www.steine-und-erden.net > 2001 > Ausgabe 5/01 > Die Neuen zum Sieben und Klassieren: Mobil - Effizient – Kompakt

[Die Industrie der Steine + Erden]






Die Neuen zum Sieben und Klassieren: Mobil - Effizient – Kompakt


Sieben und Klassieren heute: Das heißt mobile Komponenten, die flexibel einsetzbar sind, effiziente Technik, die immer bessere Sieb- und Klassierergebnisse liefert und platzsparende Maschinen, mit denen ein optimales Ergebnis auf möglichst geringem Raum erzielt werden kann. Mit Blick auf diese Anforderungen haben die Hersteller im Bauma-Jahr eine Reihe von Innovationen auf den Markt gebracht, die es ihren Kunden gerade in wirtschaftlich schwierigem Umfeld ermöglichen, ihre Aufbereitungsprozesse noch wirksamer zu gestalten. Dies bedeutet auch, dass die vorhandenen Rohstoffe – seien es nun wertvolle Kies- oder Natursteinvorkommen oder Recycling-Rohstoffe – in bestmöglicher Art und Weise ausgenutzt und aufbereitet werden. Über die interessantesten Neuerungen wollen wir unsere Leser im folgenden Beitrag informieren.



Stark im mobilen Sieben: Metso Minerals

Seine führende Rolle im rad- und raupenmobilen Sieben unterstreicht Metso Minerals mit seinen Produkten. Die raupenmobile Siebeinheit ST620 wird von einem Caterpillar 3056 DMA-Dieselmotor angetrieben. Das Aggregat leistet 134 kW bei 2.500 min-1 und erfüllt alle Emissionsnormen. Ein in geschlossenem Kreislauf arbeitendes Hydrauliksystem liefert die Antriebsleistung für alle Hauptfunktionen der ST620 einschließlich Raupenfahrwerk, Siebkasten sowie Haupt- und Austragsförderer. Der patentierte und umrüstbare Siebkasten kann wahlweise mit Siebgeweben, mit Press-Schweißgittern oder mit Lochblechen bestückt werden. Bei 11 m2 Siebfläche eines jeden der drei Siebdecks ist ein hoher Siebdurchsatz sichergestellt
Mit hydraulisch justierbarer Siebdeckneigung sowie vor- und rückwärts gerichteter Bewegung des Siebkastens bietet die ST620 maximale Siebeffizienz, auch mit schwierig abzusiebenden Materialien. Die Maschine eignet sich zur Verarbeitung von Zuschlagsstoffen, Bauschutt, Beton oder sogar Mutterboden. Mit einem Gewicht von 27,6 Tonnen und einer Breite von drei Metern bei 14,9 Metern Transportlänge (mit verstautem Hauptförderer) ist die ST620 einfach von Einsatzort zu Einsatzort zu transportieren.
Metso Minerals bietet neben der raupenmobilen ST620-Siebmaschine auch eine radmobile Anlage (SW351), welche 23,5 Tonnen auf die Waage bringt. Die Maschine ist auf einem doppelachsigen Fahrgestell mit integrierter Druckluftbremse aufgebaut und verfügt über einen schweren Stabrostaufgeber für die Beschickung des 3,3 x 1,5 m großen Doppeldeck-Exzentersiebes.


ST 620 Siebeinheit von Metso Minerals beim Einsatz in einem schweizerischen Steinbruchbetrieb
ST 620 Siebeinheit von Metso Minerals beim
Einsatz in einem schweizerischen Steinbruchbetrieb





