Technik

Vorstellung des aktuellen Betonmischers

Die Besucheranzahl in Halle C1 während der Bauma überbrachte den Ausstellern und Besuchern großen Optimismus, der die Finanzkrise und die Aschewolke des Vulkanausbruchs im Bauma-Jahr 2010 vergessen ließ. Einen Beitrag zu dieser positiven Atmosphäre lieferte die Neuvorstellung eines Betonmischers, die gleich zu Beginn der Messe am Stand von Skako Concrete erfolgte. Lars Bugge, CEO von Skako, hielt eine kurze Ansprache, ein verhüllendes Tuch wurde entfernt und den Besuchern wurde eine Vorführung der innovativen Produktmerkmale des neuen Rotoconix-Mischers geboten.

Vorstellung des neuen Rotoconix-Betonmischers von Skako Concrete auf der Bauma  2013.
Vorstellung des neuen Rotoconix-Betonmischers von Skako Concrete auf der Bauma  2013.

Drei Mischfunktionen bzw. Mischwerkzeuge erstmalig in einem Mischer im Einsatz

Das erste Werkzeug ist der Hochgeschwindigkeitswirbler oder „Quirl“, welcher bei verschiedenen Drehzahlen sowohl gegen als auch im Uhrzeigersinn rotieren kann. Im wandnahen Bereich des Kegeltroges ist er äußerst effektiv und trennt Agglomerate von Sand- und Zementteilchen, sodass ein größerer Anteil vom Bindemittel aktiviert wird und sich eine Einsparung an Zement ergeben kann. Durch das Trennen von luftporenhaltigen Teilchenansammlungen verdichtet sich die Mischung noch intensiver und zusätzliches Wasser wird im Mischprozess freigegeben, was wiederum  eine Reduktion von Wasser bzw. Zement zur Folge haben kann.

Dem Mischprozess zugegebene Flüssigkeiten (Wasser, Additive, Farben etc.) verteilen sich durch diese Mischtechnik unabhängig von der Frischbetonkonsistenz schnell und effektiv. Durch die Bauart des Wirbler-Werkzeugs wird ein wirksames Mischen bei niedrigen Drehzahlen auch bei fließfähigen Betonen gewährleistet. Die senkrechte Anordnung und der Wechsel der Drehrichtung verhindern anhaftende Rückstände beim Entleeren des Mischers.

Die Zwei-Weg-Schnecke wirkt homogenisierend und erzeugt eine senkrechte Bewegung des Mischguts. Sie befördert das Mischgut aufwärts, nutzt somit die ganze Troghöhe für das Mischen aus und gewährleistet optimales Mischen bei fast jeder beliebigen Füllhöhe. Somit kann der Rotoconix-Mischer wirksam im Füllmengenbereich von 10 bis 100% mischen. Der Mischer bietet also höchste Flexibilität, wobei die Produktion u. U. mit nur einem Mischer auskommen kann anstelle eines großen und eines kleinen Mischers.

Die strukturelle Gestaltung des Spiral-Werkzeugs und die Möglichkeit des Wechselns der Drehrichtung verhindern Anhaftungen und verhelfen zu einem schnelleren Entleeren des Troges.

Der rotierende Trog bringt die Mischungsbestandteile in die Reichweite der oben beschriebenen Mischwerkzeuge. Die verstellbaren Rotationsdrehzahlen dienen der optimalen Zufuhr des Mischguts zu den beiden Mischwerkzeugen. Der Verschleiß an den Wandblechen wird reduziert. Die Trogschaufel rotiert nicht, sondern ist fest installiert. Das Abschaben erfolgt durch die Rotation des Troges gegen die Trogschaufel. Der Wechsel der Drehrichtung während des Mischens entfernt evtl. anhaftende Rückstände.

Die Entleervorrichtung besteht aus einem Schieber, der sich senkt und mit dem Trog dreht. Nach dem Entleeren hebt dieser sich, fährt in die Bodenöffnung des Mischertroges ein und gewährleistet das Verschließen für eine neue Charge. 

Dank des rotierenden Troges lässt sich ein Mikrowellen- oder Widerstandssensor zur Messung des Wassergehaltes einfach am Rahmen anbauen und im rotierenden Trog platzieren um die Wasserzugabe genau zu überwachen und anzupassen.

