www.steine-und-erden.net > 2001 > Ausgabe 5/01 > Lastschriftverfahren: Vorteile für alle

[Die Industrie der Steine + Erden]






Lastschriftverfahren: Vorteile für alle

Willi Lange Bei Durchsicht der Eingangspost für die Mitglieder- und Beitragsabteilung unserer Berufsgenossenschaft stelle ich immer wieder fest, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil des Schriftwechsels wegen der „Säumniszuschläge“ erfolgt. Besonders in der zweiten Hälfte des Jahres gehen nach den Fälligkeitsterminen für die Beiträge und Beitragsvorschüsse viele Anträge auf Erlass dieser manchmal mehrere tausend DM betragenden Säumniszuschläge ein, denen dann – je nach Begründung – entsprochen wird oder nicht. Ich bin mir darüber im Klaren, dass verspätete Zahlungen vielfältige Ursachen haben können, sei es Krankheit oder Urlaub des Buchhalters, verzögernde Bearbeitung durch die Bank – oder es erfolgt der Einwand, die Zahlungsaufforderung nicht oder nicht rechtzeitig erhalten zu haben.
Dass für Beiträge und Beitragsvorschüsse, die nicht spätestens am Fälligkeitstag dem Konto der Berufsgenossenschaft gutgeschrieben sind, für jeden angefangenen Monat der Säumnis ein Zuschlag von ein Prozent des rückständigen Betrages gezahlt werden muss, beruht auf einer strikten Forderung des Gesetzgebers. Es steht natürlich außer Frage, dass die Berufsgenossenschaft auf eine pünktliche Beitragszahlung angewiesen ist, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Allerdings ist die Verhängung von Säumniszuschlägen für die Sachbearbeiter der Mitglieder- und Beitragsabteilung ebenfalls eine eher unangenehme Angelegenheit. Nicht nur, weil sie sich mit dem Unmut der betroffenen Unternehmer oder deren Finanzabteilungen auseinandersetzen müssen, sondern auch, weil aus diesem Grunde ein erhöhter Schriftwechsel mit entsprechenden Kosten anfällt, der doch ganz einfach vermieden werden könnte, und zwar mit entscheidenden Vorteilen, vor allem für unsere Mitgliedsunternehmen.
Das geeignete Mittel, Säumniszuschläge zu vermeiden, ist natürlich die Erteilung eine Einzugsermächtigung. Wir hatten auf diese Möglichkeit bereits vor drei Jahren in unserem Mitteilungsblatt hingewiesen, und mittlerweile machen auch rund 50 Prozent unserer Mitgliedsfirmen von dem Lastschriftverfahren Gebrauch. Nach Erteilung einer Einzugsermächtigung und Einlösung der Lastschrift können keine Säumniszuschläge mehr anfallen. Der Vorteil eines solchen Verfahrens liegt für die Unternehmer zugleich auf einem anderen Gebiet: Während bisher eine große Zahl von Unternehmern unmittelbar nach Erhalt der Fälligkeitsanzeige die Beitragszahlung Tage – manchmal sogar Wochen – vor dem Fälligkeitstermin vornehmen, können daraus resultierende Zinsverluste im Falle einer Einzugsermächtigung nicht auftreten, denn die Vorlage der Lastschrift erfolgt seitens der Berufsgenossenschaft genau zum Fälligkeitstermin.
Also: Prüfen Sie doch bitte selbst einmal, ob Sie noch zu denen gehören, für die Säumniszuschläge in Betracht kommen oder die sich Zinsverluste durch Zahlung vor Fälligkeit wirklich leisten können.
Ein Formblatt für eine Einzugsermächtigung als Fax an uns finden Sie hier.

Ihr
Willi Lange




Inhaltsverzeichnis Ausgabe 5/01 | Zurück zu unserer Homepage