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Im Osten was Neues: Die Sektion VI der StBG betreut alle neuen Bundesländer
Die Sektion VI in Dresden ist die jüngste Sektion der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft. Sie wurde nach der
Wiedervereinigung am 1. Oktober 1990 gegründet, zunächst zuständig für die Bundesländer
Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Aus kleinen Anfängen – der erste Standort im ehemaligen Kombinat
Zuschlagstoffe/Naturstein ist nur noch als „Bruchbude“ in Erinnerung – entwickelte sich eine effiziente Verwaltung
mit 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ende 1996 erfolgte der Umzug in das neue Domizil in der Ludwig-Hartmann-Straße,
auf das nicht nur Sektions-Geschäftsführer Dr. Ulrich Grolik stolz ist.
Im Juli 1998 wurde auch der Bereich Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin nach Dresden verlegt, denn die
bis dahin in Berlin ansässige Sektion V wird nur noch als Geschäftsstelle des Bereichs Prävention
weitergeführt. Somit ist die Sektion VI für das gesamt Gebiet der Ex-DDR zuständig.
Diese „Lage“ und die damit zusammenhängenden Verhältnisse beeinflussen natürlich die Inhalte der
Sachbearbeitung nachhaltig:
- Nach Neugründung der Berufsgenossenschaften auf dem Gebiet der neuen Bundesländer wurden die Altrentenfälle
der DDR unabhängig von fachlichen Gliederungen unter allen Berufsgenossenschaften nach einem „Geburtstagsschlüssel“
aufgeteilt, so dass heute die Sektion VI viele Versicherte betreut, die nicht zum Bereich der Steinbruchs-BG gehören.
- Aber auch bei der Bearbeitung der aktuellen Versicherungs- und Rentenfälle müssen die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter oft kriminalistischen Spürsinn nach alten Unterlagen entwickeln. In der DDR gab es keine gesetzliche
Krankenversicherung im westlichen Sinne; nachdem auch die Polikliniken aufgelöst wurden, liefert vor allem
die ehemalige Sozialversicherung als „Einheitsversicherung“ die Daten über alte Unfälle, die für
die Berechnung von Ansprüchen herangezogen werden müssen.
- Teilweise gilt DDR-Recht weiter. Es müssen Unfälle berücksichtigt werden, die für „Westler“
sehr exotisch klingen, zum Beispiel „Unfälle nach gesellschaftlicher Tätigkeit“ .
- Und last but not least: Die Unternehmenszahlen sind rückläufig. Die Betriebsstellen bleiben zwar
bestehen, aber diese werden wieder in die meist im Westen beheimateten Muttergesellschaften eingegliedert. Für
die Entschädigungsfälle ist damit die BG am Hauptsitz des Unternehmens zuständig, die Präventionsarbeit
bleibt aber der Sektion VI.
Mario Kunte machte, als er aus der Sektion II nach Dresden kam, die Erfahrung, dass intensiver betreut werden
muss: „In der Alt-BRD ist das System gewachsen, hier müssen Sicherheitsfachkräfte und Ärzte stärker über ihre Möglichkeiten und die Verfahrensgänge aufgeklärt werden.“
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Im Bild (v.l.n.r.) sitzend: Kathrin Kunze,
Ralf Seibt, Christa Dohmann; stehend: Mario Kunte,
Ute Fritsch, Antje Gottke, Dr. Ulrich Grolik,
Jochen Gräfe.
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(v.l.n.r.): Hanna Acker, Petra Enge, Renate Eckert,
Stefanie Kramer, Sylvia Mosel (vorn), Helga Bärisch,
Margitta Milke, Bettina Burkhardt, Birgit Kopperschmidt,
Elke Worm
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(v.l.n.r.): Helmut Kleint (vorn), Roland Mettke,
Grit Mettke, Franziska Graber, Sabine Selmaier,
Ingo Dambeck, Bettina Elsner, Claudia Görner
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Die Mitarbeiter des Bereichs Prävention der
Sektion VI (v.l.n.r.): Jürgen Pester,
Dr. Wolfgang Miksch, Adolf Klein (stehend),
Dr. Dietrich Schöne, Dr. Bernd Schneider,
Sabine Windisch.
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