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Emotionen steuern das Fahrverhalten

Emotionen steuern das Fahrverhalten stärker als viele denken. Ärger und Stress im Verkehr führen bei vielen Verkehrsteilnehmern zu aggressivem Fahrverhalten. Die Folge: Eine übermäßig schnelle und riskante Fahrweise. Um sich und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, raten der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft (StBG) zu partnerschaftlichem Verhalten im Straßenverkehr.

Vermeintliche Langsamfahrer, Drängler, Linksfahrer auf der Autobahn, Verkehrsstaus und Baustellen sind tägliche Auslöser negativer Emotionen. Verstärkt durch die Anonymität und die Abgeschlossenheit der Fahrzeugkabine können auch nichtige Anlässe starke Gefühle auslösen, die das Fahrverhalten negativ beeinflussen. Hinzu kommen Umstände wie Zeitdruck oder persönliche Probleme als zusätzliche Stressfaktoren. Dennoch lassen sich aufkeimende Aggressionen in den Griff bekommen. "Sobald man die ersten Anzeichen wahrnimmt, ist es ratsam, sich der Situation zu entziehen, um Luft zu gewinnen." Wer sich über Drängler oder Linksfahrer auf der Autobahn aufregt, sollte gleich auf die rechte Spur wechseln. Wer wegen vereinbarter Termine unter Zeitdruck gerät, sollte die Betroffenen informieren, um sich zeitlichen Spielraum zu verschaffen. "Häufig spielt auch das Selbstbewusstsein eine wichtige Rolle. Es gehört schon Überzeugung dazu, in einer Tempo-30-Zone die angepasste Geschwindigkeit zu fahren, wenn man im Rückspiegel eine Schlange von Autos sieht", so der DVR.

Um Emotionen und Geschwindigkeitsüberschreitungen zu vermeiden, appelliert die StBG an alle Autofahrer, hinter dem Steuer Gelassenheit zu zeigen.

Emotionen im Verkehr





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