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[Die Industrie der Steine + Erden]






Förderbandanlagen zum Schneeräumen

Kontakt: Kies- und Betonwerke Tröndle GmbH, D-79790 Küssaberg
Herr Matthias Leute, Tel.: (0 77 41) 15 67




Problem
Alle Jahre wieder ... haben nach starken Schneefällen viele Unternehmen in der Baustoff-Industrie, die weitläufige Förderbandanlagen betreiben, das Problem, diese frühmorgens in Betrieb zu nehmen. So verstopft der auf dem Förderbandgurt liegende Schnee die Übergabestellen und es kommt zu gefährlichen Eis- und Schneeanbackungen an Tragrollen sowie Antriebs- und Umlenktrommeln. Darüber hinaus führt in Silos oder Bunker hineingeförderter Schnee zu Störungen im weiteren Produktionsablauf. Auch auf die Produktqualität insbesondere in Beton- und Fertigteilwerken wirkt sich ein hoher Eis- oder Schneeanteil in den Zuschlagstoffen negativ aus. In vielen Unternehmen müssen daher die Förderbandanlagen nach starkem Schneefall vor Produktionsbeginn manuell von Schnee und Eis befreit werden.
Dazu steigen mit Schaufel und Besen ausgerüstete Mitarbeiter auf die Bandanlagen, um die Schneemengen zu beseitigen. Dabei besteht für diese ein erhebliches Absturzrisiko. Sowohl beim Besteigen der Bandanlagen als auch beim Begehen der rutschigen Gummigurte. Darüber hinaus sind eine Reihe von Mitarbeitern für eine nicht unerhebliche Arbeitsdauer mit der Durchführung dieser Arbeiten gebunden.


Praxislösung
Genug Gründe also, um sich mit einer sicheren und schnelleren Art der Schneeräumung von Förderbandanlagen zu beschäftigen. In einem Unternehmen der Beton-Industrie, welches ein eigenes Kieswerk betreibt, wurde ein mechanischer Schnee-Entferner konstruiert und angefertigt. Dieses Gerät wurde so konzipiert, dass es als Anbaugerät sowohl an einem Gabelstapler als auch an einem mit Gabelzinken ausgerüsteten Radlader eingesetzt werden kann. Dadurch wird eine hohe Mobilität gewährleistet. Am SchneeEntferner angeordnete Führungsschuhe sowie eine Sicherungskette sorgen für eine sichere Verbindung mit dem Trägergerät. Das hochklappbare Räumschild ist auf einem Stahlrahmen montiert. Um die Muldung des Förderbandgurtes unterhalb des Räumschildes aufzuheben, sind im betreffenden Bereich Untergurttragrollen sowie Auflagehölzer angebracht. Die Arbeit mit diesem Gerät geht dann wie folgt vonstatten: Die zu räumende Förderbandanlage ist zunächst gegen irrtümliches Einschalten zu sichern. Daraufhin wird das Trägergerät mit dem bereits montierten Schnee-Entferner bei hochgeklapptem Räumschild in der Nähe der Abwurftrommel zwischen zwei Tragrollen positioniert. Danach wird das Räumschild heruntergeklappt und das Gerät mit einer kurzen Kette mit der Förderbandkonstruktion verbunden. Anschließend wird der Förderbandgurt in Gang gesetzt. Durch das schräg gestellte Räumschild wird der aufliegende Schnee seitlich vom Förderbandgurt beseitigt. Wird als Trägergerät ein Radlader, welcher mit einer Klappschaufel ausgestattet ist, eingesetzt, kann das Räumschild auch hydraulisch betätigt werden.

Aufsetzen des Schneeräumers auf das Förderband



Erfahrung
Der hier beschriebene Schneeräumer wird im Mitgliedsunternehmen bereits seit einigen Jahren mit Erfolg eingesetzt. Damit konnte das Unfallrisiko für die mit diesen Arbeiten betrauten Mitarbeiter deutlich reduziert werden.
Absturzunfälle von vereisten Förderbandgurten sind seitdem nicht mehr eingetreten. Darüber hinaus liefert dieses Gerät auch einen wirtschaftlichen Beitrag. So konnte die Räumzeit von vorher ca. 1 1/2 Stunden auf jetzt circa 15 Minuten reduziert werden. Folge: Mit der Aufnahme der Produktion am Morgen konnte wesentlich früher begonnen werden. Darüber hinaus werden für die Durchführung statt vorher vier jetzt nur noch zwei Mitarbeiter benötigt.






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