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Haniel übernimmt nach der Fels-Gruppe jetzt auch Ytong

Die Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg, übernahm – vorbehaltlich der Genehmigung der zuständigen Kartellbehörden – mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2001 die Ytong Holding AG von RMC Group p.I.c. Nach der Übernahme der Fels-Gruppe von der Preussag AG ist dies ein zweiter bedeutender Schritt in der Entwicklung des Geschäftsbereiches Haniel Bau-Industrie zum führenden europäischen Anbieter von Wandbaustoffen. Die Fels-Gruppe, einschließlich der Hebel AG, produziert und vertreibt Baustoffe in den Bereichen Kalk, Porenbeton, Gipsfaserplatten und Trockenmörtel. „Mit Ytong verstärken wir den Bereich Porenbeton und ergänzen unsere Kalksandsteine perfekt auf unserem Weg zum
Systemanbieter rund um die weiße Wand, wobei Kalk der entscheidende Rohstoff ist“, sagt Claus Niehaus, Vorsitzender der Geschäftsführung von Haniel Bau-Industrie. Die Haniel-Tochter Bau-Industrie ist im Bereich Baustoffe tätig und produziert Zuschlagstoffe wie Kies, Sand, Hartgestein sowie Kalksandsteine und liefert Befestigungssysteme. Haniel Bau-Industrie erzielte im Geschäftsjahr 2000 einen Umsatz von 417 Mio Euro und beschäftigt 2.454 Mitarbeiter. Der Konzernumsatz der gesamten Haniel-Gruppe betrug 18,7 Mrd Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichte im Geschäftsjahr 2000 521 Mio Euro.
Von Ytong wurde im Jahr 2000 mit über 2.700 Mitarbeitern ein Absatz von 4,5 Mio. m3 Porenbeton-Produkten erzielt, davon 60 Prozent in Märkten außerhalb Deutschlands. Der Umsatz lag bei 422 Mio. Euro. Deutsche Baustoffproduzenten leiden besonders im Inland unter dem langjährigen Konjunkturtief der Bauindustrie. Die Branche ist durch hohe Überkapazitäten und großen Preisdruck gekennzeichnet. Günther Hülse, Vorsitzender des Vorstands Franz Haniel & Cie. GmbH: „Mit der Zusammenführung von Haniel Bau-Industrie, der Fels-Gruppe und Ytong bauen wir ein völlig neues Unternehmen auf, mit dem wir den Wandel des europäischen Baustoffmarktes aktiv mitgestalten.“



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