Neue Powerscreen-Siebanlage für Grobes

Ein Begriff für Leistungsfähigkeit ist die Powergrid seit Jahren. Jetzt findet die Erfolgsstory aber auch in der 10 bis 12 Tonnen-Klasse ihre Fortsetzung. Powerscreen liefert das 2.400 x 1.700 mm große Doppeldeckergrobsieb in drei unterschiedlichen Bauweisen. Das Basismodell, die Powergrid 400 wird mit Radlader beschickt und trennt Bauschutt, Boden und schwer siebfähige Materialien mittels Maschensieb, Lochblech oder Boforrost in Fein- und Grobfraktionen. Die Feinfraktion wird vom Radlader aus dem Haldenraum unter dem Sieb aufgenommen und abtransportiert. Der Antrieb erfolgt über einen 44 KW starken Deutz Dieselmotor. Mittels Drei-Achs-Hakenlift kann dieses kostengünstige Einsteigermodell problemlos umgesetzt werden. Für Mobilität direkt am Einsatzort liefert Powerscreen die Maschine auch mit Haldenband für die Feinfraktion als Sattelauflieger oder Hänger mit TÜV-Gutachten für Straßenfahrten bis 80 km/h. Besonders „mobile“ Betreiber, z. B. bei Baggerbeschickung, nutzen die Vorteile der Powertrack 600. Dieses Modell kann mit Funkfernsteuerung selbstfahrend umgesetzt werden. Die erste Powertrack 600 ist bei Christophel in Lübeck/Duisburg zu besichtigen.



Powertrack 600
Powertrack 600




Multifunktional und raupenmobil

Mit einer einzigen Mobilanlage 250 Tonnen sauber klassiertes Endprodukt der Körnung 0 - 40/h herzustellen – dies sind die Leistungsdaten der neuen raupenmobilen Brech- und Siebanlage MRK 1315Z von Kleemann + Reiner. Eine Vielzahl von Funktionen sind bei dieser Anlage auf einem Raupenfahrgestell integriert. Früher hätte man für ein vergleichbares stationäres Werk rund 200 m2 Grundfläche benötigt. Der Aufgabetrichter, der in der Abbildung gezeigten Anlage und die darunter liegende Rinne ermöglicht die Beschickung auch mit großen Radladertypen. Die Vorsiebung in der Ausführung eines Doppeldeckersiebes eröffnet die Möglichkeit, das Material bereits im Vorsiebbereich noch einmal zu trennen, um es dann entweder seitlich auszutragen oder dem Fertigprodukt beizugeben. Die Prallmühle ist voll hydraulisch in allen Verstellfunktionen und in der Bewegung aller Schwingen und hat eine Einlaufbreite von 1.300 mm. Unter dem Brecher ist eine Rinne installiert, da es sich um eine Universalmaschine handelt, die sowohl für Naturstein als auch für Recycling eingesetzt werden kann.

Das gebrochene Material wird im großen Freischwingersieb abgesiebt – und zwar entweder auf zwei definierte Körnungen plus Überkorn oder alternativ auf eine Endkörnung, wobei dann beide Decks für die Trennung genutzt werden. Der Überlauf beider Siebdecks wird wieder zum Brecher zurückgeführt, um das nachgeschaltete Sieb niemals zum Engpass der Anlage werden zu lassen. Die querliegenden Bänder am Ende des Siebes sind beide reversierbar, um die entsprechenden Körnungen entweder seitlich auszutragen oder der Überkornrückführung zuzuführen.
Durch die Gestaltung des Materialflusses in der gesamten Brecher- und Siebeinheit sind mit dieser Anlage hohe Stundenleistungen möglich. Dabei wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass trotz ihrer kompakten Bauart die Anlage für Reparaturen und Wartung gut zugänglich bleibt. Über eine Hydraulik kann die komplette vordere Siebeinheit mit dem Austragsband abgesetzt und von der übrigen Maschine getrennt werden. Dies ermöglicht einen einfachen Siebwechsel. Auch kann die Anlage ohne das nachgeschaltete Sieb zum Einsatz kommen und als konventionelle Brechanlage genutzt werden. Über ein eingebautes Modem kann der Anlagenhersteller jederzeit technische Probleme diagnostizieren und dem Kunden so gezielt mit Rat und Tat zur Seite stehen. Für den Transport kann die Mobilanlage ohne die Demontage von Komponenten auf Mehrachs-Tiefladern transportiert werden. Nach Herstellerangabe beträgt die Rüstzeit ca. eine halbe Stunde.



