Goldmann Druckstrahlgeräte mit StrahlmittelrücksaugungAnwendungsbereich Für den Steinbearbeiter stellt sich häufig die Aufgabe, ebene glatte Oberflächen von Werksteinen anzurauhen und mit Inschriften oder mit Verzierungen zu versehen. Hierfür stehen Druckstrahlgeräte mit Strahlmittelrücksaugung am Strahlkopf zur Verfügung, mit denen diese Arbeiten nicht nur wirtschaftlich, sondern auch arbeitssicher erledigt werden könne. Im Gegensatz zu anderen Verfahren (z. B. Bearbeitung mit Druckluftmeißeln, Freistrahlen) entsteht bei der Oberflächenbearbeitung nur sehr wenig Staub. Die bestimmungsgemäße Verwendung dieser Geräte sieht neben der Steinbearbeitung auch das Strahlen auf ebenen Flächen auf Metallen (z. B. zum Entrosten oder Entlacken) oder auf Holz unter Verwendung nicht silikogener, trockener und rieselfähiger Strahlmittel vor. Das Strahlen von Aluminiumflächen darf nur mit Korund erfolgen, keinesfalls aber – wegen der Staubexplosionsgefahr – mit Stahl, Kies oder VA-Strahlmaterial. Des Weiteren ist das Entfernen von giftigen oder krebserzeugenden Stoffen mit diesen Geräten nicht zulässig. Technische Daten Die Druckstrahlgeräte der Firma Friedrich Goldmann GmbH & Co., Mannheim, sind in der Typenreihe "Druckstrahlblaster 40 / ..." mit Wechselstrom- oder Drehstromrücksaugturbine sowie mit Taschen- oder Patronenfilter des Entstaubers erhältlich. Für spezielle Anwendungen stehen Niederdruckversionen (Druckstrahlblaster 40 / ... - N) der Geräte zur Verfügung; hiermit sind feinste Strahlarbeiten ab ca. 0,3 bar Strahldruck möglich, ohne dass Probleme mit der zuverlässigen Abschaltung oder kontinuierlichen Strahlmittelzufuhr bei niedrigen Drücken auftreten. Die Strahlgeräte können an einem Druckluftanschluss von 6 bis 10 bar betrieben werden, wobei der Strahldruck selbst zwischen 1,5 bis 3 bar (bei der Niederdruckversion zwischen 0,3 bis 3 bar) regulierbar ist. Weitere technische Daten: Abmessung (l x b x h) Gewicht (je nach Ausführung) Luftverbrauch elektrische Anschlussleistung Lärmkennwerte (bezogen auf acht Stunden und Dauerbetrieb)
Geräte- und Funktionsbeschreibung Das Druckstrahlgerät besteht aus vier Baugruppen, die auf einem fahrbaren Untergestell angeordnet sind, nämlich
In der Niederdruckversion des Gerätes (Druckstrahlblaster 40 /... -N) wird über eine Zusatzeinrichtung ein zeitbegrenzter Druckstoß am Strahlkopf erzeugt, so dass auch bei niedrigen Strahldrücken (unter 1,5 bar) das Kegelventil im Strahlmittelbehälter zuverlässig schließt. Nach Einschalten des betriebsfertigen Strahlgerätes wird zunächst die Saugturbine in Funktion gesetzt und der für die Strahlmittelrücksaugung und die Entstaubung notwendige Unterdruck erzeugt. Zum Strahlen einer Oberfläche wird nun der Strahlkopf mit der Bürstenmanschette auf die Oberfläche des zu bearbeitenden Werkstücks aufgesetzt. Durch Betätigen der elektro-pneumatischen Fernbedienung über einen elektrischen Handschalter in Totmann-Schaltung wird der Strahlvorgang eingeleitet bzw. beendet. Das auf die Oberfläche des Werkstücks geschleuderte Strahlmittel wird zusammen mit dem abgetragenen Werkstückmaterial in den Strahlmittelvorratsbehälter des Gerätes zurückgesaugt und über die zweistufige Entstaubungseinrichtung (Zyklon als Grobstaubabscheider, Trockenfilter als Feinstaubabscheider) entstaubt. Eine Unterdrucküberwachung im Strahlkopf bietet eine zusätzliche Sicherheit in Bezug auf ein staubfreies Arbeiten und ein sicheres Abschalten des Strahlvorgangs bei Ausfall des elektrischen Betätigungsschalters oder Anheben des Strahlkopfes. Das Strahlgerät verfügt über einen Netzanschlussstecker, eine Unterspannungsauslösung, einen Not-Aus-Schalter sowie über einen Schnellkupplungsanschluss für die Druckluftversorgung.
GS-Prüfung Die Typenreihe "Druckstrahlblaster 40 / ..." wurde durch die Prüf- und Zertifizierungsstelle der Fachausschüsse "Steine und Erden" einer GS-Prüfung unter Anwendung der Grundsätze für die Prüfung von Strahlgeräten der Fachausschüsse "Steine und Erden l" und "Eisen und Metall II" (Stand: 05/2000) unterzogen. Es wurde nachgewiesen, dass die Anforderungen der EG-Maschinenrichtlinie und der zugeordneten Normen sowie weiterer einschlägiger Regeln der Technik eingehalten sind. Im Hinblick auf den Hauptanwendungsbereich der Steinbearbeitung wurden die Geräte staubtechnisch untersucht. Die staubtechnische Prüfung hat ergeben, dass bei bestimmungsgemäßer Verwendung von einem Gerät pro Arbeitsraum bei der Bearbeitung von Granit und anderen Gesteinen mit Quarzgehalten < 40 % davon auszugehen ist, dass der Grenzwert für Quarzstaub am Arbeitsplatz dauerhaft sicher eingehalten ist. Eine Prüfbescheinigung, die zur Anbringung des GS-Zeichens am Gerät berechtigt, wurde erteilt. Dipl.-Ing. Kurt Kolmsee, StBG, ![]() Inhaltsverzeichnis Ausgabe 5/00 | Zurück zu unserer Homepage |