www.steine-und-erden.net > 2001 > Ausgabe 5/01 > Neuheiten: Silos und Siloanlagen mobil und stationär

[Die Industrie der Steine + Erden]






Neuheiten: Silos und Siloanlagen mobil und stationär


Jährlich werden mehrere 100 Millionen Tonnen Schüttgüter gewonnen, gelagert, aufbereitet, gelagert, verladen und wiederum gelagert, bis das Material zu seinem Endprodukt weiter verarbeitet wird. So ist es nicht verwunderlich, dass in der Baustoff-Industrie eine immense Anzahl von Silos benötigt werden, an deren Bauart und Ausrüstung sehr unterschiedliche Anforderungen gestellt werden müssen. Über wichtige Neuerungen sowohl bei stationären als auch mobilen Silos sowie über Innovationen im Bereich der umfangreichen Ausrüstungsgegenstände möchten wir Sie mit diesem Schwerpunktthema informieren.



Neue Entwicklung im Großsilobau

Die Firma Dohogne System hat durch die Entwicklung einer modularen Bauweise ihr Typenspektrum im Silobau um ein Vielfaches erweitert. Sie ist dadurch in der Lage, Silos mit einem Volumen von 60-7.000 m3 anzubieten. Durch Variationen in den Höhen, Breiten und Durchmessern sind diese Systeme flexibel in vorhandene Anlagen integrierbar. Die Segmente setzen sich zusammen aus bogenförmig außenseitig verbolzten Platten der Größe 940x1940 mm oder 1460x2920 mm mit einer Wandstärke von 2-5 mm. Die Anlieferung erfolgt in Einzelteilen, die vor Ort beim Kunden zusammengesetzt werden. Sie sind daher gegenüber den herkömmlich geschweißten Systemen preisgünstiger und leichter zu transportieren.
Durch diese Konstruktion lassen sich zum einen defekte Teile jederzeit auswechseln und andererseits Kapazitätsänderungen, wie z. B. Erweiterungen oder Verkleinerungen vornehmen. Die Standardsysteme sind glattwandig, aus verzinktem Stahl (Z 450), rostfrei und selbstreinigend. Auch sind Ausführungen in Edelstahl oder in polyesterbeschichtetem Stahl möglich. Die glatten Wände vermeiden Anbackungen und ermöglichen einen störungsfreien Materialauslauf. Somit können Produkte ohne aufwändige Reinigungsverfahren gewechselt werden. Die Silos entsprechen der französischen DIN 1055 und sind gemäß VDI-Norm 3673 durch Druckventile explosionsgeschützt. Produkte mit Temperaturen im Bereich von 60-70°C sind so problemlos lagerbar. Die Modularsysteme sind preisgünstig zu transportieren und lassen sich ohne Mehraufwand in bestehende Komplexe einfügen, da sie vor Ort in Einzelteilen angeliefert werden.
Die Speichersysteme sind mit Zwischenpodesten ausgestattet, die über Türen begehbar sind. Steigleitern ermöglichen den Zugang zu allen wichtigen Zwischendecken und zum Dach. Die Dachformen und -neigungen sind je nach Systemtyp unterschiedlich. Eine Standardausführung hat z. B. eine halbkugelförmig um 15° geneigte Form, andere hingegen sind flach. Auf dem Silodach sind Befüllvorrichtung, Filter, Aufsichtstür, Über- und Unterdruckventile und verschiedene Probennehmer angebracht. Die Ausgänge können je nach Wunsch mit Flachboden oder Konustrichter gestaltet werden. Als Austragshilfen sind für schwerfließende Schüttgüter und Schlämme Rotationsschnecken vorgesehen. Aufgrund der Segmentbauweise sind diese Systeme preisgünstig und daher vielfältig einsetzbar. Die Lieferzeit dieser Systeme beträgt 6-9 Monate. Die Montage kann entweder vom Kunden selbst oder durch den Lieferanten vorgenommen werden und ist mit ca. 3 - 21 Tagen anzusetzen.