Der Hochgeschwindigkeitswirbler.
Der Hochgeschwindigkeitswirbler.
Die Zwei-Weg-Schnecke.
Die Zwei-Weg-Schnecke.

Die Konsistenz einer fließfähigen Mischung lässt sich durch eine Leistungsmessung des Hochgeschwindigkeitswerkzeugs überprüfen und anpassen. Der Wert wird durch den Frequenzumrichter auch bei unterschiedlichen Drehzahlen genau ermittelt, um die rheologischen Eigenschaften von selbstverdichtendem Beton und die von fließfähigen Betonen zu berücksichtigen. 

Die Kegelform des Troges verhilft zu einer kompletten Entleerung. Durch die gezielte Bauart können Anhaftungen im Mischer und an den Werkzeugen vermieden werden, wodurch die Produktion verschiedener Betonrezepturen in Folge ohne Qualitätsverringerung möglich ist.

Schnelles Entleeren bei jeder Konsistenz bedeutet Kapazitätsgewinn durch eine kürzere Zyklusdauer. Ein senkrechtes Entleeren ist vorteilhaft, da das Mischgut nicht waagerecht auf eine Rutsche ausläuft, die man später reinigen muss. Eine teilweise Öffnung des Entleerschiebers kann den Entleerprozess regeln.

Durch die Variationsbreite der Drehzahlen der beiden Werkzeuge und die des Troges eignet sich der Rotoconix-Mischer ideal zum Mischen von jeder Art von Beton. Die Drehgeschwindigkeit eines Werkzeuges lässt sich problemlos der Betonmischung anpassen. Die Geschwindigkeit des Wirblers kann für Betone mit hohem Feinkornanteil und niedrigem Wassergehalt hoch eingestellt werden, um etwa Klumpenbildungen zu vermeiden. Nachdem der Beton ausreichend vorgemischt ist, kann die Mischgeschwindigkeit bei Bedarf reduziert werden. Bei fließfähigen oder selbstverdichtenden Betonen kann dies teilweise notwendig sein. Bei grobkörnigen Mischgütern ist eine geringe Mischgeschwindigkeit notwendig, um übermäßigen Verschleiß zu verhindern.

Die Bauart des Mischers ist ergonomisch und solide. Ein breiter abnehmbarer Deckel lässt ungefähr 30 Prozent der Trogoberfläche als Zugang zur Reinigung offen. Außen- und Innenflächen sind für die Reinigung gut zugänglich. Mechanische Teile, Getriebe und  Motoren sind großzügig dimensioniert, leicht zugänglich und gleichzeitig gut vor Verschmutzungen geschützt.

Anlaufen und Umschalten der Rotation bei voller Charge erfolgt durch die Steuerung mittels  Frequenzumrichter, der auch ein Überschreiten der verfügbaren Stromversorgung sowie die Überlastung der Elektronik verhindert. Die schonende Anlauffunktion verhindert ebenfalls eine Überlastung der mechanischen Anlagenkomponenten. Wird während des Mischvorgangs die Mischleistung größer als die Nennleistung, so werden die Drehzahlen automatisch entsprechend reduziert. Die Lebensdauer der Komponenten wird somit optimiert. Automatische Vorrichtungen sorgen für die Schmierung in jährlichen Abständen.

Die Steuerungsautomatik und die Frequenzumrichter ermöglichen zahlreiche Kombinationen von Mischeffekten, um genau die Betonqualität zu sichern, die bei der Betonproduktion gewünscht wird, z.B. Drehzahl jedes Mischwerkzeugs mit exakter Zeitvorgabe, Laufdauer bis zum Wechsel der Drehrichtung usw..

Der Rotoconix-Mischer hat alle Testphasen erfolgreich überstanden bevor er dem Publikum auf der Bauma in der 750-Liter-Version vorgestellt wurde. Darüber hinaus sind eine 1.500-Liter- sowie eine 2.250-Liter-Version lieferbar.

Der Trog mit Mischwerkzeugen.
Der Trog mit Mischwerkzeugen.
Der Rotoconix-Mischer von Skako Concrete.
Der Rotoconix-Mischer von Skako Concrete.
 
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