Brech- und Siebanlage MRK 1315Z
Brech- und Siebanlage MRK 1315Z




Finlay erweitert Fertigungsprogramm

Der bekannte Hersteller von mobilen Siebanlagen, die Firma Finlay aus Nordirland, hat jetzt sein Fertigungsprogramm erneut erweitert. Die erst vor einem Jahr neu durch den Importeur Oppermann & Fuss präsentierte raupenmobile Anlage des Typs 693 wurde jetzt durch zwei kleinere Varianten, die Typen 683 und 663 ergänzt. Dank eines angetriebenen Raupenlaufwerks sind auch diese Anlagen durch ihre hohe Mobilität gekennzeichnet. Auch andere Konstruktionsmerkmale wurden von der größeren Schwester übernommen: so z. B. der aufgebaute Dieselmotor, durch den die Maschinen antriebsautark werden und die Fernsteuermöglichkeit aller Funktionen. Die Anlagen sind jeweils mit einer freischwingenden Doppeldecker-Siebmaschine mit den Abmessungen 3,6 m x 1,5 m bzw. 3 m x 1,25 m ausgerüstet. Die Schwingungsweite des Siebkastens ist variabel, so dass die Amplitude den jeweiligen Siebbedingungen angepasst werden kann, was zu einer optimierten Siebleistung führt. Über Abzugsbänder werden die drei abgesiebten, unterschiedlichen Körnungen aufgehaldet. Je nach Material und Art der verwendeten Siebbeläge erreichen die Anlagen bis zu 500 t/h bzw. 300 t/h Leistung.



Finlay 663
Finlay 663




Das neue Doublescreen-Siebsystem von Extec

Über seinen deutschen Importeur, die Douglas Siebtechnik GmbH in Oberaula bringt Extec jetzt eine neue Generation von rad- und raupenmobilen Siebanlagen auf den Markt. Unter der Bezeichnung Doublescreen präsentiert man eine Produktinnovation, die sich durch variablen Siebkastenwinkel, flexible Siebkastenvibration, einstellbare Siebkastenamplitude und unabhängige Siebkastengeschwindigkeit auszeichnet. Der Doublescreen Siebkasten erlaubt die Einstellung von mehr als zwanzig verschiedenen Siebwinkeln. Auf diese Art und Weise kann die Leistung des Siebes maximiert werden, da man den Materialfluss gezielt steuern kann. Ein steiler Winkel im Bereich des primären Siebkastens (1) stellt sicher, dass der größte Teil des Materials im Anfangsbereich aufbereitet und abgesiebt wird (2). Im flach angeordneten zweiten Siebkasten (3) wird das verbleibende Material effizient abgesiebt. So erreicht man sortenreine Klassierergebnisse (4) bei hoher Produktionsleistung. Aufgrund des „Mini-Ketten“-Systems arbeitet die Extec Doublescreen Siebanlage am Einsatzort wie eine volle raupenmobile Anlage, wobei die Verkehrstüchtigkeit im Straßenverkehr durch den Aufbau auf einem radmobilen Fahrgestell gegeben ist.



Doublescreen-Siebsystem
Prinzipskizze der Exec-Anlage
Doublescreen-Siebsystem
Prinzipskizze der Exec-Anlage




