Technik

Auf drei Säulen zum weltweiten Erfolg

Mit der Konzentration auf die unternehmerischen Kernkompetenzen und einer konsequenten Innovationsstrategie hat es Beumer geschafft, als mittelständisches Unternehmen weltweit erfolgreich zu sein. „Die intensive Internationalisierung war und ist für unser Unternehmen überlebenswichtig“, sagt Dr. Christoph Beumer, geschäftsführender Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung der Beumer Group.

Das Unternehmen steht auf den drei Säulen Fördern und Verladen, Palettieren und Verpacken sowie Sortieren und Verteilen. Den Grundstein des Erfolgs legte der Firmengründer, Bernhard Beumer, 1935. Beckum und seine Region verfügen über einen besonders kalksteinhaltigen Boden. Daher errichteten Zementproduzenten dort zahlreiche Werke, die den Kalkstein als Grundstein für ihre Produktion gebrauchten.

Und zur Rohstoffgewinnnung braucht es Fördertechnik. „Mein Großvater kannte die Branche und wusste, was die Anwender wirklich benötigten und welche Chancen es für gute Anbieter am Markt gibt. Dieses Wissen war sein wichtigstes Startkapital und auf dieser Basis ist das Unternehmen schnell und gesund gewachsen“, schildert Dr. Beumer. Was vor 78 Jahren als Fünf-Mann-Betrieb begann, agiert heute mit 3.200 Mitarbeitern weltweit.

Das unternehmerische Ziel liegt darin, die Marktposition weiter zu stärken und auszubauen. „Das geht nur international, wenn man über Länder- und Standortgrenzen hinweg denkt. Eine In­ternationalisierung kann heute nur noch wirtschaftlich sein, wenn man die Märkte gut kennt, Vertrauen in die Marktdaten und in die Zukunft haben kann, wenn man vorbereitet, nicht quartalszahlengetrieben ist und vor allem ein klar definiertes strategisches Ziel vor Augen hat“, erklärt Dr. Beumer. „Die strategische Ausrichtung sieht vor, in den drei angestammten Geschäftsbereichen international weiter zu wachsen – denn ein dreibeiniger Stuhl wackelt nicht.“

Crisplant und Enexco

Strategisch bedeutend waren die Zukäufe des dänischen Sortiertechnik-Spezialisten Crisplant und der indischen Enexco Technologies, Hersteller von Mahlanlagen und Packmaschinen für die Zementindustrie. Dadurch wurde die internationale Präsenz von Beumer in wichtigen Märkten gestärkt und auch das Produktportfolio gezielt ergänzt.

Damit ein Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich ist, braucht es eine gesunde Kultur und engagierte Mitarbeiter. Bei Beumer geben die langfristigen Perspektiven eines Familienunternehmens, die flachen Hierarchien, kurze Entscheidungswege und ein ausgeprägter Teamgedanke jedem Mitarbeiter einen Rahmen, eigene Fähigkeiten weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen.

Traditionelle Werte und Erfahrungen haben sich in den vergangenen Jahren im Dialog der Generationen mit neuen Ideen und Gedanken hervorragend ergänzt. Der unternehmerische Führungsstil ist vom Vertrauen in die Mitarbeiter geprägt.

Die Verantwortung, dass am Ende das jeweilige Produkt die geforderte Qualität hat, haben die Mitarbeiter, und das stellt eine hohe Motivation für sie dar. Um weiter wachsen zu können, werden internationale Märkte für die deutschen Intralogistik-Anbieter immer wichtiger. Die Exportquote der deutschen Intralogistik-Branche liegt bei rund 55 Prozent, Tendenz steigend. „Das ist für mich ein Zeichen dafür, dass die deutschen Intralogistik-Lösungen in allen Belangen Benchmark sind und in aller Welt nachgefragt werden“, sagt Dr. Beumer. Dabei empfiehlt es sich, diese Lösungen nicht nur zu exportieren, sondern auch Teile der Wertschöpfung in die Zielregionen zu verlegen.

Ein Blick aus der Verwaltung der Tradionsfirma Beumer über einen Teil der Montagehallen zur Skyline der Zementstadt Beckum.
Ein Blick aus der Verwaltung der Tradionsfirma Beumer über einen Teil der Montagehallen zur Skyline der Zementstadt Beckum.

Für ein erfolgreiches Engagement auf Auslandsmärkten sind mehrere Faktoren wichtig. Dazu gehören beschaffungsorientierte Standortfaktoren wie Grundstücks- und Gebäudepreise, Transportkosten oder die Kosten für Energie.

Hinzu kommen arbeitsorientierte Faktoren wie das Lohn- und Gehaltsniveau oder die Qualifizierung der Mitarbeiter. Nach dieser Vorgehensweise hat sich die Beumer Group entschlossen, ein neues Fertigungsgebäude in der thailändischen Hauptstadt Bangkok zu eröffnen. Denn neben internationalen Konzernen hat auch der Mittelstand Thailand als attraktiven Standort entdeckt. Das Land bietet sehr gute Absatzchancen für deutsche Produkte, insbesondere im Maschinenbau.

Im wichtigen Auslandsmarkt China ist die Beumer Group seit den späten 90ern präsent. Auf Basis der Wirtschaftszahlen hat Beumer 2006 ein Werk in Shanghai gegründet. Der Aufbau ist ein typisches Beispiel, wie das Unternehmen an ein solches Projekt herangeht. „Unsere Mitarbeiter hatten nicht nur die Gestaltungsfreiheit, das Budget und die Möglichkeiten, den Standort aufzubauen, sondern auch unser volles Vertrauen“, erklärt Dr. Beumer. Es sei damit gelungen, mit der bis dahin größten Investition der Firmengeschichte einen sehr erfolgreichen Standort aufzubauen.

Ähnlich wie China entwickelt sich der indische Markt. Auch dort gibt es ein starkes Wachstum, deshalb hat sich Beumer entschlossen, die Technology India Pvt. Ltd. zu gründen.

Zunächst werden hier Prozesse abgebildet wie Vertrieb, Konstruktion, Projektmanagement und Einkauf von Stahlbau. Und seit der Ak­quisition von Enexco in 2012 haben wir ein gutes Standbein in Indien. Große Hoffnungen ruhen auch auf Afrika. „Sobald sich dort der Markt entwickelt, werden wir da sein“, verspricht Dr. Beumer.

Als internationales Unternehmen ist die Beumer Group mittlerweile in allen wichtigen Märkten mit eigenen Gruppengesellschaften vertreten und sichert auf diese Weise langfristig Wachstum, Innovationskraft und Arbeitsplätze. Und auch weiterhin wird der Unternehmens-Leitsatz Gültigkeit haben: Nicht der kurzfristige Gewinn, sondern der langfristige Erfolg ist unser Ziel.

Dr. Christoph Beumer
Dr. Christoph Beumer
 
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