


Die neuen Modelle der Serie 7 repräsentieren nach Angaben des Herstellers einen signifikanten neuen Ansatz bei den Komatsu-Hydraulikbaggern mit hoher Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und gutem Fahrkomfort. Die Einführung der Serie 7 beginnt mit vier neuen Modellen: dem PC210-7 (21 Tonnen), PC240-7 (24 Tonnen), PC290-7 (29 Tonnen) und PC340-7 mit 34 Tonnen Betriebsgewicht. Kernpunkt der Entwicklung dieser neuen Serie war eine Steigerung der Produktivität bei gleichzeitig verbesserter Kraftstoffeffizienz und reduzierten Geräuschpegeln. Die nunmehr aktuelle Stufe II der europäischen Abgasvorschrift wird problemlos erfüllt.


Mit EMMS alle wichtigen Betriebsparameter laufend überwacht
Mit EMMS alle wichtigen
Betriebsparameter laufend
überwacht


Jede Maschine ist mit umfangreicher Steuerungs- und Überwachungselektronik ausgestattet: Dem EMMS (Equipment Management and Monitoring System) und dem VHMS (Vehicle Health Monitoring System). Diese beiden hochentwickelten Systeme ermöglichen eine "Bedienung mit Fingerspitzengefühl" bei gleichzeitig optimierter Maschinenüberwachung. Sie tragen einerseits zu verbesserter Produktivität bei und informieren andererseits Fahrer und Servicetechniker rechtzeitig über Abweichungen von den normalen Betriebsparametern - bevor ernsthafte und somit teure Schäden auftreten.
Der Komfort im Fahrerhaus wurde abermals gesteigert. Die Kabinen erhielten ein eigenes Warenzeichen: SpaceCab (TM). Die Überdruckkabine verfügt serienmäßig über eine Klimaanlage und sichert auch bei staubigen Einsätzen einen sauberen Arbeitsplatz.


Der neue PC 340 LC-7
Der neue PC 340 LC-7


Und 14 Prozent mehr Innenvolumen bietet dem Fahrer "mehr Luft zum Atmen". Auch hinsichtlich Vibrations- und Geräuschdämpfung wurden große Fortschritte erzielt. Die angenehm leise Arbeitsumgebung ermöglicht konzentrierte Arbeitseinsätze. Ebenfalls neu bei der Serie 7: Eine noch stabilere und belastbarere Gesamtkonstruktion, gesenkte Wartungskosten, zusätzliche Sicherheitsmerkmale und viele Detailverbesserungen für den Fahrerkomfort.






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