Komplette Hydro-clean-Anlage nach Süddeutschland verkauft

Für ein Kieswerk im Raum München liefert die Haver & Boecker Maschinenfabrik Münster eine komplette Kiesaufbereitungsanlage für eine Aufgabeleistung von 80 t/h bei Aufgabekörnung von 0 - 100 mm. Kernstück der Anlage ist das innovative wassersparende und verschleißarme Hochdruckreinigungssystem Haver Hydro-clean, welches sich durch umwelt- und ressourcenschonende Reinigung von Kies,
Steinerde und Recyclingmaterial auszeichnet. Wie sich in der Praxis zeigt, hat jedes Material seine spezifischen Eigenschaften, welche sich auf die Effizienz der Reinigung auswirken. Hinzu kommen verschiedenste Anforderungen der Endkunden. Aus dieser Sachlage hat man bei Haver & Boecker die Folgerung gezogen, dass Waschversuche vor Ort erforderlich sind. Für diesen Zweck bietet Haver & Boecker jetzt eine Hydro-clean-Versuchsanlage, die mit wenig Aufwand zum jeweiligen Interessenten für die entsprechenden Versuche transportiert werden kann. Die Versuchsmaschine ist in der Lage, Materialien im Körnungsbereich von 0 - 60 mm zu reinigen. Der Auf- und Abbau kann in wenigen Stunden erfolgen. Kundenseitig muss lediglich Strom, Wasser und die Materialaufgabe beigestellt werden.
Bei der jetzt in München ausgelieferten Komplettanlage wird ein Aufgabebunker mit Rost zur Absiebung großer Steine eingesetzt. Über das Bunkerabzugsband gelangt das Material über das Aufgabeband zum Hydro-clean. Vom Hydro-clean wird die Körnung auf ein Haver Niagara Flachsieb mit Brausevorrichtung aufgegeben. Die hier erzeugten Fertigkörnungen 4 - 8 mm, 8 - 16 mm, 16 - 22 mm und 22 - x mm werden direkt über Haldenbänder auf Freihalden abgezogen. Das Material 0 - 4 mm geht auf einen Sandfang, wo die Abschlemmbaren Bestandteile kleiner 63 micron abgeschieden werden. Der Sand wird dann wieder über ein Haldenband auf Freihalde gefördert. Das Material 0 - 63 micron geht vom Sandfang in einen Vorlagebehälter und wird von dort mit einer Pumpe zu den Setzteichen gefördert. Aus diesen Setzteichen wiederum erfolgt die
Frischwasserentnahme für den Hydro-clean und die Siebbebrausung. Haver & Boecker lieferte ebenfalls die gesamte Anlagensteuerung, wobei der Betrieb im Spätsommer aufgenommen wird. Die Anlage kann von interessierten Kunden besichtigt werden.



Die weltgrößte Taumelsiebmaschine

Taumelsiebmaschinen zählen zu den effizientesten Franktioniersystemen für die Baustoff-, Steine und Erden- und Recyclingindustrie. Die Allgaier Werke GmbH hat nun erstmals eine Taumelsiebmaschine mit einem Siebdurchmesser von 2.900 mm realisiert und damit einen neuen Baugrößen-Weltrekord für Rundsiebmaschinen aufgestellt. Damit wachsen die Chancen, Rundsiebmaschinen auch in der Steine und Erdenindustrie mit ihren wachsenden Anforderungen hinsichtlich hoher Durchsätze in einer einzigen Siebeinheit zukünftig häufiger anzutreffen. Hinsichtlich Trenntechnik, Durchsatz, Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit verschiebt Allgaier mit der tsi 290 damit die Grenzen in neue Dimensionen.
Mit einem neu entwickelten, patentierten System lässt sich außerdem der Materialaustrag an Taumelsiebmaschinen jetzt problemlos überwachen. Ein berührungslos arbeitender Signalgeber detektiert die Schichthöhe im Austrag. Da sich Überlast, Verstopfung oder Siebbruch durch eine Veränderung der Austragsschichthöhe rasch bemerkbar machen, kann auf diese Weise der optimale Betriebszustand einer Taumelsiebmaschine permanent überwacht und Fehlproduktion vermieden werden. Taumelsiebmaschinen zählen damit zu den effizientesten Trennsystemen mit hoher Trennschärfe. Gerade bei Anlagen, die hohe Durchsätze fahren, sind aber Siebbruch, Überlast oder Verstopfung Risiken, welche die Prozess-Sicherheit bisher einschränkten. An den bis zu fünf Ausläufen einer Taumelsiebmaschine werden berührungslos arbeitende Sensoren installiert und detektieren permanent die Schichthöhe des ausgetragenen Materials. Eine definierte Schichthöhe steht in direkter Korrelation zu einer optimal funktionierenden Siebebene. Im Falle einer Verstopfung oder durch Überlast, Siebbruch oder durch starke Abweichungen in der Kornverteilung des Aufgabegutes sowie bei Störungen im Antriebssystem wird durch die ansteigende Schichthöhe Alarm ausgelöst. Die Messwerte werden mit den in einer frei programmierbaren Auswerteeinheit gespeicherten Sollwerten verglichen. Weicht der Istwert vom eingestellten Toleranzband über eine programmierbare Dauer ab, wird dies signalisiert. Ein potentialfreier Ausgang dient zudem der Übermittlung der Störungsmeldung an ein übergeordnetes Prozessleitsystem. Die neuartige Prozessüberwachung ist einfach zu installieren, kostengünstig und problemlos nachrüstbar. Die Sensorabstimmung für das zu fraktionierende Material lässt sich schnell und einfach durchführen. Zusätzlich registriert das System die Maschinenlaufzeit, um so rechtzeitig auf vorgegebene Serviceintervalle aufmerksam zu machen.



