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Heidelberger Zement für integriertes Umweltmanagementsystem zertifiziert

Als erstes Unternehmen der Branche erhielt Heidelberger Zement für alle seine deutschen Zementwerke am 23. Juni die Zertifizierungsurkunde für ein integriertes Managementsystem für Qualität und Umwelt, das den Anforderungen der internationalen Normen ISO 9001 und ISO 14001 gerecht wird. „Mit einem so umfassenden System ist die Heidelberger Zement AG auch im internationalen Vergleich führend,“ bescheinigte Stefan Heinloth, der Geschäftsführer der DQS (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen mbH).
Vorstandsmitglied Andreas Kern, der für die deutschsprachige Region Zentraleuropa-West verantwortlich zeichnet, zitierte aus der Heidelberger Umweltschutzverpflichtung, einem Teil des jüngst formulierten Unternehmens-Leitbildes des Konzerns: „Umweltschutz besitzt besondere Bedeutung für unsere Mitarbeiter, Mitbürger und Kunden..... Wir setzen gezielt sekundäre Brenn- und Rohstoffe ein und sichern deren Verfügbarkeit. Wir sind bestrebt, Ressourcen zu schonen und unsere Herstellverfahren und Produkte in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu optimieren. Wir bauen auf moderne, bewährte Umweltschutztechnologien. .... Unser Ziel ist eine nachhaltige zukunftsverträgliche Entwicklung.“
Um dieser hohen Selbstverpflichtung nachzukommen, hat der Geschäftsbereich Zement mit seinen sechs Standorten in Deutschland bereits Ende 1999 begonnen, unter Federführung des Heidelberger Technology Centers, der konzernweiten Technik- und Umweltzentrale, ein integriertes System an den einzelnen Standorten aufzubauen. „Die Zertifizierung des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 macht nun auch nach außen hin sichtbar, was die einzelnen Standorte bereits seit Jahren an Umweltvorsorgemaßnahmen leisten“ resümmiert Andreas Kern, der mit dem Managementsystem auch ein optimales Instrument zur Verfügung hat, in den dezentral geführten Standorten eine einheitliche Umweltpolitik durchzuführen.
„Am wichtigsten für uns ist, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich mit dem Thema Umweltschutz identifizieren und den Umweltschutzgedanken leben“ fasst Werksleiter Hans-Georg Kraut vom Projektteam die Bedeutung für die praktische Arbeit zusammen. Am Beispiel der Selbstverpflichtung zur CO2-Reduzierung zeigte er, wie die Zieldefinitionen der Führungsspitze für jede Ausführungsebene in eine eigene Zielformulierung übersetzt werden. „Nur so, durch eine kontinuierliche und dokumentierte Umweltarbeit können wir ständig besser werden und das Vertrauen der Nachbarn und Kunden langfristig sichern,“ ergänzt Matthias Trauth, Oberingenieur im Werk Leimen, zu den Auswirkungen der Einführung des Umweltmanagementsystems auf die Werke.
Die Dokumentation basiert auf einem werksübergreifenden Teil sowie aus einem werksspezifischen Teil. In letzterem sind die Regelungen festgehalten, die vor Ort getroffen werden, um die Auswirkungen der Zementherstellung auf die Umwelt, die Mitarbeiter und Nachbarn so verträglich wie möglich zu halten.
Die mit der Einführung des Umweltmanagementsystems in Deutschland gemachten Erfahrungen sollen nun helfen, die weltweite Einführung von ISO 14001 Umweltmanagementsystemen für alle Zementwerke von Heidelberger Zement zu beschleunigen, die darüber noch nicht verfügen.



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Das Interesse am Thema Emissionen ist groß.
Im Umwelt-Info-Center in Leimen kann man sich
Messmöglichkeiten und die Wirkungsweise von
neuen Elektrofiltern demonstrieren lassen






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