Unternehmensführung

Demografischer Wandel erreicht Zementindustrie

Die Zementindustrie macht in Sachen Nachwuchskräfte mobil. „Die Beschäftigungsstruktur in der Zementindustrie in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert.“ Dies erklärte Dr. Martin Schneider, Hauptgeschäftsführer des Vereins Deutscher Zementwerke (VDZ), bei der Vorstellung einer aktuellen Studie mit dem Titel „Beschäftigung in der Zementindustrie“ anlässlich einer Fachtagung der Sozialpartner der Branche.

Herausgeber der Studie und Organisator der Veranstaltung ist die Initiative für Nachhaltigkeit in der deutschen Zementindustrie, in der Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter gemeinsam an sozialen, ökologischen und ökonomischen Themen arbeiten.

Mitglieder der Nachhaltigkeitsinitiative sind die Sozialpolitische Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Zementindustrie (SPADZ), der Verein Deutscher Zementwerke sowie die Industriegewerkschaften Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE).

„Wir bekommen den demografischen Wandel bereits heute zu spüren“, so Schneider weiter. „Deutlich zugenommen haben nicht nur die Anforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter in den Unternehmen, sondern vor allem auch deren durchschnittliches Alter. Und das wird künftig weiter steigen.“ Nach dem derzeitigen Stand wird der Fachkräftenachwuchs, wie er sich heute darstellt, aber allein nicht ausreichen, um diesem Trend zu begegnen. Qualifizierung, also Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, wird deshalb für die Zementindustrie und speziell deren Unternehmen zu einer Herausforderung der Zukunft.

Besonders gefragt bei den Teilnehmern der Fachtagung war deshalb der Gedankenaustausch zwischen den Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer über neue Konzepte des betrieblichen Kompetenzmanagements. Im Mittelpunkt stand zudem die Frage, wie sich die Zementindustrie im Wettbewerb mit anderen Industriebranchen um junge Fachkräfte erfolgreich positionieren kann. Es ging aber auch um innovative Konzepte, wie sich die Betriebe rechtzeitig auf die veränderte Beschäftigungsstruktur einstellen können.

Ein Fazit: Künftig dürften neben klassischen Weiterbildungsmaßnahmen unter anderem altersgerechte Arbeitsplätze und die Organisation eines effektiven Know-how-Transfers innerhalb der Betriebe von älteren an jüngere Mitarbeiter an Bedeutung gewinnen. Zu den zahlreichen Teilnehmern der Fachtagung gehörten in erster Linie Mitarbeiter/innen aus den Unternehmen der Zement- und Steine-Erden-Industrie, darunter vor allem Personal-, Werks- und Ausbildungsleiter, Personalentwickler, Betriebsräte sowie Autoren und Tutoren der VDZ-Lernplattform in den Werken.

Die im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative der Zementindustrie durchgeführte Beschäftigungsstudie analysiert, wie sich Art, Umfang und Struktur der Beschäftigung in der Branche seit 2005 verändert haben. Insgesamt zeigt sie das Bild einer anlagenintensiven, modernen Prozessindustrie, in der die Beschäftigten eine hohe Verantwortung bei der Steuerung und Kontrolle der Produktion tragen. Zudem zeichnet sich die Branche durch stabile, tarifvertraglich geregelte, gut dotierte Beschäftigungsverhältnisse aus. Teilzeitarbeit oder geringfügige Beschäftigung sind eher von untergeordneter Bedeutung.

Jüngerer und älterer Mitarbeiter im Betrieb
Auch der Know-how-Transfer von älteren an jüngere Mitarbeiter ist ein wichtiges Thema. // Foto: DGUV
 
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