Die weltgrößte Taumelsiebmaschine definiert Durchsatzhöchstleistung neu
Die weltgrößte Taumelsiebmaschine
definiert Durchsatzhöchstleistung neu

Allgaier-Prozessüberwachung
Allgaier-Prozessüberwachung




Neue Generation von Taumelsiebmaschinen

GKM Siebtechnik GmbH stellt jetzt eine neue Generation von Taumelsiebmaschinen in kompakter Bauweise vor, die sich durch dynamischen Massenausgleich und automatische Siebzentrierung auszeichnen. Im Wesentlichen wird die Bewegung der Taumelsiebmaschine mit einer natürlichen Handsiebung verglichen. Die Taumelsiebmaschinen von GKM eignen sich besonders zur Absiebung von pulverförmigen Produkten in mehrere Franktionen im Bereich von 3 mm bis 30 micron. Das abzusiebende Produkt wird zentrisch und kontinuierlich in die Maschine gefördert und verteilt sich dann gleichförmig von innen nach außen über die Siebfläche. Die feinen Partikel fallen bereits in der Mitte des Siebes durch die Maschen und die gröberen nach und nach bis hin zum Außenrand des Siebes. Das Produkt wird spiralförmig bewegt, wobei sich die Beschleunigung auf die Partikel mit steigendem Abstand von der Mitte erhöht, so dass zum Rand hin auch die Grenzkörner abgesiebt werden. Das Feingut und das Grobgut wird seitlich durch Ausläufe aus der Maschine gefördert. Beim Grobgut wird in der Regel vor dem Auslaufschacht ein verstellbarer oder feststehender Abweiser platziert, der wie eine Türe das Material schneller oder langsamer vom Siebdeck laufen lässt. Bei jedem Siebdeck wiederholt sich dieser Vorgang aufs neue.
Das Herzstück der neuen Generation ist die patentierte GKM-Verstellung, mit der die Verweilzeit des Produktes auf den Sieben eingestellt wird. Zwischen der Hauptwelle und dem Hauptzapfen wird zunächst ein Excenter eingestellt, der zwischen 20 und 40 mm liegt. Dieser erzeugt eine horizontale Kreisbewegung des Siebkörpers bei 170 bis 270 min-1. Zusätzlich wird der Siebkörper radial und tangential zur Antriebsachse geneigt und damit die dreidimensionale Siebbewegung erzeugt. GKM liefert Maschinen bis zu 2.600 mm Durchmesser. Die Anlagen können mit einem bis zu sechs Siebdecks ausgerüstet werden und sind für Aufgabeleistungen von bis zu 40 Tonnen je Stunde geeignet. Grundvoraussetzung für einen kontinuierlichen Betrieb ist, zu verhindern, dass sich Siebmaschinen zusetzen. Hierfür stehen unterschiedlichste Siebreinigungssysteme zur Verfügung.



