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Materialanbackungen an Umlenktrommeln wirkungsvoll verhindern
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Kontakt: Mörtel-Union GmbH & Co. KG, D-30855 Langenhagen
Herr Victor Felk, Tel.: (05 11) 74 10 21
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Wer kennt das Problem nicht: Beim Transport von stark lehmhaltigem Sand mittels Förderbändern bilden
sich häufig sehr schnell Materialanbackungen an den Umlenk- und Antriebstrommeln. Die Beseitigung dieser Anbackungen
ist eine äußerst gefährliche und langwierige Arbeit. Da hierbei schon viele Mitarbeiter schwerste
Verletzungen erlitten haben – diese reichen von schwersten Quetschungen über Verbrennungen bis hin zu kompletten
Armverlusten – besteht die strikte Anweisung, dass solche Reinigungsarbeiten in dem äußerst gefährlichen
Einzugsbereich von auflaufendem Gummigurt und sich drehender Trommel nur bei stillstehender Förderbandanlage
durchgeführt werden dürfen.
In einem Mörtelwerk mit eigener Sandgrube sah man sich ebenfalls mit dem Verunreinigungsproblem konfrontiert.
Im vorliegenden Fall wird Sand im Trockenabbau gewonnen und gesiebt. Anschließend erfolgt der direkte Verkauf
oder die Verwendung zur Herstellung von Mörtel. Geringe Mengen des stark lehmhaltigen Materials führten
wiederholt zu Anbackungen auf den Umlenktrommeln der Förderbänder. Dies hatte zur Folge, dass die Gurte
schief liefen und weiteres Material in den Untergurt fiel. Dadurch kam es immer wieder zu Störungen und daraus
resultierenden Produktionsausfallzeiten.
Neben einer Optimierung der Übergabestellen wurde nach einer Möglichkeit gesucht, die immer wieder auftretenden
Anbackungen auf den Trommeln effektiver zu entfernen. So wurden eine Reihe von auf dem Markt erhältlichen
Abstreifeinrichtungen getestet. Allerdings mit bescheidenem Erfolg. Da das Material so stark anhaftet, konnte es
von den Abstreifsystemen nicht abrutschen, sondern es baute sich im Gegenteil noch weiter auf, wodurch sich
das Problem noch verschärfte. Die im Nassabbau bekannte Möglichkeit, die Rollen regelmäßig
mit Wasser zu spülen, konnten in der Trockengewinnung nicht realisiert werden. In dem Mitgliedsunternehmen
wurde daraufhin eine eigene Lösung entwickelt: Vor der Umlenktrommel wird parallel zur Trommelachse ein Winkelprofil
so angebracht, dass es seitlich zwangsgeführt mit einer Hebelmechanik gegen die sich drehende Rolle gedrückt
werden kann. Die hierdurch abgeschabten Anbackungen werden vom Winkelprofil aufgenommen und anschließend
mit einem ebenfalls zwangsgeführten Schieber quer zur Bandlaufrichtung seitlich aus der Bandkonstruktion
herausbefördert. Beide Bedienungseinrichtungen sind außerhalb der Gefahrstellen angeordnet, so dass
der Reinigungsbetrieb bei laufendem Förderband durchgeführt werden kann.
Die beschriebene Einrichtung ermöglicht eine schnelle und gefahrlose Beseitigung von Anbackungen auf den Antriebs-
und Umlenktrommeln von Bandförderern. Langwierige Ausfallzeiten können dadurch vermieden werden und zwingen
die Mitarbeiter nicht zu äußerst gefährlichen Manipulationen im Bereich der Einzugsstellen an laufenden
Förderbändern.

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