Rückschau

125 Jahrgänge STEINE+ERDEN – eine Rückschau in Bildern

Die besten Seiten sicherer Arbeit

Die STEINE+ERDEN erscheint nunmehr im 125. Jahrgang – und gehört damit zu den ältesten und traditionsreichsten Fachmagazinen Deutschlands. Statt Ihnen, liebe Leser, nun aber eine minutiöse Chronik zuzumuten, haben wir für Sie einen Bilderreigen zusammengestellt. Gehen Sie auf eine Reise durch die Geschichte von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz – und entdecken Sie Wissenswertes, Innovatives und auch Kurioses aus vergangenen Epochen.

Vieles hat sich im Laufe der Jahrzehnte an und in unserem Magazin verändert, nur eines nicht: der Wunsch und die Aufgabe, die Arbeitswelt in der Branche Baustoffe – Steine – Erden sicherer und gesünder zu machen. Auch das Konzept der Zeitschrift blieb im Grunde unverändert: Bereits die erste Ausgabe vom 15. Juli 1886, erschienen also ein gutes Jahr nach Gründung der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft in Berlin, verband amtliche und interne Bekanntmachungen, Fachinformationen aus Branche und Technik sowie Produktpräsentationen zu einem praxisgerechten, leserorientierten Mix.

Gekleidet freilich in ein Gewand, das dem jeweiligen Zeitgeist entsprach. Waren vor 100 Jahren noch „Bleiwüsten“ gang und gäbe – die sogenannten Illustrierten entwickelten sich gerade erst –, kamen im Laufe der Zeit immer mehr Abbildungen und Fotos dazu, schließlich sogar im Vierfarbdruck. Der Fortschritt im publizistischen Handwerk ist auch an der STEINE+ERDEN ablesbar.

Historisches Zeitzeugnis

Eine Zeitschrift spiegelt zudem gesellschaftliche, kulturelle, soziale und politische Entwicklungen wider. Und in den vergangenen 129 Jahren seit Erscheinen der Erstausgabe, die damals noch den Titel „Monatsschrift der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft“ trug, ist in dieser Hinsicht wahrlich viel passiert – Gutes wie Schlechtes. Kaiserzeit, Weltkriege, NS-Diktatur, deutsche Teilung und Wiedervereinigung: Diese Marksteine deutscher Geschichte hatten auch Einfluss auf die Industrie und das Verbandswesen hierzulande. Und es ist spannend zu beobachten, wie sich das auf die Kommunikation der Berufsgenossenschaft mit ihren Mitgliedsbetrieben und deren Beschäftigten auswirkte. Als öffentlich-rechtliche Körperschaft war die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft oft auch Getriebene, konnte Eingriffe in ihr Gefüge kaum abwehren und nicht viel mehr tun, als die Mitglieder mit Hilfe der Monatsschrift darüber in Kenntnis zu setzen. Die Etablierung des Führerprinzips zu Beginn der Nazi-Herrschaft hatte zur Folge, dass die bewährte Selbstverwaltung bei der StBG aufgelöst und gleichsam ein „Oberbefehlshaber“ von Hitlers Gnaden an die Spitze gesetzt wurde. Und auch an der Heftgestalt selbst war der politische und wirtschaftliche Zustand Deutschlands oft genug zu erkennen: Die letzte Ausgabe in der Zeit des Zweiten Weltkriegs etwa, erschienen im Januar 1945, umfasste nur noch vier eiligst produzierte, gleichwohl für Goebbels’ Durchhalte-Propaganda missbrauchte Seiten.

Begleiterin von Neu- und Wiederaufbau

Da kann man es schon fast mit Genugtuung betrachten, dass sich im Jahr 1949 die Monatsschrift so vielgeachtet aus den Trümmern erhob. (Gut vier Jahre lang erschien sie nicht, daher besteht sie heute „nur“ im 125. Jahrgang.) Die West-Alliierten erkannten ganz schnell, dass die StBG und ihr Informationsorgan enorm wichtige Rollen beim Wiederaufbau spielen konnten und mussten.

Eine ähnlich große Herausforderung meisterte die StBG schließlich nach der deutschen Wiedervereinigung 1990: Sie bezog auch die in den neuen Bundesländern beschäftigten Personen in den Versicherungsschutz ein und begann sofort (stets begleitet durch die Berichterstattung in der STEINE+ERDEN), dort die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz zu verbessern – eine gewaltige Aufgabe angesichts der maroden Zustände nach DDR-Regime und Planwirtschaft. Nicht zuletzt diese Verdienste der Vergangenheit sind es, die unserem Magazin das Fortbestehen sicherten, auch nachdem die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft am 1. Januar 2010 in der neuen BG RCI aufgegangen war. Flankiert vom neuen „BG RCI Magazin“, ist es nach wie vor die primäre Informationsquelle für knapp 5.500 Betriebe der Branche Baustoffe – Steine – Erden.

Markus Hofmann
Redaktion STEINE+ERDEN

Alle Fotos dieses Beitrags: BG RCI/Markus Hofmann

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