Siloanlagen in modularer Bauweise
Siloanlagen in modularer Bauweise






Kurz Mobil-Silos sofort einsatzbereit

Mobil-Silos von Kurz werden zunehmend auf Großbaustellen eingesetzt. Ihr großer Vorteil liegt in der Zeitersparnis für die Installation: Sie werden betriebsbereit angeliefert, aufgestellt, eingesteckt und schon kann die Produktion beginnen. Nach Auflösung der Baustelle werden die Mobil-Silos zur nächsten Baustelle transportiert und dort sofort wieder in Betrieb genommen.
Die Mobil-Silos fördern, lagern und laden alle Baustoffe, wie Zement, Füller, Zuschlagstoffe und Kalk. Sie sind komplett mit allen nötigen Einrichtungen ausgestattet: Mit Fixanschlüssen für Strom und Druckluft, Entstaubungsfilter mit vollautomatischer Steuerung, dem KURZ Safety-System mit Überfüllsicherung, einem Endschwallbegrenzer, Füllstandsanzeige, Absperrschieber, Förderschnecke, Geländer mit Klappleiter und Spezial-Kranösen.

Die technischen Daten der Mobil-Silos:
Nenn-Ø:

2.900 mm

Förderleistung:

52 m3/h

Nenn-V:

70 m3

Förderlänge:

8.000 mm

Zyl. Höhe:

10.000 mm

Kon. Höhe:

1.700 mm

Auslaufhöhe:

1.500 mm




Mobil-Sios werden betriebsbereit angeliefert
Mobil-Sios werden
betriebsbereit angeliefert




Gergen GSL – das Wechselgerät für die Silologistik

Neu im Programm des Aufbauspezialisten Gergen ist der Silolift Typ GSL. Der DIN Abrollkipper hat seinen Einsatzschwerpunkt in der Wechselsilo-Logistik. Er verfügt über ein deutlich erweitertes Einsatzspektrum gegenüber einem Standard-Abroller. Der im saarländischen Sankt Ingbert ansässige Hersteller bietet mit den Typen GSL 15/70 für Dreiachser- und dem GSL 20/70 für Vierachser-Fahrgestell zwei optimierte Ausführungen an.
Der vollhydraulische Haken-Silolift fährt alle am Markt gängigen Wechselsilos mit 2.500 mm Durchmesser und Volumen von 12,5 bis 22,5 m3 sowie alle klassischen Abrollbehälter nach DIN 30722. Mit dem als Option erhältlichen Adapter lassen sich zusätzlich problemlos PFT- und die bekannten 2-Taschensilos transportieren. Eine wirtschaftliche Anhängerbeladung ist genauso möglich, wie das Handling der Behälter unter voller Last einschließlich senkrechter Aufstellung des Wechselsilo. Bemerkenswert ist noch der einzigartig flache Aufnahmewinkel bei liegenden Behältern und Wechselsilos.
Der neue Gergen GSL Silolift ist damit ein echtes Universalgerät und lässt sich in der gesamten Wechselsilos und -behälter transportierenden Wirtschaft einsetzen. Durch den Adapter ist der GSL Silolift ein zukunftsorientiertes Wechselgerät.

