Industrienachrichten

Weniger Zement im Jahr 2015

Die deutsche Zementindustrie erwartet für das laufende Jahr einen Rückgang des Zementverbrauchs in Deutschland um 1,6 Prozent auf rund 26,7 Mio. Tonnen. Durch die verhaltene Marktentwicklung in den Monaten April und Mai gehen die Zementhersteller nicht mehr davon aus, dass die im Vergleich zum Vorjahr schwächere Entwicklung des 1. Quartals noch bis zum Jahresende 2015 aufgeholt werden kann. Zudem haben sich die Frühindikatoren insbesondere im Industriebau weiter eingetrübt. „Derzeit scheinen Investitionen weniger in gewerbliche Neubauten zu fließen, als in andere Bereiche“, sagt Gerhard Hirth, Präsident des Vereins Deutscher Zementwerke e.V. „Somit spiegelt sich zumindest für diesen sehr wichtigen Baubereich die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung nicht im Zementmarkt wider“, so Hirth. Demgegenüber steht der nach wie vor dynamische Wohnungsbau. Insbesondere die Nachfrage nach Geschosswohnungsbauten nimmt stetig zu. „Wir rechnen auch weiterhin mit positiven Signalen aus diesem Segment. Zudem lässt die von der Bundesregierung angekündigte Investitionsoffensive darauf hoffen, dass mittelfristig auch der Tiefbau für zusätzliche positive Impulse für den Zementmarkt sorgt“, sagt VDZ-Präsident Hirth. Bisher wurden im laufenden Jahr etwa 8,7 Millionen Tonnen Zement von den VDZ-Mitgliedsunternehmen im Inland versandt. Damit liegt der Wert 8,9 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Im Besonderen spiegelt sich darin die witterungsbedingt schwächere Entwicklung des 1. Quartals 2015 gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres wider.

Grafikt: Die Entwicklung des Zementverbrauchs seit 2005.
Berg- und Talfahrt: Die Entwicklung des Zementverbrauchs seit 2005.
 
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