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- Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz:

Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten - Kosten in der EU erreichen 185 Milliarden EURO!



Der Direktor der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Hans-Horst Konkolewsky, hat in Dortmund einen neuen Bericht seiner Agentur vorgestellt. Dieser Bericht, so Konkolewsky, biete zum ersten Mal einen umfassenden Überblick darüber, wie wirtschaftliche Instrumente die Sicherheit und den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in den EU-Mitgliedsstaaten verbessern könnten.
Nach Auffassung von Konkolewsky trägt der Bericht zu einem besseren Verständnis dafür bei, inwieweit wirtschaftliche Überlegungen bei der Entwicklung einer Politik für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz berücksichtigt werden. Er sei davon überzeugt, dass das Ziel der Verbesserung der Standards für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz stärker gefördert werde, wenn die verschiedenen Entscheidungsträger besser darüber informiert seien, welche Kosten schlechte Standards tatsächlich verursachten und wie diese Kosten gesenkt werden könnten.Konkolewsky betonte, dass moralische, soziale und menschliche Erwägungen bei der Entscheidung über präventive Maßnahmen überragende Bedeutung hätten, und zwar sowohl auf nationaler als auch auf Unternehmensebene.
Im Rahmen der Erhebung der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz wurden die Kosten arbeitsbedingter Verletzungen und Erkrankungen von der Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten in Form des geschätzten prozentualen Anteils am Bruttosozialprodukt angegeben. Trotz unterschiedlicher Berechnungsmethoden in den EU-Mitgliedsstaaten variierten die Schätzungen in der Regel zwischen 2,6 % und 3,8 % des Bruttosozialprodukts. Dies entspreche Kosten zwischen 185 Mrd. Euro und 270 Mrd. Euro für die Europäische Union insgesamt.Der Bericht der Europäischen Arbeitsschutzagentur bietet darüber hinaus Informationen über die verschiedenen ökonomischen Werkzeuge, die eingesetzt werden, um den präventiven Einsatz im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz auf Unternehmensebene zu fördern.
Der Bericht "Wirtschaftliche Aspekte von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union" kann unter folgender Anschrift bezogen werden:
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Postfach 17 02 02, D-44061 Dortmund, Fax: (02 31) 90 71 - 5 24.





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