Vollhydraulischer Haken-Silolift GSL
Vollhydraulischer Haken-Silolift GSL






Wartungsfreundlicher Siloaufsatzfilter

Mit der Entwicklung des neuen Silotop Siloaufsatzfilters setzt WAM neue Maßstäbe in der Siloentstaubung. Bei der Konstruktion dieser neuen Filtergeneration, die nur wenige Merkmale mit Ihrem Vorgängermodell gemeinsam hat, wurde in besonderer Weise den Bedürfnissen des Anwenders Rechnung getragen.
Ein robustes Gehäuse aus Edelstahl 1.4301 beherbergt die bereits für die erste Silotop Baureihe entwickelten und produzierten Polypleat Filterelemente mit integrierten Venturi-Schächten. Das spezielle Design dieser bewährten Filtereinsätze bietet ein optimales Verhältnis von Filterfläche zu Gehäusevolumen.
Wartungsfreundlich ist die komplett in der aufklappbaren Wetterhaube integrierte Druckluftabreinigungseinheit. Die im Extrusionsverfahren hergestellten und später in Polymer vulkanisierten Alu-Abblasrohre bieten eine glatte Oberfläche und garantiert gratfreie Düsen. Der rostfreie Druckluftbehälter aus Aluminium befindet sich ebenfalls in witterungsgeschützter Lage innerhalb der Wetterhaube. Zur Minimierung der Strömungsverluste wurden die von außen zugänglichen Elektromagnetventile im Druckbehälter eingelassen und kurze Wege zwischen Druckbehälter und Filterelementen gewählt. Zum Einsatz in kälteren Breiten ist ein leicht zu montierender, spezieller Winterschutz für die Spulen als Nachrüstsatz lieferbar.
Während der Inspektion oder Wartung verhindert die „Autolock“ Arretierung das Zuschlagen der Wetterhaube. Beim Öffnen werden die Wetterhaubenscharniere automatisch arretiert. Zum Schließen muss die Arretierung zuvor von Hand wieder entriegelt werden. Der Wetterhauben-Schnellverschluss lässt sich wahlweise durch ein Vorhängeschloss zusätzlich sichern.
Zur Überprüfung der Filterelemente kann die Wetterhaube geschlossen bleiben. Eine Inspektionsklappe im unteren Gehäusebereich ermöglicht die Kontrolle ohne größeren Zeitaufwand. Eine Inspektionsklappe mit Vorrichtung zur Überwachung der Druckdifferenz ist als Zubehör lieferbar.
Erstmals bietet WAM einen Filter mit Flanschverbindung zur Silozarge an. Das spezielle Profil der beiden Dichtungen zwischen Gehäuse und Elementehalterungsplatte sowie zwischen Gehäuse und Einschweißzarge gewährleisten nicht nur eine perfekte Abdichtung, sondern verhindert nebenbei die Ablagerung von Regenwasser. Neben der Gehäusewand wurde auch die Elementehalterungsplatte verstärkt, wodurch ein luftdichter Sitz der Filterelemente gewährleistet wird. Die gefilterte Luft entweicht über die als Gitter ausgebildeten Ecken der Elementehalterungsplatte.
Komfort wird dem Wartungspersonal beim Ein- und Ausbau der Polypleat Filterelemente geboten. An jedem der Elemente sind die Befestigungsmuttern der zwei Sicherheits-Klemmpratzen lediglich so weit zu lockern, bis sich diese zur Seite ziehen lassen. Ohne weiteres Werkzeug lassen sich die Filterelemente einzeln herausziehen.
Das Einsetzen der neuen oder per Dampfstrahl gereinigten Elemente kann schnell und gefahrlos von nur einer Person durchgeführt werden.

