www.steine-und-erden.net > 2001 > Ausgabe 5/01 > Hart im Stein

[Die Industrie der Steine + Erden]






Hart im Stein

Bereits zum zehnten Mal fand Ende Juni im mittelenglischen Buxton (etwa 50 Kilometer südöstlich von Manchester) die internationale Steinbruch-Demonstrationsmesse Hillhead 2001 statt. Mehr als 14.000 Branchenfachleute folgten der Einladung der britischen Fachzeitschrift Quarry Management und besuchten die Stand- und Demopräsentationen der wiederum knapp 400 Aussteller auf insgesamt rund 75.000 m2 Ausstellungsfläche. Damit verbuchte die „Mutter aller Quarry Shows“ zwar einen leichten Rückgang gegenüber der Rekord-Veranstaltung 1999 (15.000 Besucher, 430 Aussteller), was Insider allerdings mit messeunabhängigen Begleitumständen begründen: einerseits mit den derzeit für Freiluft-Demos aller Art auf der Insel drohenden MKS-Beschränkungen, andererseits jedoch auch mit innerhalb der Industrie grassierenden Konzentrationen und Fusionen.
Zum dritten Mal insgesamt und zum zweiten Mal nach 1999 als eigenständige Bell Equipment UK präsentierte sich der nach eigenen Angaben weltweit drittgrößte Hersteller von Knickdumpern in Hillhead. „Innerhalb kurzer Zeit konnten wir uns im hart umkämpften Segment der knickgelenkten Muldenkipper als Marke etablieren und ein substantielles Wachstum seit unserem Start 1998 erzielen“, erklären Bell Regional Director Eric Lerche und Bell UK Verkaufsleiter Bob Aldridge. Das südafrikanische Unternehmen erreicht derzeit 14 Prozent am britischen Dumperabsatz von durchschnittlich 500 Fahrzeugen pro Jahr. „Dabei liegen unsere Schwerpunkte natürlich in den traditionellen Bereichen wie Massentransporte bei Landschafts- oder Infrastrukturbauten, im Ton oder bei der Sand- und Kies-Gewinnung, doch gerade auch im Mining-Sektor und Hartstein-Abbau setzen sich unsere Dumper immer mehr durch“, begründet Bob Aldridge den konsequenten Bell-Auftritt auf der Steinbruch-Show.
Insgesamt Sechs Fahrzeuge aus der aktuellen C-Serie brachte Bell Equipment nach Buxton. Neben dem erstmals auf der Bauma präsentierten 40 C Ejector (22,5 m3, 36,5 t Nutzlast) zeigten die Südafrikaner auch den B 25 C (13,9 m3; 23 t) und den B 30 C (16,2 m3; 27 t) am Stand. Auf dem anspruchsvollen Demokurs im Kalkstein mit Verladen ab Haufwerk, Bremsprüfung und Vorbrecher-Beschickung bzw. Aufhaldung behaupteten sich die konventionelle B 40 C-Kippmulde und der Bell-Benjamin B 25 C gegenüber einer starken „starren“ Konkurrenz und einem bedauerlicherweise wenig vertretenen Wettbewerb an hochkapazitiven Knickmulden.
„Der Trend geht in Richtung der tonnenstarken Knicklenker. Wir beherrschen heute die Technologie und werden ihre Vorteile verstärkt herausstellen“, sagt Bob Aldridge und unterstreicht damit die Zielsetzung von Beil Equipment bis 2003 in den wichtigsten europäischen Märkten einen Anteil von beständig 20 Prozent zu erreichen. Der Weg dahin führt sicherlich über den Hartstein und durch Deutschland. Wer nicht bis Hillhead 2003 warten will, sollte sich vormerken: vom 4. bis 7. September 2002 findet die deutsche Steinbruch-Demonstrationsmesse STEINEXPO 2002 in Homberg/Nieder-Ofleiden statt.

Knapp über 400 Aussteller präsentierten sich im weiten Rechteck des Tarmac-Kalksteinbruches Hillhead im mittelenglischen Buxton Zwei Bell am MMD-Vorbrecher: Oben der B 40 C
beim Abkippen, unten der B 25 C beim Verladen auf Halde
Knapp über 400 Aussteller präsentierten
sich im weiten Rechteck des Tarmac-
Kalksteinbruches Hillhead im mittelenglischen
Buxton
Zwei Bell am MMD-Vorbrecher: Oben der B 40 C beim
Abkippen, unten der B 25 C beim Verladen auf Halde




Inhaltsverzeichnis Ausgabe 5/01 | Zurück zu unserer Homepage