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Straßen in schlechtem Zustand

Die Reduzierung der Straßenbauausgaben gefährdet den hohen Stand der Verkehrssicherheit in Deutschland. Nach Angaben des DVR ist in den letzten Jahren vielerorts die regelmäßige Erneuerung der Fahrbahnen, Bauwerke und der Straßeninfrastruktur unterblieben. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die StBG rufen die verkehrspolitisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen auf, die finanziellen Mittel zum Erhalt und zum Sicherheitsausbau der Straßen anzuheben.

Die Straßen wurden zum Großteil vor 40 bis 50 Jahren errichtet und auf eine erheblich geringere Verkehrsbelas-tung ausgelegt. Die mittlere Lebensdauer der Fahrbahnbefestigung beträgt 20 bis 25 Jahre. Damit ist für viele Straßen das Ende der Nutzungsdauer erreicht. Gleiches gelte für die verkehrstechnische Straßenausstattung. Hinzu komme die Anhebung der zulässigen Achslasten und des Gesamtgewichtes der Nutzfahrzeuge sowie die Verdoppelung des Lkw-Transitverkehrs mit der Wiedervereinigung und Öffnung Osteuropas. Dadurch würden die Straßen in einem Maße beansprucht, für die sie nicht geplant und ausgelegt seien. Dies bedeute, insbesondere bei Ortsdurchfahrten, eine höhere Unfallgefahr. Neben der Anhebung der finanziellen Mittel für den Erhalt und den Ausbau der Straßen fordert der DVR ein sogenanntes Verkehrssicherheitsaudit. Bei einem Audit wird während der Planung und des Baus einer Straße eine eigenständige Beurteilung der möglichen Folgen für die Verkehrssicherheit vorgenommen. Bisher wurde beim Bau neuer Straßen oder bei der Instandsetzung die Wirkung auf die Verkehrssicherheit nicht genügend in Betracht gezogen. Fehler, die bislang nur durch nachträgliche Umbaumaßnahmen behoben werden konnten, lassen sich durch das Audit bereits bei der Planung verhindern.





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