Silotop-Baureihe
Silotop-Baureihe






Silofilter Sirius

Die Firma Waiweldai, Grünsfeld, ist ein bekannter Hersteller von Silozubehör. Das Sirius Silofilter wurde bei Waiweldai entwickelt und produziert. Das aus Edelstahl gefertigte Gehäuse bedeutet für den Anwender Wetterfestigkeit, Stabilität, Wartungsfreundlichkeit und lange Lebensdauer. Klappt man die Wetterhaube auf, liegen die Filterkartuschen/Filterschläuche, die Steuerung und die Ventile leicht zugänglich in direkter Reichweite vor dem Benutzer. Mit nur einer Person kann die komplette Wartung durchgeführt werden. Der Vorteil: Zeit- und Personaleinsparung und damit Kosteneinsparung und somit geringe Wartungskosten. Mit dem größeren Gehäusedurchmesser, erhöhter Filterfläche (lieferbar von 3,0 bis 34,4 m2) und der kleineren Steiggeschwindigkeit wird eine wesentlich geringere Filterbelastung erreicht. Dies gewährleistet eine hohe Betriebssicherheit und deutlich weniger Ersatzteilbedarf. Das Silofilter Sirius kann wahlweise als Multischlauchfilter oder Kartuschenfilter geliefert werden. Längere Standzeiten werden auch durch das Polyestermaterial und der selbstständig arbeitenden Mikroprozessorsteuerung WFC-2 mit DSM-2 erreicht. Die Druckdifferenzsteuerung DSM-2 reduziert deutlich den Verbrauch an Druckluft und damit die Energiekosten. Die Standzeiten von Filterkartuschen und Filterschläuchen sowie den Ventilmembranen sind nach Angaben des Herstellers hoch. Außerdem überwacht und regelt die Mikroprozessorsteuerung die Abreinigung, die Wartung, den Alarm, das Check-Programm und die Silobefüllung.
Zusätzlich kann die Oktopus-2 Silosicherung mit bis zu 15 Stück Silofilter Sirius mit kompletter Siloüberwachung kombiniert werden.
Für den Anwender bietet Oktopus-2 eine übersichtliche Kontrolle auf einen Blick. Statt einzelne Silofilter zu überwachen, kontrollieren und bedienen, kann dies nunmehr über ein einziges Bediengerät erfolgen. Und dies bei freier Wahl des Standortes im Umkreis bis zu 3.000 m. Auch entfallen die Kosten für die jeweiligen Tankwagenfahrer-Bedienmodule an den einzelnen Silos durch das zentrale Bediengerät. Dies wird in einem genormten Schalttafeleinbau-Gehäuse nach DIN 43700 geliefert und in die Schaltwarte eingebaut. Aufgrund der zweckmäßigen RS 485-Schnittstelle und dem zweiadrigen Telefon-Installationskabel ist eine einfache Vernetzung ohne großen Kosten- und Zeitaufwand möglich. Auch die Betriebssicherheit spielt eine wichtige Rolle. So wird der maximale Silodruck pro Silo automatisch gespeichert. Mit der Kontrolle von 15 Silofiltern mit Silodruck, Filterdruck und dem Schaltzustand der Füllventile hat der Betreiber die komplette Überwachung des Filterzustandes zentral in der Schaltwarte. Eine Überfüllung oder Falschbefüllung der Silos wird mit dem Waiweldai Oktopus-2 und den angeschlossenen Komponenten verhindert.

Beladekopf mit Produktverteiler und Verschluss-System
Beladekopf mit Produktverteiler und Verschluss-System






