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Elektrooptische Schweißerschutzfilter ermöglichen stufenweisen Augenschutz



Schweisser

Seit Jahrzehnten befassen sich die Arbeitsschutzpraktiker mit den Problemen beim Schweißen. Sie treten vor allem bei den Arbeitsplätzen auf, die nicht stationär, sondern mobil überall dort eingerichtet werden, wo repariert, instandgesetzt, zusammengebaut und montiert werden muss, wie zum Beispiel im Rohrleitungs-, Hoch- oder Stahlbau. Neben dem Schutz der Arbeitnehmer vor witterungsbedingten Einflüssen und statischer Haltearbeit steht das Vermeiden von Augenschäden durch das Verblitzen beim Auslösen des Lichtbogens im Vordergrund. In der Vergangenheit konnte diese Beeinträchtigung durch den Einsatz von Schweißerschutzfiltern mit fester Schutzstufe nur bedingt gelöst werden, da das Ansetzen der Elektrode entweder "blind" oder am Schweißeschutzschild vorbei erfolgt. Mittlerweile wurde eine Entwicklung eingeleitet, die es dem Schweißer ermöglicht, ohne Absetzen des Schweißerschutzschildes den Arbeitsvorgang vorzubereiten und den Schweißvorgang auszuführen. Möglich wird dies durch einen elektrooptischen Filter, der erst beim Zünden des Lichtbogens innerhalb von Millisekunden aktiviert wird und dann die benötigte Schutzstufe erreicht.
Schweissen Neueste Forschungsprojekte untersuchen mittlerweile die Möglichkeit, inwieweit sich Schutzfilter automatisch den Gegebenheiten der unterschiedlichen Schweißverfahren anpassen. In diesem Fall orientiert sich der "intelligente" Filter an dem zeitlichen Verlauf der Leuchtdichte von Schweißlichtbögen in Abhängigkeit vom Schweißstrom.
Die ersten Ergebnisse dieser Untersuchung wurden anläßlich der Hannover Industrie Messe 1999 von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin vorgestellt.





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