KTS 2600-4
KTS 2600-4




Der Mogensen Sizer in der 4. Generation

Seit mehr als 10 Jahren vertreibt Mogensen ein System zur Absiebung siebschwieriger Produkte, den Mogensen-Sizer SL. Die Maschine wurde jetzt überarbeitet und wird jetzt als Langdecksizer Typ SC in der 4. Generation vertrieben. Gleichzeitig entwickelten man einen neuen Sizer Typ SG, der sich durch seine kreisförmige Schwingbewegung besonders zur Absiebung schwierigster Produkte eignet. Bei der konstruktiven Überarbeitung des neuen SC-Sizers wurde die Möglichkeiten moderner Fertigungsverfahren wie z. B. Laser- und Wasserschneidverfahren für die Blechbearbeitung berücksichtigt. Bei der Konstruktion wurden an Stelle von Vollprofilen vermehrt Hohlprofile für die erforderliche Stabilität eingesetzt. Eine erhebliche Gewichtsreduzierung ist die Folge. Der SC-Sizer wird in fünf verschiedenen Baugrößen angeboten: Vom 1,0 m breiten SC 10x bis hin zum 3,0 m breiten SC 30x. Alle Typen lassen sich mit 2,4 oder 6 übereinanderliegenden Siebdecks ausrüsten. Ab der Baugröße SC 25x erfolgt der Antrieb mit zwei öltauchgeschmierten Getriebe-Richterregern mittels Kardangelenkwelle und externem Motor.
Alle anderen Baugrößen werden mit dauergeschmierten Umwuchtvibratoren ausgerüstet. Aufgrund des geringeren Eigengewichtes verfügt die 4. Generation über geringere Motorleistungen verbunden mit der entsprechenden Energieeinsparung, zeichnet sich durch geringere dynamische Belastungen der Unterkonstruktion bzw. Gebäudeschwingungen aus und ist erheblich einfacher zu transportieren und zu montieren.
Der neue SG-Sizer Typ ist aufgrund seines Schwingverhaltens als komplette Neuentwicklung zu bezeichnen. Der SG-Sizer ist ein Kreisschwinger mit horizontal angeordnetem Vibrationsmotor. Die kreisförmige Schwingbewegung entwickelt sich dabei zu einer eliptischen Schwingbewegung, je weiter man sich vom Maschinenschwerpunkt entfernt. Hierdurch entsteht eine in Förderrichtung wirkende Beschleunigungskomponente. Das aufgegebene Schüttgut wird sofort gelockert und aufgrund der hohen Beschleunigung von bis zu 10 g verstopfungsfrei abgesiebt. Durch die drehbare Motortraverse ist es möglich, die Richtung der Wirklinien zu beeinflussen und im Nachhinein eine optimierte Schwingbewegung und Schwingrichtung einzustellen. Der SG-Sizer wird in drei Baugrößen von 1 m Breite bis zu 2 m Breite angeboten und ist mit 2,3 oder 4 Siebdecks übereinander ausgerüstet.

Im Vergleich zu herkömmlichen Siebmaschinen erreichen die Sizer wesentlich geringere Verweilzeiten des Siebmaterials in der Maschine. Die Vorteile liegen auf der Hand:
  • Hohe Durchsatzleistung bei geringer Maschinenabmessung
  • Kompakte, platzsparende Bauweise
  • Geringe Verschleißkosten
  • Geringere Produktbeschädigung und Vermeidung von unnötigem Abrieb
  • Keine großvolumigen Feinguttrichter
  • Geringerer Energiebedarf