Optimale Befüllung von Silofahrzeugen

Die Kosteneinsparungen sind hoch, wenn die Befüllung des Laderaums von Silofahrzeugen, Tankfahrzeugen, Containern etc. optimal ist. Der Produktverteiler der Firma Muhr hilft bei der Loseverladung den bestmöglichen Füllgrad zu erreichen. Dieser Produktverteiler füllt Leerräume, die normalerweise während der Verladung durch den natürlichen Schüttkegel im Tank entstehen, optimal mit Produkt auf. Dadurch werden Füllgradsteigerungen bis zu 30 Prozent und mehr erreicht. Jetzt wurde der Muhr Produktverteiler weiter optimiert. Dieser kann nun zusätzlich mit Verschlusskegel ausgerüstet werden. Bei herkömmlichen Produktverteiler-Systemen fällt bei Ende der Verladung der am Balg und im Inneren des Systems haftende Staub nach unten und verschmutzt das Tankfahrzeug, die Verladestelle und die Luft. Bisher gab es keine Möglichkeit, diese Verschmutzung zu verhindern.
Bei dem neu entwickelten Verladekopf der Firma Muhr ist der Produktverteiler mit einem Verschluss-System kombiniert. Diese Kombination macht es möglich, bei der Loseverladung einen optimalen Füllgrad zu erreichen und zugleich bei Ende der Verladung die Auslauföffnung zu verschließen, sodass keine Verunreinigung durch Emissionen entstehen. Das Verschließen erfolgt automatisch bei Anheben des Verladekopfes.
Und so arbeitet das System:
Die Produktverteilereinheit (2) besteht aus Produktverteilerantrieb (5) mit Antriebübertragungssystem, Produktverteilerflügel (3), Verschluss-System (4) sowie einem Längenkompensator (6). Die Produktverteilereinheit (2) wird axial zur Mittelachse des Beladekopfes (1) mit einer Hubvorrichtung (9) derart verschoben, dass sich der Produktverteilerflügel (3) während des Verladevorgangs unterhalb des Beladeauslaufkopfes (10) befindet. Das nach unten fallende Verladeprodukt wird dabei radial nach außen geschleudert. Ist die Verladung beendet, wird die Produktverteilereinheit (2) einschließlich des Verschlussorgans (4) angehoben. Das Verschlussorgan (4) verschließt den Beladekopfauslauf (10). Auf diese Weise kann nachfallendes Verladegut bei Anheben des Beladekopfes (1) nicht mehr aus dem Beladekopfauslauf (10) herausfallen. In Verbindung mit der, von der Firma Muhr konzipierten Steuerung kann der Produktverteiler gleichzeitig als
Füllstandsmelder verwendet werden.
Zusammen mit der pneumatisch aufblasbaren Dichtmanschette, kombiniert mit einem integrierten Filter garantiert das neue Muhr-Verladesystems absolute Staubfreiheit während des gesamten Verladevorgangs.

Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung






Silo-Sicherheitssystem von WAM

Gefahrensituationen bei der Siloverladung entstehen hauptsächlich während des Handlings der Schüttgüter. Dabei kann die Materialbefüllung oder Entleerung eines Silos grundsätzlich auf folgende zwei Arten erfolgen: Entweder mechanisch oder mittels pneumatischer Überdruck/Unterdruckbefüllsysteme. Während die mechanische Befüllung oder Entleerung der Silos i. d. R. keine drucktechnischen Gefahren mit sich bringt, können sich hingegen bei der pneumatischen Förderung gefährliche Drücke häufig in Folge menschlicher Fehlbedienung aufbauen. Hier sind intelligente Sicherheitssysteme gefragt. Die KCS-Überfüllsicherung von WAM kann grundsätzlich überall dort eingesetzt werden, wo rieselfähige Schüttgüter mittels Silofahrzeugen pneumatisch in Silos oder Behälter eingebracht werden. Folgende Komponenten sind Bestandteil des modularen WAM KCS Sicherheitssystems: 1. Steuerungsteil, 2. Leistungsteil(e), 3. Druckmelder, 4. Quetschventil, 5. Pneumatiksteuerung, 6. Anschlusskupplung, 7. Hupe, 8. Füllstandsmelder, 9. Filter, 10. Druckmesser und 11. Über-Unterdruckklappe. Zum besseren Verständnis werden im Nachfolgenden einige Komponenten in ihrer Funktionsweise beschrieben.
Das Herzstück dieses optimalen Sicherheitssystems bildet das Steuerungsteil. In der Steuerung erfolgt die Kontrolle und Ansteuerung von maximal 16 Silos gleichzeitig. Die Steuerung erhält
Impulse von den an jedem Silo angebrachten Leistungsteilen. Die einzelnen Sicherheitskomponenten sind durch Versorgungskabel miteinander verbunden. Bei einem auftretenden Notfall kann jederzeit in den Betriebsablauf eingegriffen werden. Eine weitere wichtige Komponente ist der Druckmelder, erhältlich in elektromechanischer oder elektronischer Ausführung. Beim Ersteren signalisiert der Druckmelder lediglich einen eventuellen Überdruck im Silo. Der elektronische Druckmelder kontrolliert dagegen kontinuierlich den im Silo herrschenden Druck und übermittelt die Information an das Steuerungsteil. Dadurch wird eine differenzdruckgesteuerte Filterabreinigung ermöglicht. Der einfach aufgebaute Füllstandsmelder zeigt mittels elektronischen Schaltkontakt die Materialfüllmenge im Silo an. Ein rotierendes Paddel löst bei Erreichen des Materialhöchststandes (Maximummelder) bzw. des Mindeststands (Minimummelder) einen Alarm aus. Füllstandsmelder können an verschiedenen Stellen am Silo angebracht werden. Sie sind für Schüttgewichte zwischen 0,5 bis 2 t/m3 einsetzbar.

