Technik

86-Tonnen-Hyundai-Klappschaufelbagger im Quarzporphyr-Abbau

Die Mitteldeutsche Baustoffe GmbH (MDB GmbH) mit Hauptsitz in Sennewitz bei Halle betreibt derzeit drei Steinbrüche, 14 Kieswerke und zwei Sandgruben. Hinzu kommen einige Beteiligungen und zwei Bahnverladungen. 180 Mitarbeiter und 20 Azubis kennzeichnen das Unternehmen schon als bedeutenden Player im Baustoffsektor. Erzeugt werden Sande, Kiese, Frostschutzgemische, Estrichkiese, Verfüllmaterialien, diverser Mutterboden, Zierkiese, Findlinge, Edelsplitte, Schotter, Mineralgemische, Wasserbausteine, Steingemische sowie Korngemische nach DB-AG-Vorgaben und Gesteinsmehl.

Der im 19. Jahrhundert industriell aufgeschlossene Steinbruch Petersberg bei Halle produziert jährlich etwa 500.000 Tonnen Edelsplitte, Schotter und Wasserbausteine sowie Mineralgemisch. Der Petersberg erlangte Berühmtheit durch den Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe. Stets lebhaft an geologischen und bergbaulichen Fragen interessiert, besuchte er 1778 diesen Ort. Denn in den zwanziger Jahren des 18. Jahrhunderts begann hier die Gewinnung des charakteristischen rötlichen Quarzporphyrs.

Mit den Aufschlüssen kamen auch eine ganze Reihe interessanter Mineralien ans Tageslicht. Diese hatten es nicht nur Goethe angetan, auch heute noch sind sie bei Sammlern beliebt. Seit vielen Jahren sind Hydraulikbagger und Starrahmenkipper Hauptbestandteile der Gewinnungskette. MDB-Betriebsleiter Boris Mocek entschied sich zusammen mit der zuständigen Abteilung nach erfolgreichen Vorführungen auf der Steinexpo 2011 für eine Premiere – einen Hyundai Heavy Industries Klappschaufelbagger der 86-t-Klasse vom Typ R800-7A FS.

Das Gewinnungsgerät in Schlüsselposition wurde vom Hyundai-Händler MBH Bautechnik Leipzig konzipiert und mit einer 4,5 m³ fassenden Klappschaufel ausgerüstet und im Dezember 2011 ausgeliefert. Die gepanzerte Klappschaufel ist speziell auf das Haufwerk abgestimmt. Mit ihr belädt er die 40-Tonnen-Muldenkipper in maximal sechs Ladespielen. Dank des 5,94 Meter langen LC-Laufwerkes, bestückt mit 700-Millimeter-Zweistegbodenplatten, steht der Bagger auch bei weiten Ausladungen ruhig. Das CAPO-System (Computer Aided Power Optimization) erlaubt eine bedarfsgerechte Ansteuerung des Hydrauliksystems in verschiedenen Leistungsstufen.

So lässt sich beispielsweise für schnellere Arbeitsbewegungen mehr Kraft auf die Arbeitsausrüstung leiten. In der Ausführung heißt das: zehn Prozent mehr Losbrechkraft auf Knopfdruck am Joystick. Durch die um 950 Millimeter erhöhte klimatisierte Kabine hat der Fahrer die Mulde für eine optimale Materialverteilung gut im Blick.

In Ladepausen werden Knäpper mit einer 1.000 Kilo schweren Fallkugel zerkleinert. Die Klappschaufelausrüstung besteht aus einem 4.600 mm langen Grundausleger und einem 3.500 mm langen Arm.

Auch der Dieselverbrauch des mit einem Euro III-Motor (380 kW-Cummins QSX 15 Turbodiesel) ausgerüsteten Baggers erfüllt die Betreibervorgaben. Das Gerät arbeitet täglich acht Stunden und wird jährlich etwa 2.000 Stunden eingesetzt. Zum Service von Hyundai-Händler MBH Bautechnik Leipzig stellt Boris Mocek fest: „Die Leute verstehen ihr Handwerk und sind sehr verlässlich.“ Der Hyundai-Händler wiederum freut sich, dass die im Einzugsbereich für ihn erste Großgeräte-Referenz dieser Art die Erwartungen im Einsatz anhaltend erfüllt.

Klappschaufelbagger
Der 86-Tonnen-Hyundai-Klappschaufelbagger R800-7A FS hat eine Tagesproduktionsleistung von 4.000 Tonnen. Er verlädt Quarzporphyr auf 40-Tonnen-Muldenkipper.
 
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