Technik

Skako Vibration modernisiert Grob- und Nassabsiebungsanlage

Das elsässische Unternehmen Skako Vibration wurde im vergangenen Jahr von den Carrières du Boulonnais in Ferques/Nordfrankreich mit zwei Projekten beauftragt – dem Austausch eines der beiden Grobsiebe sowie zweier Nasssiebe in der Vorsiebanlage. Die Schwierigkeit dieser Aufgabe bestand darin, die Maschinen mit den zugehörigen Ausrüstungen an Stelle der alten Maschinen ohne Änderung der vorhandenen Anlage einzubauen.

In diesem Aufbereitungsstadium erfolgt die Rückgewinnung des Tonanteils (0/200) aus dem geförderten Rohgut (0/2000) im Grobsieb SC603, von wo aus das Gut in die Waschanlage befördert wird. Der Rückstand wird in einem Backenbrecher zerkleinert, mit einer Durchsatzleistung von 1000 t/h bei einer Spaltweite von 2000 Millimetern und einem Austrag von 0/400 mm (Zerkleinerungsgrad 5). Die Durchsatzleistung der Siebanlage beträgt inzwischen 2500 t/h, während sie 1991 ursprünglich 1800 t/h betrug.

Wegen dieser Produktionssteigerung sollte die vorhandene Maschine ersetzt werden. Laut Lastenheft forderte der Betreiber zusätzlich die Möglichkeit der Aufgabe von Blöcken bis zu fünf Tonnen in der ersten Stufe des Grobsiebes, also bis zu zwei Kubikmetern (0/2000), die aus einer Höhe von 50 Zentimetern herabfallen. Aus der geforderten Durchsatzleistung und der Größe der zu verarbeitenden Blöcke ergab sich die Notwendigkeit, eine Maschine mit hoher Leistung und besonders robuster Auslegung zu installieren.

Um diese Forderung zu erfüllen, schlug Skako Vibration eine Maschine vom Typ Grizzly FGD mit einer Breite von mehr als 2400 mm und einer Länge von nahezu fünf Metern bei einem Gewicht von 25 Tonnen, ausgestattet mit zwei Erregermaschinen DS7, die von einem 75 kW-Motor angetrieben werden, vor. Mit diesen beiden Erregermaschinen ist das Schwingsystem stark genug für den Antrieb des Grobsiebes in Anbetracht der Aufgabemenge an Kalkstein. Die Maschine gewährleistet einen Durchsatz von 2000 t/h mit Spitzen von 2500 t/h.

Undichte Siebe

Bezüglich der beiden Nasssiebe bestand Handlungsbedarf. Nach Inbetriebnahme in 1994 erforderte ihr mechanischer Zustand und der Zustand der Federn eine zu umfangreiche Wartung: „Die Seitenwände waren stark abgenutzt und es gab Dichtigkeitsprobleme im Bereich des mechanischen Antriebs mit Eindringen von Wasser,“ so der Betreiber. Bei Ausfall dieser kritischen Ausrüstungen musste die Grobsiebanlage abgeschaltet werden, denn die Siebe befanden sich am Ausgang der Läutertrommeln. Diese werden mit einer von Sand und Ton gereinigten Fraktion 0/200 beschickt.

Der Eingriff von Skako Vibration ermöglichte es, zwei neue identische Nasssiebe vom Typ S3S an Ort und Stelle der alten Maschinen einzusetzen. Diese großen Siebe mit Kreisdiagramm sind 2000 Millimeter breit, 5000 Millimeter lang und haben eine Wandhöhe von 2500 Millimetern. Mit einem Gewicht von je 14,5 Tonnen umfassen sie 3 Stufen (Maschenweite 100 x 100, 80 x 80, 70 x 70), während die früheren 3,5 Stufen besaßen. Die Siebmaschinen bestehen aus geschweißten Rosten mit Plan-Quadratmaschen und Trennschnitten von 105, 80 und 65 mm.

Durch die Fusion zweier Schwingungstechnik-Experten Europas, Skako aus Dänemark und Comessa aus Frankreich, zu Skako Vibration entstand 1990 ein Unternehmen, das die komplette Produktpalette des Schüttguthandlings und der Aufbereitungstechnik von einfachen Produkten bis zur Heavyduty- Anwendung im Bereich der Vibrationsfördertechnik umfasst.

Grobsieb
Der Blick von hinten auf das Grobsieb im Werk zeigt die robuste Auslegung der Maschine mit den Stützbalken der beiden Erregermaschinen.
 
Weitere Informationen

Skako Vibration Deutschland

Franz Kaute

fka@skako.dk

T +49 2364 1060-37

www.skako-vibration.com


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