Ein Druckausgleichsventil ist zur Absicherung sowohl gegen Über- als auch gegen Unterdruck zwingend erforderlich. Überdruck kann beim Befüllen eines Silos entstehen. Unterdruck hingegen beim Entleeren. WAM Druckausgleichsventile treten in Aktion, wenn gefährliche Druckverhältnisse zur Beschädigung des Silos führen können, mit Gefahr für Mensch und Umwelt. Bei Überschreiten der zulässigen Höchstwerte, öffnet das Ventil und stellt einen Ausgleich zum Atmosphärendruck her. Die eingestellten Betätigungswerte sind für Unterdruck
- 0,002 bar und für Überdruck + 0,05 bar. Andere Einstellungen sind auf besondere Anfrage möglich.
Das Funktionieren einer Überfüllsicherung lässt sich gut mit dem Zusammenspiel der jeweiligen Leistungsteile mit dem Steuerungsteil im Kontrollraum darstellen. Die Funktionen der Überfüllsicherung werden auf dem Display des Steuerungsteils dargestellt. Im Störungsfall veranlasst die elektronische Steuerung die sofortige Schließung des Quetschventils und zwar in folgenden Fällen: 30 Sekunden nachdem der Füllstandsmelder sein Maximum erreicht hat und wenn die Druckverhältnisse – registriert durch den Druckwächter – von ihrem Sollwert abweichen. Das Quetschventil unterbricht den Materialfluss durch das Verschließen der Ventilmanschette.

Druckmelder
Druckmelder

Pneumatiksteuerung
Pneumatiksteuerung

Druckmesser
Druckmesser







Wartungs-Aufzüge in der Schüttgut-Industrie

Regelmäßige Inspektionen und Wartungen von Silos, Mischanlagen und Kranen sind das Geheimnis langer Lebensdauer und hoher Verfügbarkeit. Viele Unternehmen rüsten ihre Industrieanlagen für diesen Zweck mit Alimak-Zahnstangenaufzügen aus. Dabei wird z. B. bei Mischanlagen der Aufzug auch für den Transport von Zuschlagstoffen verwendet.
Die Firma Alimak, Mülheim-Kärlich, der weltweit führende Hersteller von Zahnstangenaufzügen bietet mit einem umfangreichen Modulsystem die Möglichkeit des Einsatzes dieser Aufzüge an nahezu allen Gebäudestrukturen. Traglasten zwischen 0,3 t bis hin zu 2,0 t bei flexiblen Kabinenabmessungen werden angeboten bzw. wurden realisiert.
Diese Aufzüge können mit geringstem Aufwand auch an bestehende Silo- oder Mischanlagen zur Erhöhung der Effizienz und Lebensdauer nachgerüstet werden. Geringste Verankerungskräfte sowie die Tatsache, dass alle Vertikallasten über den Mast nach unten in ein Fundament abgeleitet werden, sind in diesem Zusammenhang oftmals Voraussetzung. Unabhängig von der Förderhöhe wird die Montage ohne Gerüst vom Kabinendach ausgeführt.
Damit bieten diese Aufzüge kostenmäßig eine äußerst interessante Alternative bedingt durch entfallenden Schacht, entfallendes Maschinenhaus auch innerhalb von Gebäuden.




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