Der neue SC-Sizer
Der neue SC-Sizer


Schnittbild eines Mogensen Sizers
Schnittbild eines Mogensen Sizers





Stecksiebe mit maximaler Siebfläche

Stecksiebsysteme haben eine Reihe von Vorteilen. Ihr Prinzip beruht auf einer einfachen, robusten, aber sicheren Verbindung genormter Bauelemente mit einer geeigneten Klassierfläche. Aufgrund des genormten Aufbaus kann das Siebdeck mit unterschiedlichen Siebbelägen belegt und den jeweiligen Rohstoff- und Betriebsbedingungen exakt angepasst werden. Die Stecksysteme von Gummi-Küper eignen sich nicht nur für die Erstausrüstung neuer Siebmaschinen, sondern auch für die Umrüstung. Adapterleisten fixieren bei dem Varia-Stecksystem die Siebmodule auf der Unterkonstruktion. Die Siebelemente können einfach eingeschlagen, ausgehebelt oder seitlich ein- und ausgeschoben werden. Darüber hinaus schützen die Adapterleisten die Stahlunterkonstruktion vor Verschleiß. Die umfangreichen Erfahrungen mit Gummi- und Polyurethan-Siebbelägen und der Kundenwunsch nach größeren offenen Siebflächen waren der Anlass für eine weitere Verbesserung des Stecksystems. Bei dem anlässlich der Baum 2001 erstmals vorgestellten Ideal-Stecksystem wird die Klassierfläche noch besser ausgenutzt und vergrößert. Die Unterkonstruktion besteht aus hochkant stehenden Flacheisen auf die Stahlbolzen angebracht werden. Damit verzichtet man auf Adapterleisten und sonstige zusätzliche Befestigungsteile. Bei Verwendung der Idealbeläge von Gummi-Küper erhöht sich die offene Siebfläche, je nach Lochung, um bis zu 20 Prozent.



Maximaler Siebdurchsatz durch maximal offene Siebfläche (zwei Siebbeläge von oben)
Maximaler Siebdurchsatz durch maximal offene
Siebfläche (zwei Siebbeläge von oben)




Grecco-Siebmaschinen für verstopfungsfreises Klassieren

Dass sich die neu entwickelten Grecco-Siebmaschinen des Dülmener Herstellers Jöst GmbH + Co. KG besonders für siebschwieriges Gut eignen, konnten sie jetzt bei der Absiebung von Magnesite in Griechenland unter Beweis stellen. Siebbeschleunigungswerte von mehr als 8-facher Erdbeschleunigung und die kaskadenförmige Anordnung der Siebdecks bewirken dort eine intensive Auflockerung des Aufgabegutes und ermöglichen dadurch eine grenzkornscharfe Absiebung. Die Neigung der Siebkaskaden von 18° begünstigt die Dünnschichtsiebung bei hoher Aufgabemenge. Befindet sich Grobkorn im Aufgabegut, so lassen sich extrem hohe Siebleistungswerte auch im unteren Trennschnittbereich bis 4 mm erzielen. Die Klassiereinrichtungen besitzen Siebeinsätze aus einseitig in Traversen vergossenen Stahlstangen mit unterschiedlichem Gewicht, die durch die Einwirkung des Siebantriebes in Transversalschwingungen versetzt werden. Hierdurch befreien sich die Siebspalten selbst von Steckkorn und Materialanhaftungen. Durch entsprechende konstruktive Maßnahmen am Ende der Standen werden unzulässige Amplituden, die normalerweise zum Bruch der Stangen führen, verhindert.
Die Schwingungsbegrenzung der einzelnen Stäbe dient gleichermaßen als Schutzanschlag und Pralleffekt zum Lösen anhaftender Stoffe. Die modulare Bauweise ermöglicht auch die Herstellung beliebig großer Siebmaschinen in einem vorgegebenen Rastermaß. Die Maschinenlagerungen bestehen aus besonders schwingungsisolierenden Schraubendruckfedern. Eine Klemmvorrichtung für die Lagerungskonsolen ermöglicht eine problemlose Neigungsveränderung der Siebmaschine.
Der Jöst-Umwuchtwellen-Antrieb mit außenliegenden Umwuchten dient zur Erzeugung der kreisförmigen Schwingbewegung der Maschine. Die Grecco-Siebmaschinen können für alle gängigen Siebaufgaben in der Steine und Erden-Industrie eingesetzt werden.



Grecco-Siebanlage SWE 1,6x5,0 / SRE 1,6x3,0
Grecco-Siebanlage SWE 1,6x5,0 / SRE 1,6x3,0






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